Goodbye, Austria! Teil 3

Ansichtssache8. Februar 2013, 05:30
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Aus den zahlreichen Einsendungen unserer Lesergemeinde aus dem Ausland haben wir zum Schluss noch ein paar Perlen ausgesucht. Im Rennen sind diesmal Mexiko, Irland, Kanada, Deutschland, Finnland und Tansania. Wir danken allen für die rege Beteiligung an unserem Aufruf und die außergewöhnlichen Geschichten. (red, daStandard.at, 8.2.2013)

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foto: privat

Alexander Wostry führt in Tansania eine Organisation für nachhaltige Landwirtschaft:

Ein Praktikum war es, was mich veranlasst hat, unterhalb des Äquators zu reisen - nach Tansania. Dort hat es mir dann die nachhaltige Landwirtschaft angetan. Mittlerweile bin ich mit einer Tansanierin verheiratet und wir beide führen nicht nur erfolgreich die Organisation Sustainable Agriculture Tanzania, sondern haben auch gemeinsam eine Tochter, die nun mit gut eineinhalb Jahren anfängt, im Dorf herumzuspazieren. In aller Herrgottsfrüh ist sie meist schon auf und davon und klappert ihre Freunde und Freundinnen ab. Ja, in Tansania geht das, da sind es nicht nur die Eltern, die sich um das Kind sorgen, sondern das ganze Dorf. 

Solch ein soziales Klima lässt es zu, Wurzeln zu schlagen. Dann noch hin und wieder ein Schäufelchen Kompost, und wir kommen einer nachhaltigeren Gesellschaft ein paar Schritte näher. Der einfache Lebensstil, zum Beispiel die Kübeldusche, regt zum Denken an, nicht nur weil sie einen abkühlt. Nein, auch einfach weil es einen wissen lässt, dass man mit gut zehn Litern Wasser schon zweimal am Tag duschen kann. Das macht wieder Mut in einer Welt, in der Ressourcen immer knapper werden. Ich gebe es ja zu, wenn ich dann hin und wieder in Österreich bin, lasse ich mir manchmal gemeinsam mit meiner Frau die Wanne ein. Nur muss ich jedes Mal darüber grübeln, wie viele Kübel Wasser es wohl für diese Freude braucht.

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