Würth Österreich steigert Umsatz 2012

29. Jänner 2013, 11:09

Betriebsergebnis hinter Erwartungen, 2013 sollen produktivitätssteigernde Maßnahmen Ergebnis pushen

Böheimkirchen - Würth Österreich, Anbieter für Befestigungs- und Montagetechnik, hat 2012 seinen Umsatz um 5,4 Prozent gesteigert. Die Erlöse stiegen damit um 8,4 Mio. Euro auf das Rekordniveau von 165,3 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (vor Steuern) bleibe mit 8,8 Millionen (2011: 9 Mio. Euro) jedoch hinter den Erwartungen der Geschäftsführung zurück, die Rendite beläuft sich auf 5,3 Prozent, teilte die Österreich-Tochter des weltweit tätigen deutschen Konzerns mit.

"Im neuen Geschäftsjahr werden wir uns daher stark auf die Steigerung des Betriebsergebnisses fokussieren", verwies Österreich-Geschäftsführer Alfred Wurmbrand auf produktivitätssteigernde Maßnahmen bei bestehender Mannschaft. Mit Jahresende zählte das Unternehmen, das 2012 sein 50-jähriges Bestehen feierte, 790 Beschäftigte, 451 davon im Außendienst.

Größte "Wachstumsschraube" seien die Würth Kundenzentren. Das Shop-Konzept habe sich erfolgreich entwickelt, der Thekenumsatz in 38 Filialen österreichweit lag bei 24 Mio. Euro. Hohen Umsatzzuwächsen in den Vertriebszweigen Metall, Installation, Bau und im Bereich der Instandhaltung stand 2012 ein gegenläufiger Trend im Bereich Automotive gegenüber. Die Umsatzprognose für das neue Geschäftsjahr liege "im hohen einstelligen Prozentbereich".

Auch insgesamt erzielte die Würth-Gruppe mit 9,98 Mrd. Euro den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte und sei damit gemäß dem vorläufigem Jahresabschluss um 2,9 Prozent gewachsen. Das im Vergleich zu den Vorjahren geringe Umsatzwachstum sei vor allem auf den Umsatzrückgang in Südeuropa zurückzuführen, während Nordamerika und Skandinavien "erfreulich" liegen. Die Anzahl der Mitarbeiter ging weltweit um 1,4 Prozent auf 65.169 (Vorjahr: 66.113) zurück. Das Betriebsergebnis 2012 werde überproportional zum Umsatz auf 410 bis 420 Mio. Euro wachsen.

"Für 2013 gilt es in Wachstumsfeldern und -regionen auf Angriff zu spielen, weswegen wir bereits 2012 gezielt Akquisitionen in der Chemiebranche getätigt haben. In stagnierenden Märkten ist dagegen Sparkurs angesagt", so Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung. Die Gruppe rechne 2013 mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Bereich, da die momentane Unsicherheit der Weltwirtschaft keine Wachstumsimpulse erwarten lasse. (APA, 29.1.2013)

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