Der Sternmull hat die empfindlichste Nase im Säugetierreich

4. Februar 2013, 19:38
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Ein dichtes Netz an Nervenfasern in seinen tentakelartigen Nasen-Fortsätzen hilft dem Sternnasenmaulwurf bei der Suche nach Beute

San Francisco - Der ungewöhnlich aussehende Sternnasenmaulwurf - auch Sternmull genannt - hat ein besonders feines Gespür für seine bevorzugten Beutetiere, vor allem Würmer und Krebse. Die Nase stellt mit ihren tentakelartigen Fortsätzen, die von Nervenenden mit einer unerreicht hohen Dichte besetzt sind, die empfindlichste Schnauze im gesamten Säugetierreich dar: über 100.000 Fasern in einem Hautstück von einem Zentimeter Durchmesser zählten US-Forscher in einer aktuellen Untersuchung.

Die Nervenenden in der Maulwurfsschnauze seien außergewöhnlich sensibel für leichte Berührungen, schreibt das Team um Diana Bautista von der Universität von Kalifornien in Berkeley im Fachjournal "PLOS ONE". Nervenzellen, die für Schmerz zuständig sind, seien dagegen weniger vorhanden. Der Sternnasenmaulwurf (Condylura cristata) lebt vorwiegend im Osten Nordamerikas. Mit 22 Tentakeln an seiner Nasenspitze ertastet er seine Beutetiere wie Würmer, Krebse und Insekten. (APA/red, derStandard.at, 4.2.2013)

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    Sternnasenmaulwürfe haben äußerst empfindliche Tasttentakel auf ihren Nasen.

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