Mangalica-Braten

1. Februar 2013, 17:04
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Das Produkt der Woche hat den Kolchosen-Kommunismus überlebt und ist in Wien aus heimischer Biohaltung zu haben

Die in Ungarn und Kroatien beheimateten Mangalica-Schweine haben den Kolchosen-Kommunismus überlebt, obwohl sie sich für Massentierhaltung nicht eignen und Auslauf (wenn nicht überhaupt reine Freilandhaltung) brauchen, um zu gedeihen. In Ungarn ist ihr Fleisch längst wieder auf Wochenmärkten zu haben, bei uns musste man bislang schon ganz spezielle Adressen kennen (etwa die Schinkenmanufaktur Thum in Wien-Margareten), um als Stammkunde zumindest hin und wieder an ein Stück Frischfleisch erster Qualität - nämlich aus ausgesuchter, heimischer Biohaltung - heranzukommen.

Unheimlich kraftvoll, mit zartem Wildgeschmack

Im Vergleich dazu kann die Ware, die der neue Nobel-Merkur am Hohen Markt direkt aus Ungarn geliefert bekommt, nicht ganz mit. Dafür aber ist sie hier stets vorrätig. Die Fleischqualität lässt sich jedenfalls mit nichts vergleichen, was in unseren Gefilden landläufig als Schweinernes verkauft wird: unheimlich kraftvoll, mit zartem Wildgeschmack, ein Fleisch, für das Kenner auch bestes Steak gern einmal stehen lassen. Das Karree eignet sich wunderbar zum Kurzbraten, der mit feinaromatischem Fett durchzogene Schopf hingegen sollte ganz klassisch eingebraten werden. (corti, Rondo, DER STANDARD, 1.2.2013)

  • Mangalicaschweinsbraten vom Schopf oder Rücken, € 29,90/kg bei Merkur Hoher Markt, 1010 Wien.
    foto: hersteller

    Mangalicaschweinsbraten vom Schopf oder Rücken, € 29,90/kg bei Merkur Hoher Markt, 1010 Wien.

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