Wien funktioniert als Drehort immer besser

30. Jänner 2013, 16:16
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Die Vienna Film Commission resümierte zufrieden, Arbeitsabläufe für Filmteams konnten vereinfacht werden

Wien  - Vor vier Jahren wurde in Wien die Vienna Film Commission gegründet, um mehr Produktionen in die Stadt zu holen sowie als zentrale Anlaufstelle zu dienen, wenn es darum geht, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und Genehmigungen einzuholen.

Eine positive Jahresbilanz zog Commission-Leiterin Marijana Stoisits am Mittwoch bei einer Pressekonferenz: "Wo Wien im internationalen Vergleich ganz exzellent abschneidet, ist die kurze Bearbeitungszeit, wenn es um eine Drehgenehmigung geht". Diese liege bei nur vier Tagen, wo es in vergleichbaren Städten im Schnitt zwei Wochen dauert.  Die Vernetzung mit den öffentlichen wie privaten Institutionen der Stadt sei dabei ein zentrales Erfolgskriterium. "360"-Regisseur Fernando Meirelles bestätigte in einer Videozuspielung, dass im Vergleich zum "Alptraum Paris" selbst kurzfristige Drehortwechsel sich überraschend leicht machen ließen.

In Zahlen: 2012 ist die Zahl der Ansuchen auf Drehgenehmigung um 4,8 Prozent auf 455 gestiegen, davon entfielen 72 auf internationale Produktionen. Diese Statistik ist natürlich TV-Serien-lastig und sieht Deutschland an der Spitze, aber auch die Philippinen oder Südkorea waren vertreten - und gelten als diesbezügliche Wachstumsmärkte.

Wenig überraschend waren die Bezirke 1 und 2 (Prater) am meisten nachgefragt, dann folgt schon Ottakring mit der Brunnenmarkt-Umgebung, primär dank der neuen ORF-Serie "CopStories". Während die Stadtgärten wohl weiterhin gut gebucht werden, wird man Produktionen, welche originales Krankenhaus-Interieur aus der vorigen Jahrhundertwende suchen, künftig weniger helfen können - dazu ist die Spitalsreform zu gründlich.

Internationale Drehs 2012 waren etwa "Paganini - Der Teufelsgeiger" mit David Garrett oder für "The Best Offer" von Giuseppe Tornatore mit Geoffrey Rush. Abgehakt ist auch die Locationsuche für "The Rush" von Ron Howard über die Ferrari-Jahre von Niki Lauda, der Michaelerplatz und die Singerstraße haben dafür 1970er-Look erhalten. Ein kommendes Projekt ist eine Doku des Dänen Michael Madsen ("Into Eternity") über das in Wien angesiedelte "United Nations Office for Outer Space Affairs".     (APA, red, 30.1.2013)

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  • Mit kurzem Blick zurück auf die "A Dangerous Method"-Publicity: WFC-Leiterin Marijana Stoisits.
    foto: vienna film commission

    Mit kurzem Blick zurück auf die "A Dangerous Method"-Publicity: WFC-Leiterin Marijana Stoisits.

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