Betrüger wollte Mieten von 100 Haushalten umleiten

Ein unbekannter Täter fälschte ein Schreiben der Genossenschaft, es fiel aber niemand darauf herein

Ein Mann hat in Oberösterreich versucht, die Mietzahlungen von rund 150 Wohnungsbesitzern auf sein Konto umzuleiten. Er warf in der Nacht auf Montag gefälschte Schreiben der Wohnungsgenossenschaft in die Briefkästen von Mehrparteienhäusern in Vöcklabruck, Gmunden und Pinsdorf (Bezirk Gmunden), wonach es einen Eigentümerwechsel gegeben habe und man das Geld künftig auf ein deutsches Konto einzahlen solle.

Die Masche flog rasch auf, weil sich Mieter gleich am nächsten Tag bei der Genossenschaft erkundigten. Mittlerweile wurden alle Wohnungsbesitzer über den Betrugsversuch informiert.

Tippfehler im gefälschten Brief

Die Polizei warnt davor, auf das Schreiben einzugehen. Charakteristisch ist übrigens ein Tippfehler des Täters: Er bat um Überweisung ab 1. Februar 2012 statt 2013.

Den Täter ausfindig zu machen, dürfte schwierig werden. Eine Kontoöffnung kann laut Pressestelle der Polizei Oberösterreich nur durch Gerichtsbeschluss erfolgen. Dieser liege aber nicht vor, weil kein Schaden entstanden sei. (APA, 29.1.2013)

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5 Postings
Den Täter ausfindig zu machen, dürfte schwierig werden. weil kein Schaden entstanden sei.

Woher weiss man das, vielleicht hatte er schon mit anderen Betrügerein erfolg.
Aber wir wissens ja, das Österreichische Justizsystem :(

Oh Mann

Das war kein Tippfehler des Betrügers sondern unsere österreichische Post.

Und jetzt steht der arme Betrüger als Depp da. Tja so schnell kann es gehen. Das nächste mal eingeschrieben aufgeben!! :-D

Niemand verwendet für Betrug ein eigenes Konto.

Gehört vermutlich einem als „Finanzagent” angeheuerten Depperl. Der kriegt ohnehin Zores mit seiner Bank.
Auch versuchter Betrug ist eine Straftat.

Da sieht man es wieder

Datenschutz gegenüber Behörden ist Verbrecherschutz.

"weil kein Schaden entstanden sei"

Dann soll halt ein Mieter 10 Euro überweisen und es gibt einen Schaden.

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