Die Wissenschaftsbilder des Jahres

Ansichtssache1. Februar 2013, 00:48
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Die Gewinner veranschaulichen einmal mehr, wie sehr neue Visualisierungstechniken zur Entdeckung und Vermittlung neuer Erkenntnisse beitragen.

Washington - Es sind Bilder, die Staunen machen. Wie etwa jene Illustration, die eine Simulation der Ströme im Gehirn eines Makaken-Affen zeigt. Zu sehen sind Nervenverschaltungen, welche die 77 größten Regionen des Makakenhirns verbinden. Die gleichmäßig geschwungenen Linien sehen aus wir ein Kunstwerk; sie sollen bei der Entwicklung von Computerchips helfen.

Die visualisierten Makakenhirnströme zieren das Cover der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science, in dem die Gewinner des diesjährigen Bilderwettbewerbs vorgestellt werden. Gewann die Hirnstromsimulation in der Kategorie Illustration, so setze sich bei den Fotos eine Aufnahme stark vergrößerter Kristalle vom Zahn eines Seeigels durch. Jedes einzelne Teilchen Kalziumkarbonat (CaCO3) - das die Zähne des Meerestieres hart genug macht, um Stein zu zermahlen - ist nachträglich gefärbt worden. So werden die sich umschlingenden Formen der Biokristalle sichtbar, die im Gegensatz zu "richtigen" Kristallen nicht glatt und eckig sind.

Insgesamt wurden Beiträge in fünf Kategorien ausgezeichnet. "Die Bilder und Videos sind nicht nur neu und bezaubernd, sondern sie ziehen einen auch auf eine einfache und verständliche Art in das komplexe Feld der Wissenschaften", kommentiert Herausgeberin Monica Bradford. (tasch, DER STANDARD, 01.02.2013)

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foto: pupa u.p.a. gilbert and christopher e. killian; university of wisconsin-madison

Gewinner der Kategorie "Fotografie"

Titel: "Einzelne Kristalle eines Biominerals"

Von: Gilbert und Christopher E. Killian von der University of Wisconsin-Madison

Die nachträglich eingefärbe elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt Biokristalle im Zahn eines Seeigels.

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