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Wir haben die Länderergebnisse auf einer interaktiven Weltkarte visualisiert.
vergrößern 600x627KATEGORIE A – Sehr niedriges Risiko (2 STAATEN): Australien, Deutschland
KATEGORIE B – Niedriges Risiko (7 STAATEN): Grossbritannien, Norwegen, Österreich, Südkorea, Schweden, Taiwan, USA
KATEGORIE C – Moderates Risiko (16 STAATEN): Argentinien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Frankreich, Griechenland, Italien, Japan, Kolumbien, Kroatien, Lettland, Polen, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn
KATEGORIE D+ - Hohes Risiko (15 STAATEN): Bosnien und Herzegovina, Indien, Israel, Kenia, Kuwait, Libanon, Mexiko, Nepal, Serbien, Singapur, Suedafrika, Thailand, Ukraine, VAE, Zypern
KATEGORIE D- - Hohes Risiko (15 STAATEN) Äthiopien, Bangladesch, China, Georgien, Ghana, Jordanien, Kasachstan, Malaysia, Pakistan, PalÄstinensiche Autonomiegebiete, Ruanda, Russland, Tansania, Turkei, Weißrussland
KATEGORIE E – Sehr hohes Risiko (18 STAATEN): Afghanistan, Bahrain, Elfenbeinküste, Indonesien, Iran, Irak, Katar, Marokko, Nigeria, Oman, Philippinen, Saudi Arabien, Simbabwe, Sri Lanka, Tunesien, Uganda, Usbekistan, Venezuela
KATEGORIE F – Kritisches Risiko (9 STAATEN): Ägypten, Algerien, Angola, Eritrea, Jemen, Kamerun, DR Kongo, Libyen, Syrien
London/Wien - 70 Prozent der Staaten öffnen Tür und Tor für Verschwendung und Sicherheitsrisiken durch mangelhafte Korruptionsmechanismen und fehlende Transparenz im Verteidigungssektor. Das ist das Ergebnis eines neuen Index, den Transparency International am Dienstag erstmals veröffentlichte. Unter den Staaten mit schwacher Kontrolle befinden sich zwei Drittel der größten Waffenimporteure und die Hälfte der größten Waffenexporteure der Welt.
Der "Government Defence Anti-Corruption Index" analysiert die Maßnahmen von 82 Staaten, um Korruptionsrisiken zu reduzieren. Diese Staaten waren laut Transparency im Jahr 2011 für 94 Prozent der weltweiten Militärausgaben verantwortlich - insgesamt 1,6 Billionen US-Dollar (1,2 Billionen Euro). Die Einstufung erfolgt auf Grundlage einer Analyse von 77 Indikatoren, die fünf zentrale Risikobereiche umfassen: Politik, Finanzen, Personal, Operationen und Auftragsvergabe.
Deutschland und Australien sind der Studie zufolge die einzigen Staaten, die über starke Anti-Korruptionsmechanismen wie ausgeprägte parlamentarischer Kontrolle der Verteidigungspolitik verfügen. In Staaten wie Ägypten, Algerien, Libyen und Syrien seien dagegen sehr hohe Risiken sichtbar. Der Mangel an grundlegenden Mechanismen wie etwa Rechenschaftskontrollen macht laut Transparency die Einrichtung von Anti-Korruptionssystemen in diesem Sektor nahezu unmöglich.
Staaten in Südamerika und Osteuropa weisen demgegenüber weniger Korruptionsrisiken auf. Österreich liegt zwar an sich in der Spitzengruppe, doch speziell in den Bereichen Operationelle Risiken und Korruptionsrisiken bei der Auftragsvergabe wird das Land dennoch kritisiert.
Transparency International ruft alle Regierungen dazu auf, "diesen traditionell undurchsichtigen Sektor, in dem große öffentliche Aufträge an der Tagesordnung sind, transparenter zu machen". Verteidigungseinrichtungen hätten Bürgern den Zugang zu Informationen über Verteidigungsbudgets und -anschaffungen zu erleichtern, hieß es in einer Aussendung. "Um Korruption zu bekämpfen, haben Gesetzgeber stärkere Kontrollen und Aufsicht, mit entsprechenden Mitteln ausgestattet, über den Sektor auszuüben."
Auf Grundlage von Daten der Weltbank und des Internationalen Stockholmer Friedensforschungsinstituts (SIPRI) schätzt Transparency die weltweiten Kosten von Korruption im sicherheits- und verteidigungspolitischen Sektor auf mindestens 20 Milliarden US-Dollar im Jahr.
Ein relativ gutes Zeugnis bezüglich Korruption im Verteidigungssektor wird Österreich von Transparency International ausgestellt. Österreich wird ein niedriges Risiko bescheinigt, in den Bereichen Operationelle Risiken und Korruptionsrisiken bei der Auftragsvergabe setzt es aber doch Kritik.
Der Ablauf von Beschaffungen werde zwar öffentlich verlautbart, allerdings "nicht auf eine besonders zugängliche Art und Weise", wird moniert. Was Verträge für Gegengeschäfte betrifft, gebe es zwar allgemeine Kontrollmechanismen, "die jedoch nicht spezifisch auf Korruptionsrisiken eingehen". Darüber hinaus fehle es an Transparenz bei der Veröffentlichung von Beschaffungen, einer systematischen Strategie oder einem Plan für die Beschaffung. Auch die Kontrolle von Subunternehmern und Vermittlern sei unzureichend. (APA, 29.1.2013)
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Transparency International hat den Militärsektor jener 82 Länder untersucht, die 2011 für 94 Prozent der weltweiten Militärausgaben verantwortlich waren - Klicken Sie für Länderinformationen in die Weltkarte - Details zur Studie lesen Sie hier
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Zum Beispiel liefert die USA (Kategorie B) oder Deutschland (Kategorie A) Waffen an Israel (Kategorie D+) und Saudi Arabien (Kategorie E). Dadurch ermöglicht die USA/EU doch erst die militärische Korruption im großen Ausmaß.
„Transparency International ist ein Unternehmen, das von großen Korrupten auf die Beine gestellt wurde, das heißt alle großen multinationalen Unternehmen der Welt stecken da mit drin […] – das ist so, als ob man dem Fuchs die Aufsicht über einen Hühnerstall übertragen würde und ihn darum bittet, systematisch die Mäuse zu denunzieren, die die Maiskörner der Hühner knabbern.“
Christian de Brie in der 2003 von ARTE ausgestrahlten Dokumentation Weiße Westen – Schwarze Kassen
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Im Jahr 2011 lag der Anteil von Spenden und Mitgliedsbeiträgen von Unternehmen an den Gesamteinnahmen von TI Deutschland bei 142.465 Euro (36,7 Prozent der Gesamteinnahmen von 387.605 Euro)
http://www.transparency.de/Jahresabs... 085.0.html
der dem Militär nicht zustehen würde. Es gibt keine Putschversuche. Das Militär sitzt nicht im Parlament. Es gibt keine Militärregierung. Und die Militärs reden nichts ständig in die österr. Politik hinein. All das würde Kath. A bedeuten, wenn nicht die Beschaffung von militärischen Gerätschaften wäre.
Offensichtlich hatten wir 2011 höhere Militäreinkaufskosten als Länder wie z.B. die Schweiz, die Niederlande oder sogar Kanada. Was war das bitte? Zählen da die Jahresraten für die EF? Sonst haben wir ja in letzter Zeit fast nichts beschafft.
Österreich hat "ein niedriges Risiko". Das muss sich wohl auf die 10-15% Schmiergeldzahlungen beim Eurofighter beziehen.
Staaten mit "sehr hohem Risiko" müssten dementsprechend mindestens 100% schmieren, also Ankaufsumme mal zwei zahlen.
und wen kann es noch wundern, dass u.a. syrien in der höchsten kategorie zu finden ist? und da die studie wohl auf daten aus 2011 und den jahren davor beruht, ist wohl das gaddafi-libyen gemeint...
Der Journalist hat bei "Sokrates ist ein Mensch. Nicht alle Menschen sind Sokrates" in der Schule gefehlt.
Staaten mit hoher Anfälligkeit für Korruption weisen diese Korruption auch bei Anschaffungen fürs Militär auf.
Und nicht: Staaten mit hohen Rüstungsausgaben weisen automatisch eine höhere Rate an Korruptionsfällen auf.
Die USA ist hier in der gleichen Gruppe wie Österreich. Das liegt dann wohl kaum an den relativen oder absoluten vergleichbaren Zahlen bei den Rüstungsausgaben.
hatte einen aehnlichen gedanken. aber stimmt das?
ich meine, wenn ruestungsgeschaefte per se (und unabhaengig von lokalen gegebenheiten und kultur), besonders anfaellig fuer korruption sind (weil es dabei immer und ueberall um viel geld geht), und weiters in einem land, wie den usa, besonders viele ruestungsgeschaefte getaetigt werden, sollte dann nicht der umstand, dass die usa TROTZDEM relativ wenig korruption in diesem bereich haben, indirekt (und relativ zu oesterreich) fuer die usa sprechen? einfach weil mehr ruestungsgeschaefte (in absoluten zahlen) auch mehr "versuchungen" zur korruption darstellen?!
weiss nicht...
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