"Staatskünstler" in der Burg: ORF sagt Aufzeichnung ab

Küniglberg verneint "heimische Parteipolitik und bewährt unabhängigen Stiftungsrat" als Hintergrund

Wien - Beim Geld hört der Spaß auf: "Die Staatskünstler" sind enttäuscht, wie das Kabarettistentrio auf seiner Homepage schreibt. Grund ist eine ORF-Fernsehübertragung ihres Programms am 22. Februar aus dem Wiener Burgtheater, die zunächst zugesagt, jetzt aber wieder abgeblasen wurde. Der ORF verweist in einer Stellungnahme auf die Budgetsituation, die diese Produktion, die im Budget ursprünglich nicht eingeplant gewesen sei, nicht zulasse.

Mit dem Stiftungsrat und der Refundierung der Gebührenbefreiungen habe das - anders als von den "Staatskünstlern" suggeriert - nichts zu tun. "Aufgrund der Budgetsituation sind in keinem Programmbereich, sei es Film, Doku, Serie oder Unterhaltung, Mittelaufstockungen beziehungsweise Umschichtungen vorhandener Ressourcen möglich, und es stehen außerhalb der strengen Budgetvorgaben keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung. Die Nichtrealisierung möglicher Produktionen ist daher nicht als singuläre Entscheidung anzusehen", hieß es aus dem ORF.

"Merklich vorsätzlich"

Die Kabarettisten hatten auf ihrer Homepage beklagt, dass die "heimische Parteipolitik, verkörpert durch den bewährt unabhängigen Stiftungsrat, den österreichischen Rundfunk aus unklaren Motiven, aber merklich vorsätzlich" finanziell aushungere. "Konkret wird derzeit die Refundierung der Gebührenbefreiungen verweigert. Dummerweise wird der Etat für außerplanmäßige Produktionen ausschließlich daraus gespeist. Und so kommt es, dass der gewaltige Medientanker vom Küniglberg besagte Aufzeichnung aus dem Burgtheater nicht dahebt", so die "Staatskünstler" alias Florian Scheuba, Thomas Maurer und Robert Palfrader.

Der Stiftungsrat hatte der ORF-Geschäftsführung bei seiner jüngsten Sitzung im Dezember den Auftrag gegeben, einen detaillierten Maßnahmenplan zu erarbeiten für den Fall, dass die Gebührenrefundierung im nächsten Jahr nicht verlängert wird. Dieser "Plan B" soll in der kommenden Sitzung am Donnerstag dargelegt werden, so der Auftrag. Eine Sparmaßnahme dürfte sein, dass unterjährige Projekte, die im Budget nicht dezidiert vorgesehen sind, nicht realisiert werden. Die "Staatskünstler"-Aufzeichnung ist ein solches Projekt. (APA, 28.1.2013)

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Crowdfunding und notfalls auf den ORF pfeifen!

gute Lösung

Denn auf Bestellung das eigene Programm vom ORF aufzeichnen zu lassen ist halt nicht selbstverständlich. ..

Zum Glück noch...

...Karten bekommen - der ORF sollte sich was schämen - auch wenn ich mit den Meinungen der Staatskünstler nicht immer d´accord gehe, aber Scheuba und Co können was, was viele nicht können.

ORF...

lauser des tages!

die politischen verschwörungstheorien sind naheliegend, und unter anderen umständen wären sie wahrscheinlich sogar richtig.

die wahrheit ist viel banaler: die da oben haben einfach kein geld mehr. die absurd hohen personalkosten, die kakanische verwaltung, die weissen elefanten usw. saugen und laugen den orf derart aus, dass links und rechts kein bewegungsspielraum mehr ist.

dazu kommt, dass sie quoten der staatskünstler eher mau waren; die motivation daher für aussertourliche bemühungen, doch irgendwo geld für die burg-übetragung rauszuleiern, eher schaumgebremst ist.

beim orf hilft im grunde nur noch eines: zusperren und neu gründen. ohne werbung, per hh-abgabe finanziert, mit klarem ö-r programmauftrag. aber das wird's halt nicht spielen, zumindest nicht in diesem leben.

JA so ists und so wirds gewesen sein

Die Rückkehr der Wanderhure

Das kommt davon, weil der Nicholas den verlängerten Arm des LH (Richard G.) zuletzt so treffend dargestellt hat.

Kennen wir diese Vorgangsweise

nicht schon von "die 4 da"? dieses land, die politiker dieses Landes, sind für satire geistig zu eingeschränkt, um das wort "beschränkt" zu vermeiden.

praktisch....einige der wenigen lustigen Sendungen verbieten...Danke liebe Politiker...

Absehbar...

Nicht umsonst ist der Stiftungsrat politisch besetzt.

Natürlich politisch

Wem wäre ein Experte, der selbstverständlich wertfrei agiert, verantwortlich? Da hab ich lieber Entsendung durch gewählte Organe.

was, Sitzungsgeld kriegen die auch ?

Kein Geld das ich nicht lache,...

schaut euch die Gehälter dieser Leute doch an , sie sollen uns Sagen was eine Sport Übertragung im Weltcup kostet - die haben Geld genung wollen uns Zwangzahler nur erpressen - wenn ihr nicht brav zahlt dann gibts nichts- weg mit diesen Staatssender der Parteidirektoren, wir das Publikum wollen das nicht Volksbefragung zur Abschaffung der Zwangsgebühr -Demokratie heisst freie Entscheidungen treffen und die Wahl haben zwischen mehreren Möglichkeiten und ich will mit meinen Geld bezahlen was ich will BASTA

Ist schon klar, dass hier gespart werden muss!

Sonst geht sich ja die neue Dancing Stars Staffel am Ende nicht mehr aus...

schließlich dauert die heuer 2 folgen mehr, wer soll die denn bezahlen? eben.

no, wer kommt da wohl als erstes in Frage ?

drei Vorschläge:
a) die Laura spinnt noch immer wegen der Kottal-Parodien
b) Onkel Erwin hat den Grasl ang'rufen
c) der Herr Staatssekretär O. hat "natürlich ohne den Werner zu fragen" den Alex ang'rufen

Der Papst (LD Bgld.) ist der Schwager vom O. - der hat den Alex angrufen!

ah so ist das g'wesen . . .

schau, schau

ich nenne dieses vorgehen

wennicht "diktat der angeblich klammen kassen"

sondern:

"zensur"

die show ist doch leicht finanziert: ein bissi mehr product-placement bei schiübertragungen
ein biss gehaltsverzicht bei den losern in der vorstandsetage

geht nicht??? also doch zensur...

PFUI!!!

Küniglberg verneint "heimische Parteipolitik und bewährt unabhängigen Stiftungsrat" als Hintergrund

wieso verstehe ich diesen satz bloß nicht?

....am 30. und ff ist "stiftungsratsklausur" und da müssen wir politisch korrekt sein - vorauseilender Gehorsam, ist das!

Sie verstehen ihn eh, aber halt nicht ganz richtig

;-)

ich find ihn

grammatikalisch verkorkst ... anscheinend nur ich.

ich hab's mehr inhaltlich g'meint . . .

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