2012: Cyberkriminalität kostete China 34 Milliarden Euro

29. Jänner 2013, 12:54
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Bedarf an Gegenmaßnahmen und rechtlichen Rahmenbedingungen dringend notwendig

Ein Bericht der Global Times China spricht von 289 Milliarden Yuan (34 Milliarden Euro) finanziellem Schaden durch Cyberkriminalität. Allein im Jahr 2012 beläuft sich der Wert des Schadens auf diese Summe. Die Zahlen stammen dabei von einem Bericht der "People's Security University of China".

Zahlreiche Opfer

Dem Bericht zufolge werden in China durchschnittlich 700.000 Internetnutzer täglich Opfer eines Online-Verbrechens. Öffentliche Sicherheitseinrichtungen hätten 2012 118.000 dieser Fälle untersucht, bei vielen davon gab es mehrere Opfer.

Hohe Dunkelziffer

Die Top-Bedrohungen stellen demnach Betrug, Prostitution, der Verkauf im Schneeballsystem und Diebstahl persönlicher Informationen dar. Die meisten Fälle werden allerdings, so glauben es die Autoren des Berichts, nicht gemeldet, da es sich oft um kleine finanzielle Verluste der Betroffenen handelt.

Szenario Online-Einkauf

Im Halbjahr 2012 war einer von drei Online-Einkäufern von Betrug oder Phishing betroffen. Das alleine verursachte einen Schaden von 30,8 Milliarden Yuan - etwa 3,6 Milliarden Euro. Bei 564 Millionen Internetnutzern in China eine beträchtliche Zahl.

Mehr Bewusstsein

Der an der Studie beteiligter Professor namens Wie Yongzhong meint, dass das Bewusstsein diesen Bedrohungen gegenüber und der Etablierung von Gegenmaßnahmen auf der Regierungsseite noch nicht vollständig angekommen sei. Zudem sei es wichtig, Gesetze zu schaffen, die Opfern die Möglichkeit geben, rechtliche Hilfestellung zu bekommen. (red, derStandard.at, 29.1.2013)

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    foto: ap
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