Die Bayern kommen zum Ivanschitz-Jubiläum

1. Februar 2013, 15:37
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Österreicher zum 100. Mal für Mainz - Alaba wieder fit - Stranzl vor Comeback - Ildiz nicht im Nürnberg-Kader - Tchoyi zu Augsburg

Mainz - Kein Geringerer als Tabellenführer Bayern München gastiert beim Jubiläum von Andreas Ivanschitz: Der Burgenländer wird am Samstag sein 100. Pflichtspiel für Mainz 05 absolvieren und möchte diesen Anlass möglichst würdig begehen. "Es wird so schwer wie nie, die Bayern haben einen sensationellen Lauf. Auf uns wartet ein hartes Stück Arbeit, aber auch eine Riesenherausforderung." Die Spielanlage des Teams soll auch gegen die Münchner nicht verändert werden: "Wir werden nicht nur kämpfen und uns hinten reinstellen, sondern auch versuchen, offensiv aktiv zu werden", kündigte Ivanschitz an.

Seine persönliche Bilanz nach fünf Duellen mit dem deutschen Rekordmeister kann sich sehen lassen: zwei Siegen steht ein Remis und zwei Niederlagen gegenüber. Dabei gelangen dem 29-Jährigen zwei Tore und ein Assist.

Bilanz bestens

Seine Zeit in der Hauptstadt von Rheinland-Pfalz sieht der Mittelfeldspieler äußerst positiv. "Ich habe mich hier sehr rasch wohlgefühlt, es lief enorm gut und wir haben uns alle gemeinsam in den letzten Jahren auf ein erstaunliches Topniveau entwickelt. Der Stadionneubau hat den Verein noch einmal auf ein anderes Level gehoben und Rahmenbedingungen und Infrastruktur extrem verbessert."

Derzeit liegt der Tabellenfünfte nur drei Punkte hinter einem Platz in der Champions-League-Qualifikation. "Unser erstes Ziel war der Klassenerhalt, aber wir nehmen alles mit, was wir holen können. Es spricht jetzt nichts dagegen, dass wir uns oben festsetzen", so Ivanschitz.

Den Bayern steht David Alaba wieder zur Verfügung, der Außenverteidiger hatte wegen Oberschenkelproblemen am Donnerstag nur eingeschränkt trainiert. Dagegen wird Xherdan Shaqiri sicher ausfallen. Der Schweizer hatte sich im Training am Montag eine Kapselverletzung im rechten Sprunggelenk zugezogen. Er wird nach Aussage von Trainer Jupp Heynckes auch nicht zum Länderspiel der Schweiz am 6. Februar in Griechenland reisen.

Direktes Duell um Platz zwei

Weit hinter den Bayern duellieren sich am Sonntag Leverkusen und Dortmund um den zweiten Tabellenplatz. Christian Fuchs' Schalke 04 empfängt den abgeschlagenen Tabellenletzten Fürth, ein Sieg für die im Mittelfeld versandeten Gelsenkirchner ist da Pflicht. Alexander Manninger gastiert mit den aufstrebenden Augsburgern in Wolfsburg. Die Schwaben verpflichteten am Donnerstag kurz vor dem Ende der Transferperiode den Ex-Salzburger Somen Tchoyi. Der 29-jährige Kameruner war bis zum Sommer bei West Bromwich Albion in der Premier League aktiv und erhält einen Vertrag bis Saisonende mit der Option für eine Verlängerung.

"Wir wissen, dass Somen Tchoyi jetzt keinen Spielrhythmus hat, sind aber aufgrund seiner individuellen Qualität überzeugt, dass er schon in der Rückrunde der Saison eine wichtige Alternative in der Offensive werden kann", sagte Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport des FCA.

Stuttgart trifft ohne den nach seinem Ausschluss gegen die Bayern gesperrten Martin Harnik auf den Aufsteiger Fortuna Düsseldorf, bei dem Robert Almer weiter auf der Bank sitzt.

Nürnberg-Trainer geladen

Martin Stranzl kehrt nach überstandenem grippalen Infekt in Nürnberg in den Kader von Mönchengladbach zurück. Neuzugang Muhammed Ildiz dagegen fehlt im Kader der Gastgeber. Der neue Trainer Michael Wiesinger zog dort nach zuletzt zwei Spielen mit 0:8 Toren die Zügel an und stellte personelle Konsequenzen in Aussicht. "Manche Spieler müssen merken, dass es nicht mehr so leicht ist, in den 18er-Kader zu kommen."

Wiesinger, dessen Mannschaft in der Bundesliga zuletzt 0:3 beim deutschen Meister Borussia Dortmund verlor, stieß vor allem das 0:5 in einem Trainingsspiel gegen Zweitliga-Schlusslicht Jahn Regensburg sauer auf.

Bei Gladbach bleibt Kapitän Filip Daems an Bord. Am Freitag wurde die Einigung mit dem 34 Jahre alten Belgier hinsichtlich einer Vertragsverlängerung für ein weiteres Jahr verkündet. Daems spielt seit 2005 in Gladbach. "Wir sind froh, dass wir eine echte Persönlichkeit im Verein halten konnten. Filip wird auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen", sagte Sportdirektor Eberl. (red/sid/APA - 1.2. 2013)

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