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Spiekermann über die Brüssler Privacy Declaration.
Gerade ist in Brüssel die weltweit wichtigste Konferenz zum Thema elektronische Privatsphäre vorbei gegangen, CPDP (Computers, Privacy and Data Protection). Wissenschaftler und Verbraucherschützer, Behörden und Unternehmen aus der ganzen Welt tauschten sich darüber aus, wie es um den Datenschutz in Europa und weltweit bestellt ist.
Gesprächsthema Nummer 1 war die Tausendschaft an Lobbyisten (insbesondere aus den USA finanziert), die derzeit mit Hochdruck daran arbeitet, dass die neue europäische Datenschutzverordnung, die von der europäischen Kommission vorgelegt worden ist, verwässert wird. Das Lobbyziel ist, den heutigen europäischen Datenschutz abzuschwächen, um derzeitig fragwürdige Geschäftsmodelle rückwirkend zu legitimieren, die auf der Nutzung von persönlichen Daten aufbauen. Aus Empörung über diese Praktiken wurde im Rahmen der Konferenz von Teilnehmern die 'Brussels Privacy Declaration' verfasst und veröffentlicht. Nun sollen in ganz Europa tausende von Unterschriften gesammelt werden, um dem Bürgerschutz eine Stimme zu verleihen. Ich erlaube mir, die Declaration hier in Deutsch zugänglich zu machen.
Der Erhalt der Privatsphäre ist ein fundamentales Menschenrecht, was heute weitläufig ignoriert wird.
Wir sind darüber empört.
Wir sind empört,
Vor diesem Hintergrund rufen wir die Mitglieder des Europaparlaments und und die Regierungen der europäischen Mitgliedsstaaten an, unser Recht auf Privatsphäre zu stärken.
Wir erwarten, dass die neue europäische Verordnung zum Datenschutz folgende Rechte garantieren wird:
Wenn Sie diese Erklärung unterschreiben wollen, dann senden Sie bitte eine E-Mail an sign@brusselsdeclaration.net mit ihrem Namen, Land und Beruf. Danke! (Sarah Spiekermann, derStandard.at, 29.1.2013)
Sarah Spiekermann ist Professorin an der Wirtschaftsuniversität Wien, wo sie dem Institut für BWL und Wirtschaftsinformatik vorsteht. Seit mehr als zehn Jahren lehrt und forscht sie zu sozialen Fragen der Internetökonomie und Technikgestaltung.
Eigentumsähnliche Rechte an persönlichen Daten für Werbezwecke
Gestern habe ich mich von Facebook abgemeldet. Was für ein super Gefühl! Genau so, wie Hape Kerkeling es in seinem Buchtitel ausdrückt: "Ich bin dann mal weg".
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Irgendwie bin ich mir nicht ganz sicher, was die CPDC mit der Brussles Privacy Declaration zu tun hat. Hab vergebens versucht auf der CPDC homepage auch nur irgendeine Information über die Brussels Privacy Declaration zu finden und auch bei der BPD homepage taucht die CPDC nicht auf...
Hier auf jeden Fall der direkte Link zur Declaration:
http://brusselsdeclaration.net/
"The declaration is no longer open to new signatories. If you are interested in the reform of the European privacy rules, please visit the European Campaign Portal for the Data Protection Reform. http://www.privacycampaign.eu/"
hat vielleicht jemand vor dem signen den Link zur CPDP aufgerufen?
Da springen einem schon auf der Startseite die Sponsoren an, ua Facebook, Google und Microsoft als 'Platinum-Sponsors'.
Also die drei schlimmsten Datenschleudern der Welt, die mit Verarbeitung und Verkauf von Nutzerdaten nicht unerhebliche Geldsummen einnehmen, finanzieren freiwillig eine Zusammenkunft die versucht das eigene Geschäftsmodell einzubremsen?? Ich verstehe...
Diese Farce wird von mir sicher NICHT gesigned.
in der zeit, wo noch nicht daten von allem und jedem durchs netz geschwirrt sind, so vor ca. 20 jahren, da wurden auch kaum dienstleistungen angeboten.
man konnte damals ja nichtmal eine wurstsemmel so ohne weiteres kriegen.
Nur die über 50 Firmen dürfen sich bei mir mit Adblock & Ghostery herumschlagen.
Wesentlich wichtiger wäre mir ein Addon namens VDS-Block.
Und ein zweites namens USA-Block.
Betreffend Firmenbeurteilung ist übrigens Ghostery ein guter Ansatz, man lese es so: Je mehr Tracking-Cookies desto geringer die Vertrauenswürdigkeit.
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Wie geht das überhaupt, dass diese Menschen darauf Einfluss nehmen? Bzw. was wäre denn die Entscheidungsgrundlage, wenn es dieses Lobby-Pack nicht gäbe?
Es fällt mir so schwer zu glauben (auch wenn es die Realität sein mag) dass da keine "sachliche" Entscheidung gefällt werden kann, bzw. sich alle Verantwortlichen zuplappern lassen.
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