Erste Tester loben Smartwatch Pebble

29. Jänner 2013, 11:45
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Uhr biete zwar zum Start eingeschränkten Funktionsumfang, habe jedoch großes Potenzial

Anfang Jänner ist die Smartwatch Pebble an den Start gegangen. Das über die Crowdfunding Plattform Kickstarter finanzierte Projekt gilt als eines der heißesten Gadgets des Jahres. Smartwatches gibt es schon länger, doch bislang kamen sie nie aus dem Nischenmarkt heraus. Tester bescheinigen der Pebble nun das Potenzial, tragbare Computer in den Massenmarkt hieven zu können.

Display "ok"

The Verge und Engadget loben das schlanke, dezente Design der Pebble im Vergleich zu anderen, sehr auffälligen Smartwatches. Das Schwarz-Weiße E-Paper-LCD bietet eine Auflösung von 114 x 168 Pixel und zeigt Inhalte wie Uhrzeit oder Musik-Player permanent an. Bei eingehenden Benachrichtigungen wird die Hintergrundbeleuchtung aktiviert. Insgesamt sei das Display für The Verge zwar in Ordnung, aber nicht wirklich herausragend. Engadget hebt die gute Lesbarkeit im Freien hervor.

Hoher Tragekomfort

Leichte Kritik gibt es am Uhrband, das sich billig anfühle und "langweilig" sei. Immerhin kann es durch ein beliebiges 22mm-Uhrband ersetzt werden. Insgesamt sei die Pebble für die Tester von The Verge "ein nettes Stück Hardware - es ist bequem und klein und es funktioniert". Bei Engadget wird ebenfalls der hohe Tragekomfort und das wasserdichte Gehäuse gelobt.

Smartphone erforderlich

Die Pebble ist nicht als eigenständiges Gerät gedacht, sondern als Compagnon zu einem Android-Smartphone oder iPhone. Ohne Smartphone wird nur die Uhrzeit angezeigt. Die Unterstützung beider Systeme ist laut The Verge jedoch grundverschieden. Die iOS-App (ab Version 5) bietet im Wesentlichen nur den Download neuer Uhr-Layouts und Hilfe bei Verbindungsproblemen. Bei Android (ab 2.3) hingegen erfolgt die komplette Einrichtung des Geräts über die eigene App.

Unübersichtliche Steuerung bei iOS

Einstellungen zu Benachrichtigungen stehen über iOS selbst zur Verfügung, sobald die Uhr mit dem Smartphone verbunden ist. Die Tester kritisieren jedoch, dass es hierfür kein eigenes Interface gibt. Um Benachrichtigungen von Drittanbieter Apps für die Uhr einzurichten, müsse man die Benachrichtigungs-Einstellungen der jeweiligen App aufrufen.

Sobald die Bluetooth-Verbindung abreißt, müssen alle Einstellungen neu eingerichtet werden. Wenn alles aufgesetzt sei, funktioniere die Pebble mit dem iPhone aber einwandfrei und es würden alle Apps unterstützt. Auch die Musik-Steuerung funktioniere für alle Anwendungen.

Android: Einfachere Nutzung, weniger Apps

Bei Android-Smartphones funktioniere die komplette Einrichtung der Uhr über die App. Das sei wesentlich übersichtlicher und einfacher als bei iOS, allerdings müssten Android-Apps die Pebble aktiv unterstützen im Gegensatz zu iOS, wo alle Apps funktionieren, die Benachrichtigungen senden. So gebe es zwar Support für Facebook und WhatsApp, Twitter werde aber noch nicht unterstützt. Zur Musik-Steuerung würden nur Apps mit Support für das Bluetooth-AVRCP-Protokoll funktioniere, Spotify falle damit flach.

Akkulaufzeit

Ob die von den Herstellern versprochene Laufzeit von einer Woche eingehalten werden kann, konnten die Tester noch nicht ausprobieren. In der Uhr ist ein 140mAh-Akku verbaut. Unpraktisch sei, dass es keine Anzeige für den Ladestatus gebe, erst bei niedrigem Akkustand erhalte man eine Warnung. Beim Smartphone sauge die Uhr aufgrund der permanenten Bluetooth-Verbindung den Akku schneller leer.

Fazit

Für The Verge sei der große Vorteil der Pebble, dass man bei Benachrichtigungen über neue SMS, Anrufen oder etwa E-Mails einfacher entscheiden könne, ob es wichtig genug ist, das Smartphone aus der Tasche zu holen. Allerdings werde man eben auch jedes Mal darauf aufmerksam gemacht, was wiederum nervig werden kann. Das Potenzial der Uhr sei jedenfalls noch lange nicht ausgereizt, befindet man auch bei Endadget. Für Entwickler haben die Hersteller ein SDK veröffentlicht, um eigene Anwendungen für die Uhr zu schreiben.

Vielversprechend

Beide Blogs zeigen sich von der Pebble trotz kleiner Mängel begeistert. Sie würde jetzt schon sehr gut funktionieren und man könne sich gut vorstellen, welche weitere Funktionen und Features in Zukunft noch hinzukommen. Wenn das Entwickler-Team seine Versprechungen - etwa erweiterten App-Support - einhalten könne, habe die Pebble das Potenzial der erste tragbare Computer für den Massenmarkt zu werden. Die Uhr kann derzeit nur über den Online-Shop um 150 US-Dollar bestellt werden. In Zukunft dürfte sie auch im Handel erhältlich sein. (br, derStandard.at, 29.1.2013)

  • Seit Anfang Jänner kann die Smartwatch Pebble online bestellt werden, erste Tester loben das neue Gadget.
    foto: pebble

    Seit Anfang Jänner kann die Smartwatch Pebble online bestellt werden, erste Tester loben das neue Gadget.

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