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Julia Gillard mit ihrem Lebenspartner Tim Mathieson.
Sydney - Mit einem fragwürdigen Witz über asiatische Ärztinnen hat der Lebenspartner der australischen Regierungschefin Julia Gillard (51) eine Sexismusdebatte ausgelöst. Tim Mathieson empfahl Cricketspielern bei einem Empfang am Montagabend in Canberra regelmäßige Prostata-Untersuchungen - "am besten von einer kleinen asiatischen Ärztin".
Fernsehsender schnitten die Bemerkung mit. Sie löste in australischen Medien Empörung aus. Politiker kritisierten die Äußerung umgehend. "Er hat eingesehen, dass der Witz geschmacklos war", sagte Gillard am Dienstag.
Die Politikerin der linken Labor Partei hatte vor einem Jahr im Parlament Furore gemacht, als sie den konservativen Oppositionsführer Tony Abbott als Frauenhasser darstellte. Es ging damals um einen Skandal um den Parlamentspräsidenten, der frauenverachtende SMS-Botschaften an einen Mitarbeiter geschickt hatte. Die Opposition regte sich damals auf und verlangte, dass Gillard ihn feuert.
"Ich toleriere keine Lektion über Sexismus und Frauenfeindlichkeit von diesem Mann", rief sie aufgebracht. "Wenn er wissen will, wie Frauenhass im modernen Australien aussieht, (...) muss er nur in den Spiegel schauen." Abbott war mehrfach mit sexistischen Bemerkungen aufgefallen. Er sagte am Dienstag, die Regierungschefin habe versprochen, Sexismus und Frauenhass immer und überall an den Pranger zu stellen. Daran möge sie sich auch in diesem Fall halten. (APA, 29.1.2013)
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Da "Mann" bei einer Prostata-Untersuchung einen Finger bis zum Anschlag in den Allerwertesten gesteckt bekommt (was bei manchen Männern auch Unbehagen auslösen kann), rät Gillards Mann spaßhalber dazu, diese Abtastung durch eine asiatische Doktorin durchführen zu lassen (weil Asiatinnen i. A. klein sind und kleine Finger haben).
Es ist weder sexistisch noch sonst irgendwie anzüglkich und eigentlich nicht einmal wert, dass darüber berichtet wird, außer in unserer kleinen, kreischenden PC-Welt.
und hat diesen entsetzlichen Schock noch nicht überwunden.
Vielleicht wurde er sogar als Kind missbraucht, hat das verdrängt, und das Trauma kommt wieder hoch;
also: ein bisschen mehr Mitgefühl!
"Fernsehsender schnitten die Bemerkung mit" und haben sie danach veröffentlicht.
Wäre das in Austria mit einem Genossen passiert, würde das natürlich umgehend durch den ORF entsorgt und hätte nie das Licht der Öffentlichkeit erblickt.
Die Julia gibt ja selber zu, dass es sich um einen Witz gehandelt hat, und keinen medizinischen Ratschlag oder eine Feststellung und dass ihr Mann "eingesehen hat, dass der Witz geschmacklos war".
Bloß: das reicht uns nicht Julia. Du hast in der Vergangenheit Sexismus angeprangert, also mach das auch bei Deinem Mann. Und zwar so aufgebracht und kämpferisch wie bei dem Typen aus der Opposition.
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