Industrie in der Eurozone erholt sich

1. Februar 2013, 11:05
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Der Einkaufsmanagerindex ist im Jänner auf 47,9 Punkte gestiegen, am stärksten ist die Produktion in Deutschland gewachsen

Berlin - Die Industrie in den Euro-Ländern sieht wieder Licht am Ende des Tunnels. Der Einkaufsmanagerindex kletterte im Jänner um 1,8 auf 47,9 Punkte, teilte das Markit-Institut am Freitag zu seiner Umfrage unter Tausenden Unternehmen mit. Das ist der höchste Stand seit knapp einem Jahr. Damit näherte sich das Barometer der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert.

"Die Daten geben Anlass zur Hoffnung, dass die Wende zum Besseren im ersten Quartal ansteht", sagte Markit-Chefvolkswirt Chhris Williamson. "Vorausgesetzt, es gibt keine neuen Hiobsbotschaften beim Thema Schuldenkrise, dürfte die Eurozone unseren Daten zufolge zur Jahresmitte wieder auf Wachstumskurs sein."

Deutschland hat höchstes Wachstum

Zu verdanken ist dies vor allem Deutschland, das beim Produktionswachstum Spitzenreiter war. "Doch auch die anziehende Exportnachfrage gab dem Industriesektor neue Impulse, insbesondere in Spanien und Italien", schrieb Markit. In Spanien erreichte das Barometer den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren, in Italien den besten Wert seit knapp einem Jahr. Sorgen bereitet dagegen Frankreich: Hier fiel das Barometer auf 42,9 Punkte - nur Griechenland weist einen noch schlechteren Wert auf.

"Die Wachstumsunterschiede auf Länderebene blieben eklatant, vor allem zwischen den beiden Schwergewichtsländern Deutschland und Frankreich", sagte Williamson. "Während die Industrieproduktion in Deutschland wieder zulegte, wurde sie in Frankreich verstärkt zurückgefahren. Frankreich war überdies das einzige Land, in dem sich die Rezession verschärfte."

Sorge bereitet die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die Industrie baute den zwölften Monat in Folge Stellen ab - und zwar in allen Ländern, mit Ausnahme der Niederlande. In Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich beschleunigte sich der Jobabbau sogar. (APA, 1.2.2013)

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    Licht am Ende des Tunnels sieht die Industrie in den Euro-Ländern.

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