Michael Pfeifer, der "Immynator"

31. Jänner 2013, 13:30
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Bereits zum 7. Mal zeichnete die Kammer die besten Makler der Stadt aus. Obmann Pisecky sieht noch "Potenzial nach oben"

Die bereits 7. "Immy"-Verleihung an vorbildlich arbeitende Wiener Immobilienmaklerbüros endete am Mittwochabend mit keiner Überraschung: Seriensieger Michael Pfeifer (MP Immobilien) heimste seinen sechsten goldenen "Immy" ein. Mit Ausnahme von 2009, als es "nur" Silber für ihn gab, landete Pfeifer damit bisher immer unter den goldenen Top-Five. Grund genug für Projektleiter Dietmar Hofbauer, seinen Maklerkollegen kurzerhand zum "Immynator" zu erklären.

Die goldenen Preisträger

Neben dem sechsfachen Michael Pfeifer holte die ÖRAG Immobilien Vermittlungs GmbH ihren bereits zweiten goldenen "Immy". Die weiteren Preisträger sind Christian Hawliczek (Impact Immobilien), Elisabeth Rohr Real Estate und die Wunderlich Immobilien-Treuhand Gesellschaft mbH.

Die silbernen Preisträger

Die folgenden 15 Büros wurden mit einem silbernen "Immy" ausgezeichnet:

  • Aucon Real Service GmbH
  • Be & Ko Immobilien Verwertungs GmbH
  • EHL Immobilien GmbH
  • EINS-A-IMMOBILIEN Dkfm. Simkovics
  • FELIX Immobilien GmbH
  • FMI Immobilienvermittlung Re/Max Experts
  • Dr. Funk Immobilien GmbH
  • Grossmann Immobilien GmbH
  • Hübl & Partner Immobilien GmbH
  • Schönes Wohnen Immobilientreuhand GmbH
  • SEG Stadterneuerungs- & EigentumswohnungsgesmbH 
  • Mag. Maja Eggenberger - Selected Homes
  • Tögel Immobilien GmbH
  • Tristar Immobilien Consulting GmbH
  • Vermont Immobilien GesmbH

Projektleiter Hofbauer hätte übrigens selbst als einer der silbernen Preisträger auf der Bühne stehen müssen, er landete mit seinem Unternehmen Viennareal Immobilienmanagement GmbH im "Mystery Shopping" nämlich unter den Top-20. "Das geht als Jurymitglied aber natürlich nicht", erklärte der Vorsitzende der Jury, Notar Michael Umgeher. Hofbauer wurde deshalb mit einem Sonderpreis geehrt.

Pisecky: "Potenzial nach oben"

190 Wiener Immobilien-Maklern wurde vom Beratungsunternehmen comito auf den Zahn gefühlt, ob sie den Qualitätsanforderungen entsprechen (siehe "Hintergrund"). Fachverbandsobmann Michael Pisecky freute sich über eine leicht gestiegene durchschnittliche Punkteanzahl (67,3 von 100 möglichen), ließ aber unverhohlen durchblicken, dass er noch "Potenzial nach oben" erkennt. Ein Umstand, auf den nicht zuletzt die relativ breite Streuung der Top-20 von 7,3 Prozentpunkten hinweist.

Immerhin habe sich die Kunden- und Qualitätsorientierung der Wiener Makler seit Einführung des Preises "nachweislich gesteigert", so Pisecky. Dass ein "Immy" auch einen markanten Wettbewerbsvorteil für ein damit ausgezeichnetes Büro biete, werde "noch nicht von allen Maklern erkannt", bedauerte er. Auch den Umstand, dass nur zehn Prozent der Büros Wohnungsinteressenten innerhalb von fünf Tagen nachkontaktierten, fand er offensichtlich eher befremdlich.

Immo-Card erstmals bewertet

Dass sich die "Immobiliencard" auch fast zwei Jahre nach ihrer Einführung noch immer nicht so recht durchsetzen kann, nahm Pisecky da schon eher mit Humor. Das Vorhandensein des "Ausweises für Makler" floss heuer erstmals in die Bewertung der Büros mit ein; nichtsdestotrotz hätten wohl an der einen oder anderen Adresse "die Mystery-Shopper weit mehr darüber gewusst als die 'Beshoppten'".

Forderungen an die Politik

Auch Makler-Bundesobmann Thomas Malloth war bei der Gala im "Marx-Palast" im 3. Bezirk anwesend. Er berichtete in seiner Rede vor den zahlreich erschienenen Wiener Maklern, dass er gemeinsam mit Pisecky am heutigen Donnerstag im Parlament die Forderungen der Immobilientreuhänder nach einem "modernen österreichischen Wohnrecht" überbringen werde. Diese Liste werde nicht so lang sein, wie manche vielleicht glauben würden, aber sie werde mit Nachdruck überbracht, kündigte Malloth lakonisch an. "Weil noch einmal 15 Jahre lang über die Therme zu diskutieren, das halte ich nicht mehr aus". (Martin Putschögl, derStandard.at, 31.1.2013)

Hintergrund: "Mystery Shopping" für den Immy

Die Maklerbüros werden laut Angaben der Kammer mit einem eigens entwickelten, standardisierten Qualitätstest mehrmals überprüft, "um Einflüsse durch die Tester zu neutralisieren". Dazu werde jeder Betrieb mehrmals von verschiedenen, anonymen Testkunden bewertet. "Beurteilt werden die Reaktionsgeschwindigkeit bei Anfragen, die Qualität und Vollständigkeit schriftlicher Unterlagen zu einem Objekt, Freundlichkeit, Verbindlichkeit und Termintreue der Makler, das Tragen des Berufsausweises - der Immobiliencard, sowie die persönliche Beratung vor, bei und nach einem Besichtigungstermin".

  • Die Preisträger 2012 mit Fachverbandsobmann Pisecky (2.v.l.) und Projektleiter Hofbauer (1.v.l.).
    foto: wk wien/peter provaznik

    Die Preisträger 2012 mit Fachverbandsobmann Pisecky (2.v.l.) und Projektleiter Hofbauer (1.v.l.).

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