Nicht ohne Erlagschein vom Finanzamt

1. Februar 2013, 17:42
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Nur Papier ist Wahres

Einen solchen Sturm der Empörung hatte das Finanzministerium nicht erwartet. Bei den Vorschreibungen zum 1. Quartal 2013 ließen die Finanzämter die Erlagscheine einfach weg. Die Überlegung dazu: Es wird viel zu viel Papier verschwendet und außerdem wickeln eh immer mehr Menschen ihre Steuerangelegenheiten über Finanz Online oder zumindest via Onlinebanking ab.

Aber da hatten sich die Finanzer verrechnet. Unzählige Steuerzahler wie die Wienerin Heide Pils fragten bei genervten Finanz-Mitarbeitern an, warum plötzlich der Erlagschein mit den relevanten Daten im Vordruck nicht mehr geliefert wird. Und warum man sich als einkommenssteuerpflichtiger Zahler nun einen Blanko-Erlagschein organisieren muss und den mühsam und fehleranfällig händisch ausfüllen.

Nein, ruderte das Finanzministerium nun zurück. Die Steuerzahler, die ihr mühsam erarbeitetes Geld regelmäßig mit dem Finanzamt teilen müssen, dürfen dies künftig wieder mit einem Erlagschein tun, der vom Finanzministerium bereitgestellt wird. Als Service am Steuerzahler sozusagen. (ruz, DER STANDARD; 2.2.2013)

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    So leicht verzichten manche Bürger und Bürgerinnen nicht auf Papier.

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