PEMA: Nach "headline" nun "Amraser Straße"

1. Februar 2013, 10:53
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Entwickler Markus Schafferer will hoch hinaus: Ein 42 Meter hoher Turm soll 120 Wohnungen beherbergen, darunter kann geshoppt werden

Im November wurde in Innsbruck der Büro- und Hotelkomplex "headline" eröffnet. Die PEMA Gruppe des jungen Tiroler Entwicklers Markus Schafferer hat an der Stelle des ehemaligen Postverteilzentrums ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs eine moderne Gewerbeimmobilie mit 23.000 m² an vermietbarer Fläche, davon 11.800 als Büros und 5.800 als Hotel, errichtet. Weitere 3.500 m² stehen für Gastronomie und Einzelhandel zur Verfügung.

Eingemietet hat sich in die von Henke Schreieck Architekten geplante Immobilie mit einer Touristen-Aussichtsplattform im 13. Stock neben dem Bezirksgericht Innsbruck und der Moser Holding auch das 4-Sterne-Design-Hotel "Adler".

EKZ und Wohnungen neben "Sillpark"

Schafferer, dessen 2005 gegründete Gruppe hier 52 Millionen Euro investiert hat, denkt bereits an das nächste Großprojekt. In der Amraser Straße 2-4, ganz in der Nähe des "headline"-Komplexes und direkt gegenüber des Einkaufszentrums "Sillpark", will er um 55 Millionen Euro ein Retail- und Wohnobjekt verwirklichen. Im Oktober wurde dafür ein internationaler Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den nun das Innsbrucker Büro LAAC einstimmig für sich entscheiden konnte. Mitglied der Jury war auch Innsbrucks Planungsstadtrat Gerhard Fritz, den Vorsitz führte der Architekt Karl Baumschlager.

Das Siegerprojekt sieht einen transparenten Sockel vor, "der 9.000 bis 11.000 Quadratmeter an Retail-Fläche beherbergen soll", sagt Schafferer im Gespräch mit derStandard.at. In einem darauf aufgesetzten 42 Meter hohen Turm sollen dann rund 120 Wohnungen entstehen. Ob diese vermietet werden oder als Eigentumswohnungen abverkauft werden, steht noch nicht fest. Zwischen dem Einkaufszentrum und den Wohnungen soll eine öffentlich zugängliche Freiluftebene entstehen.

Schafferer, der neue Wohnungen in der Universitätsstadt Innsbruck für dringend nötig hält, will sein Konzept nun jedenfalls "zügig" umsetzen. Der Baustart könnte noch heuer erfolgen.

Warnungen vor Überangebot an Retailflächen

Mit den Mietern der Einzelhandelsflächen wolle man dem etwa doppelt so großen Sillpark nicht in die Quere kommen, betont Schafferer; er strebt unter anderem höherwertige Textilketten an, die dann eine Ergänzung zum Angebot im Sillpark darstellen sollen.

Sillpark-Geschäftsführer Helmut Hochfilzer gab sich kürzlich gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" gelassen, was die neue Konkurrenz in unmittelbarer Nachbarschaft betrifft. Es gebe ein "offenes Gesprächsklima", betonte er. Beobachter äußern aber Bedenken, was die bereits jetzt hohe Dichte an Shopping-Center-Flächen in Innsbruck betrifft. Es werde wohl bei vielen neuen Flächen zu einem Verdrängungswettbewerb kommen, sagte RegioPlan-Geschäftsführer Wolfgang Richter der "TT". (map, derStandard.at, 1.2.2013)

  • Der 52 Millionen Euro teure Wohn- und Hotelkomplex "headline" wurde im November fertiggestellt.
    foto: pema

    Der 52 Millionen Euro teure Wohn- und Hotelkomplex "headline" wurde im November fertiggestellt.

  • Das geplante Retail- und Wohnprojekt der PEMA Gruppe hat noch keinen Namen, es trägt den Arbeitstitel "Amraser Straße".
    foto: pema

    Das geplante Retail- und Wohnprojekt der PEMA Gruppe hat noch keinen Namen, es trägt den Arbeitstitel "Amraser Straße".

  • Zwischen Retail- und Wohnbereich soll es eine öffentlich zugängliche Plattform geben.
    foto: pema

    Zwischen Retail- und Wohnbereich soll es eine öffentlich zugängliche Plattform geben.

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