Finanzminister: Simbabwes Regierung hat nur noch 217 Dollar

29. Jänner 2013, 19:57
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"Die Finanzen der Regierung sind gelähmt" - Kein Geld für kommende Wahlen

Harare - Nachdem die simbabwesische Regierung vergangene Woche die Staatsbediensteten bezahlt hat, bleiben ihr noch exakt 217 Dollar (161 Euro) in der Kasse. "Die Finanzen der Regierung sind derzeit gelähmt", sagte Finanzminister Tendai Biti am Dienstag vor Journalisten in der Hauptstadt Harare. "Wir erreichen unser Ziel nicht." Simbabwe werde keine andere Wahl haben als sich zur Finanzierung des Verfassungsreferendums und der Wahlen in diesem Jahr an internationale Geldgeber zu wenden.

Nach Angaben der Wahlbehörde werden für die Abhaltung der Wahlen 104 Millionen Dollar benötigt. Die jahrelang von der Hyperinflation heimgesuchte simbabwesische Wirtschaft erholt sich langsam, seit 2009 die heimische Dollarwährung aufgegeben wurde. Der US-Dollar ist seitdem zur Referenzwährung geworden.

Doch dem Wiederaufschwung in dem an Bodenschätzen reichen südafrikanischen Land stehen verschiedene Faktoren entgegen: die internationalen Strafmaßnahmen gegen die Regierung von Staatschef Robert Mugabe, deren rigide Politik gegenüber ausländischen Investoren, massive Infrastrukturprobleme sowie anhaltende Dürre. (APA, 30.1.2013)

  • Biti mit der leeren Tasche.
    foto: reuters/bulawayo

    Biti mit der leeren Tasche.

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