Sozialbranche als Sozialfall

  • Pflege als Job ist Schwerstarbeit. Die Entlohnung hält da bei weitem nicht mit.
    foto: apa/gindl

    Pflege als Job ist Schwerstarbeit. Die Entlohnung hält da bei weitem nicht mit.

Die Sozialpartner ringen um die Gehälter in Sozialberufen. Viele kommen finanziell kaum über die Runden

Wien - Ihr größter Feind sei die Uhr, sagt Anna. Die Zeiten, in denen sie einem Klienten eine Stunde widmen durfte, um ihn zu waschen, zu pflegen, anzuziehen und mit Essen zu versorgen, seien vorbei. Sechs Kunden betreut die mobile Heimhelferin vormittags, drei abends. Sie sind durch Knochenbrüche ans Bett gefesselt, leiden an Alzheimer und schwerer Alkoholkrankheit.

"Um die Arbeit gut zu machen, muss ich sie gern machen. Und es muss bei einem selbst daheim alles passen." Ansonsten stehe man so viel Leid auf Dauer nicht durch. Der Kampf der Sozialbranche um angemessene Löhne mache sie traurig, sagt sie. Gute Betreuung der Älteren und Kranken habe auch mit fairer Bezahlung zu tun. Derzeit kämen viele ihrer Kolleginnen finanziell aber kaum über die Runden.

Immer mehr Pfleger seien auch psychisch überfordert, teils mit hoher Aggressivität konfrontiert, auf die sie zu wenig vorbereitet würden, erzählt eine steirische Betreuerin. In Alten- und Pflegeheimen fehle es zum Teil massiv an Personal. So lasse selbst ein Krankenstandstag die Dienstpläne schnell einmal zusammenbrechen.

Unbezahlte Überstunden

Unbezahlte Überstunden seien Alltag. Der Sparzwang gipfle mitunter sogar darin, dass festgelegte Kontingente an Windeln nicht überschritten werden dürften.

120.000 Arbeitnehmer in Österreich aus dem privaten Sozial- und Gesundheitsbereich warten auf einen neuen Kollektivvertrag. Anders als bei den Metallern oder im Handel spielt sich das Ringen darum meist außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung ab. Zu zersplittert sind die Arbeitsfelder. Zu leicht lassen sich Mitarbeiter, die sich älteren, kranken oder behinderten Menschen auch moralisch verpflichtet fühlen, ausbeuten.

Bei weniger als 2,4 Prozent liegt der Lohnzuwachs, den die Arbeitgeber bieten. Was aus Sicht der Gewerkschaft, die zumindest einen Dreier vor dem Komma will, die Kaufkraft reduziert. Sie ruft kommenden Mittwoch quer durch Österreich zu Demonstrationen auf.

"Schizophrenie"

Er verstehe ihre Anliegen, sagt Wolfgang Gruber, Chefverhandler der Arbeitgeber, doch die Sozialbranche sei in einer Zwangslage. Bund, Länder und AMS diktierten ihr als einzige Kunden und Geldgeber den Preis. So habe etwa der Fonds Soziales Wien vor den Verhandlungen klar gemacht, dass maximal um ein Prozent höhere Löhne drinnen seien. Die Mehrkosten wie in anderen Sparten auf Private überzuwälzen, sei unmöglich. Bis 2020 seien in Österreich allein in der Pflege 17.000 zusätzliche Mitarbeiter nötig. Gruber ortet in der öffentlichen Hand Schizophrenie - gehe es um Förderungen habe sie "null Verständnis".

Michaela Guglberger von der Gewerkschaft Vida lässt Gruber den Ball nicht weiterspielen. "Zahlen die Kunden nicht das, was es kostet, kann man es eben nicht anbieten." Non-Profit-Betriebe müssten ihr Anliegen stärker gemeinsam nach außen tragen. Es fließe zwar mehr öffentliches Geld in neue soziale Projekte und Dienste - für die Arbeitnehmer bleibe im Zuge der Expansion in die Breite aber nichts übrig, sagt der Chefverhandler der Arbeitnehmer, Klaus Zenz.

Überwiegend Frauen

80 Prozent der Beschäftigten in Sozialberufen sind Frauen. 70 Prozent arbeiten Teilzeit, und das oft unfreiwillig: 90 Prozent der offenen Stellen seien Teilzeitjobs. Denn für die Betriebe sei es einfacher, Arbeit auf mehrere Köpfe zu verteilen. Auch Verpflichtungen von zehn, 15 Stunden seien an der Tagesordnung, Mitspracherecht bei den Dienstplänen gebe es wenig, ergänzt Gewerkschafter Reinhard Bödenauer und erzählt von Fällen, in denen Mitarbeiterinnen um sechs Uhr früh erfuhren, ob sie zum Dienst antreten sollen oder nicht.

Eine Heimhilfe im ersten Jahr verdient für 30 Stunden 1265 Euro brutto. Viele Teilzeitkräfte müssten mit 800, 900 Euro brutto das Auslangen finden, sagt Zenz. Unregelmäßige Arbeitszeiten lassen selten weitere Jobs zu. (Verena Kainrath, DER STANDARD, 29.1.2013)

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Die dürfen diesen Job gar nicht machen

die ganze Pflegehirarchie ist mit notwendigen Prüfungen abgesichert, die das ganze für den Normalsterblichen als Paket jetzt schon unerschwinglich machen.

Nein so nicht!

im moment als heute werden in allen medien zugleich kindesmissbrauch und nazitaten verharmlost:
- orf opferhotline (100 selbstmorde bedingt)
- va presse (mind 100 tote bedingt)
- iran embargo tote durch gehirnwaesche der opfer durch den westen
- migrationsprobleme offene wiederbetaetigung im orf
- diskussion von arbeit als unversichert und reingewaschen durch nazigesetzgeber
- bombentraegerdrohnen fuer waffen als ueberwachung (fotos von oben)

uva...

dazu sage ich NEIN!

Was ist los?

2:56 ist offenbar keine gute Zeit, um Postings zu schreiben!

Wertigkeiten ändern

solange wir alles bewundernswert finden, das glitzert und glänzt, werden wir die Menschen, die sich mit den nicht glamorösen Seiten des Lebens beschäftigen nicht wertschätzen und eben schlecht bezahlen. Sehr kurzsichtig, denn früher oder später werden wir alle dort landen und auf freundliche und gute Pflege hoffen

Korr.: Laut ZIB 24 eine 3/4 Stunde.

Traurige Angelegenheit

Sozialberuf, die Arbeit von Menschen mit höchster Verantwortung so zu unterschätzen; und nicht nur Unterbezahlung, sondern sie selbst an bester Pflege-Qualität zu hindern. Ich möchte die halbe Stunde pro Person gar nicht erst lange kommentieren: das überfordet sowohl den Pflegenden als auch den Patienten.

Esgibt schon einige Witzbolde in der Wirtschaft (bzw. im Wirtschaftsjournalismus).

Mehr leisten! Ruft es allerorten. Weniger Staat! Doch wie soll sich das bloß alles ausgehen (plus Familie, Sozialleben, Gesundheitsvorsorge)?
(Und wie zahlt man als Mitglied des Working Prekariats denn die Miete ohne Wohn- oder Mietzinsbeihilfen? Der Gemeindebau ist nicht für
alle da.

+ Unregelmäßige Arbeitszeiten/Schichtdienste/Wechseldienste
+ Zeitarbeit
+ Immer längere Öffnungszeiten im Handel
+ Teilzeitjobs
+ Wenn-wir-Sie-heute-brauchen, rufen-wir-Sie-an (da muß man alles liegen und stehen lassen und hackeln gehen, Sie verstehen, die Kundenströme kommen so unregelmäßig) - auch finanziell total prekär übrigens,
+ 42,5h/Woche Vollzeit statt 38,5h,

und zu allem Überfluß jetzt noch

der Mitterlehner, der 10h pro Tag verlangt statt 8h.

Wie schaut es dann aus mit Zusatzjob, Herr Ortner? (Den man erst mal finden muß - und übrigens könnte es sich für Geringverdiener bald überhaupt nicht mehr auszahlen, siehe ORF). Herr Schellhorn?
Herr Mitterlehner? Geschätzte IV?

Bitte!

(Nach zehn Stunden täglich ist man erledigt).

und über zivildiener wird noch weiter lohndumping betrieben

entweder die gesellschaft will die pflegedienste, dann soll sie diese aufreibende arbeit ordentlich entlohnen, oder selber pflegen

ich sehe das eigentlich umgekehrt:

da Personal in der Pflege knapp ist kommt Lohndumping gar nicht in Frage;
mit Zivildienern lassen sich die knappen Ressourcen ein wenig strecken, wodurch etwas höhere Löhne möglich sind

Personal in der Pflege ist nicht knapp! Es wird künstlich knapp gehalten um Kosten zu reduzieren. Warum glauben sie wohl ist dem KAV letztes jahr die Idee gekommen 20% personal abzubauen, was sie zum glück nicht durchsetzen konnten.

wenn Personal nicht knapp wäre müsste es zahlreiche arbeitslose Pfelgehelfer und Diplomierte geben, die unbedingt in ihrem erlernten Beruf arbeiten wollen - gibt es die wirklich?

Ja die gibt es! Die Gemeinde Wien hat zum Beispiel einn totalen Anstellungsstopp um die letztes Jahr nicht durchgedrückte Personalreduzierung zu Kompensieren. Und das war nur ein Beispiel.

und viele pflegen die alten zuhause

auch jugendliche die dafür nicht im geringsten geeignet sind.

Mein Mutter (47) arbeitet als Altenpflegerin. Sie macht die Arbeit gerne nur darf man sie blos nicht auf die Bezahlung ansprichen...Denn dann gehts rund!

als schelm könnte man jetzt ja fragen, wieso "kommunikationscoaching" und "strategieberatung" so unglaublich viel mehr wert sind als Pflege und Sozial Arbeit?

Lösung heisst: Solidarität+Streik

ah geh - zivis düfen gesetzlich nicht streiken und alle anderen verdienen eh ein vielfaches
das es keine Solidarität gibt haben wir bei der Volksabstimmung gesehen.
Vielleicht müssen wir den Zivildienst noch auf alle (untaugliche und Frauen) ausdehnen, damit sich das arme Österreich die Alten und Krankenpflege leisten kann - solange wir die "unentbehrlichen" die es "sich richten können" (Politiker wie Schüssel und co) verschonen, wird sich sicher eine Mehrheit finden

verdienen ein Vielfaches ?

Aie haben Recht.
Aber ein Vielfaches von nichts ist immer noch nicht viel.
Auf jeden Fall zuwenig.

Unsinn, ' verdienen eh ein Vielfaches'. Bitte lesen orntli.

Für euch Dummerchens muss man wohl alles mit "ironie" und "/ironie" kennzeichnen.

Ironie kann man in Schriftlicher Form nur schwer erkenne. Also ja eine Kennzeichnung wäre ganz sinnvoll
/Ironie off

Jungchen du tust ja grade so als ob der Großteil der Pflegerischen Arbeit von Zivis erledigt werden muss und das ist Unsinn. Auch ich bin gegen den Zivildienst und die Wehrpflicht, allein wegen der Lohn Konkurrenz die so verursacht wird, aber zu behaupten alle anderen in der Pflege verdienen ein vielfaches ist Unsinn. Der Zivildienst geht irgendwann zu Ende und du kannst was anderes Arbeiten. Wer aber fest in der Pflege angestellt ist ist in diesem System Gefangen.

Also mir war das schon bei der Abstimmung klar.
wenn der Zivildienst für den einen zu ende geht, dann kommt der nächste und wir haben dafür gesorgt, dass es immer so weiter geht
"weil wir uns das sonst nicht leisten können" war ein beliebtes Argument in meinem Freundes und Familienkreis für die Wehrpflicht/Zivildienst - wenn ich die dann auf das Lohndumping angesprochen habe, kam nur ein ein Kopfschütteln und ein "aber wer soll das bezahlen?"

Dann beschwer dich bei deinem Bekanntenkreis und nicht bei deinen "Kollegen" in der Pflege. Die können nämlich in der Regel gar nichts dafür. Im Gegenteil viele Einrichtungen machten ihren Mitarbeitern Angst und setzten sie unter Druck nach dem Motto: "Wenn die Zivis wegfallen müsst ihr noch mehr Arbeiten als bisher und es wird Teurer daher bekommt ihr noch weniger Lohn."
Das war ja auch das Leitmotiv für viele bei dieser Volksbefragung und wurde so auch von der ÖVP vermittelt. Mit Angst gewinnt man Wahlen.

Ich habe keine "Kollegen" in der Pflege.
Aber die sogenannten Argumente dass man für "ja" gestimmt hat werden schon kurz nach der Wahl immer absurder.
Erinnert ein bisschen an die Volksabstimmung 1938.

Da ist trotzdem nicht die Pflege schuld. Also hör bitte mit deiner Unqualifizierten Rumflegelei gegen MEINE Kollegen auf. Und wenn du als Zivi nicht gezwungen bist oder warst in der Pflege zu Arbeiten verstehe ich nicht wirklich was du zu Meckern hast. Geh in die ÖVP Zentrale und mach denen die Hölle heiß aber sprich einer in 12 Stunden Schichten bis zu 70 Stunden die Woche Arbeitenden Person nicht das Recht ab einen vernünftigen Lohn zu Verlangen. Werd Erwachsen!

sie haben das Textverständnis eines Volksschülers mit Migrationshintergrund.

Da macht jemand eine bissig ironische Bemerkung, und sie merkens nicht und hauen post um post drauf ein. Applaus ;)

Wenn es Ironie war ist es eine mir Unbekannte Form. Und dann sollte man es in einem schriftlichen Forum auch kenntlich machen denn die feinen Modulationen der Stimme die in der Regel Ironie zu erkennen geben fallen hier nun mal weg.

solidarnoz

ist immer supa, aber wer trägt die Verantworung für ev. Tote beim Streik?

Der Pflege ist es per Gesetz Verboten zu Streiken! Die Grundversorgung MUSS gewährleistet sein.
Das Perverse ist dass in vielen Gesundheitseinrichtungen eh nur die Grundversorgung geleistet werden kann.

Interessant, also:streiken fürs Streikrecht.

Und wenn das nichts hilft: Mr. Kalaschnikow um Rat fragen.

und darüber red ma nach eine volksbefragung die etwas ändern hätte können?

http://fc00.deviantart.net/fs70/f/20... 3cy054.png

es gibt ja viele, die die leistung eines menschen in geld bemessen.

das kann aber nichts anderes bedeuten: die arbeit/leistung dieser menschen ist nichts wert.

womit wir beim kernproblem der kapitalistisch-marktwirtschaftlichen ordnung sind:
der markt bestimmt den preis.

und der markt ist ein schlimmerer gangster als al capone!

das hat damit wenig zu tun, glaube ich

sondern damit, dass wir in klein- und -kleinstfamilien leben. da ist kein platz mehr für die alten.

das ist Marktwirtschaft, das war schon immer so - arbeit die auch Sklaven machen können/dürfen ist sehr schlecht bezahlt
Über die Sklaverei wurde erst abgestimmt, die ist für zumindest die nächsten 15 Jahre unantastbar - ihr beschwert euch zu spät

Eine absolute frechheit!

Da gibt es hohe hürden bei der ausbildung.
Da arbeiten menschen auf hohem niveau unter enormen physischem und psychischen druck.
Und dann bekommen die einen hungerlohn, mit dem man sich in vielen städten das leben gar nicht leisten kann.
Zum lohndumping werden noch die zivildienstsklaven mißbraucht.
Eine absolute frechheit.

anders gedacht wird ein schuh draus

da ist die alte demente oma, die ein haus und ein nett gefülltes sparbuch zu vererben hat. warum wird das nicht aufgebraucht für die pflege? eben. deshalb nicht, weil ja die enkerln was erben sollen und wollen. wer sollte aber in erster linie die langwierige pflege bezahlen, wenn nicht der pflegling selbst? die gemeinschaft? wieso?

Bitte informiert dich, bevor du so einen Blödsinn postest!

wo ist der blödsinn?

die oma hat ein haus und 100k auf dém sparbuch. das darf aber nicht in frage gestellt werden, weil das ist ja für ihren lieblingsenklel. warum bezahlt sie nicht daraus die pflege? ich würde (und werde es so machen)' ich sehe nämlich keine pflicht meinen kindérn etwas zu vererben...

Das IST ein Schwachsinn.
Weil: wenn die Oma das Haus nicht schon mindestens 5 ! Jahre VOR dem Heimaufenthalt (z.B) der Tochter/Sohn vererbt hat, greift die Bank sehr wohl danach. Das Häuschen ist schneller weg, als einem lieb ist.
Und wer denkt schon rechtzeitig vorher darüber nach, zu welchem Zeitpunkt es der richtige ist, etwas zu vererben? "Mir geht es gut, warum soll ich JETZT schon das Haus meinen Kindern überschreiben?" Wenn ich morgen einen Unfall habe, ein Pflegefall werde,....dann wird es mit der Bezahlung haarig.

Für was haben wir eigentlich Zivildiener?

/sarcasm off

tjo - dann wäre

es noch schlimmer...

tja, liebe ältere mitbürger.

der tag ist offenbar nicht fern, wo ihr am eigenen leib erfahren werdet, dass es NICHT die zivildiener sind, die das soziale netz aufrechterhalten.

aber leider wolltet ihr ja kein freiwilliges, kollektivvertraglich bezahltes sozialjahr.
dieses hätte eine spätere reguläre arbeit im sozialbereich wahrscheinlicher gemacht als bei zivildienern (wieviel prozent der zivildiener bleiben denn dabei??). es hätte durch lohndruck von unten zu einer erhöhung von löhnen und motivation und zeit eurer pfleger geführt.

aber ihr habt euch ja für ein 'modell' entschieden, das lt medien jeden tag um zig millionen teurer wird.

tja liebe ältere mitbürger.
geld habt ihr ausgegeben.
aber leistung bekommt ihr keine.
so ist das oft bei fehlentscheidungen.

Re: 1116er

Mein Gott, wie oft wird die Leier noch wiederholt.
Wie hoch lag die Wahlbeteiligung in den betreffenden Gruppen?, möglicherweise bei den älteren höher, als bei den jüngeren.
Wenn dem so war, dann SSKM.
Wie lag die Wahlbeteiligung im Bereich zwischen Alt und Jung, so etwas soll es auch geben (zw. 30-59 tummeln sich ca. 3,4 Mio Menschen lt. Statistik Austria)
(Bevölkerung 01.01.2012 nach Politischen Bezirken, Alter-insgesamt Statistik Austria)
Wenn es Sie tröstet, ich habe auch als älterer für das Berufsheer gestimmt, wenn auch aus anderen Gründen.
Wir drücken uns bis dato erfolgreich um die echten Kosten im Gesundheits/Sozialwesen, die Zivildiener gehören auch dazu.
Und noch was, meine Frau war >40 Jahre im Gesundheitswesen.
Albatros98

im Vergleich zu anderen Branchen?

Eine Heimhelferin verdient Vollzeit ca. 1.600 Euro brutto für einen zwar wichtigen und schwierigen Job, aber für einen Job, dessen Ausbildung gerade einmal ca. 3,5 Monate dauert.
Vergleicht man das etwa mit dem Handels- oder Gastro-KV glaube ich nicht, dass das in der Relation so ausserordentlich einzigartig schlecht ist, wie es immer hingestellt wird ...
Dass viel Teilzeit gearbeitet wird hat auch mit den Kundenbedürfnissen zu tun (v.a. morgens) und viele Teilzeitbeschäftigte können eben leichter bei allen Kunden in den gewünschten Stoßzeiten gleichzeitig sein, als wenige in Vollzeit.

was 1600€ verdienen die - kann sich das unser armes Land überhaut leisen ... wir müssen noch eine Volksabstimmung machen und den Zivildienst auf Frauen ausdehnen

1600 brutto..

1600 BRUTTO !!! sagen sie mal, in welcher Welt ist das für sie ein normales Gehalt von dem man leben kann? Wenn man die durchs Arbeiten entstehenden Kosten (zB Kinderbetreuung, Fahrtkosten etc) einrechnet, ist man damit knapp über der Mindestsicherung.. Für einen der härtesten Jobs überhaupt.
Und tuns ned so als wärs in der Gastro so schlimm, sie finden wohl kaum Tote an der Bar die da seit ner Woche liegen. Dafür zahlt niemand diesen Menschen irgendwas.

Heimhilfe

ist jetzt nicht wirklich einer der härtesten Jobs - die Leut sind mehr oder weniger selbständig, es geht um Dinge wie Einkaufen oder Dinge in der Wohnung erledigen - mit Hilfe auch Körperpflege - zumindest kenne ich es so von meiner Mutter die bei der Volkshilfe arbeitet...

Keine Ahnung was sie wieder zu so einem Geschrei verleitet...

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