Sozialbranche als Sozialfall

Verena Kainrath
28. Jänner 2013, 18:48
  • Pflege als Job ist Schwerstarbeit. Die Entlohnung hält da bei weitem nicht mit.
    foto: apa/gindl

    Pflege als Job ist Schwerstarbeit. Die Entlohnung hält da bei weitem nicht mit.

Die Sozialpartner ringen um die Gehälter in Sozialberufen. Viele kommen finanziell kaum über die Runden

Wien - Ihr größter Feind sei die Uhr, sagt Anna. Die Zeiten, in denen sie einem Klienten eine Stunde widmen durfte, um ihn zu waschen, zu pflegen, anzuziehen und mit Essen zu versorgen, seien vorbei. Sechs Kunden betreut die mobile Heimhelferin vormittags, drei abends. Sie sind durch Knochenbrüche ans Bett gefesselt, leiden an Alzheimer und schwerer Alkoholkrankheit.

"Um die Arbeit gut zu machen, muss ich sie gern machen. Und es muss bei einem selbst daheim alles passen." Ansonsten stehe man so viel Leid auf Dauer nicht durch. Der Kampf der Sozialbranche um angemessene Löhne mache sie traurig, sagt sie. Gute Betreuung der Älteren und Kranken habe auch mit fairer Bezahlung zu tun. Derzeit kämen viele ihrer Kolleginnen finanziell aber kaum über die Runden.

Immer mehr Pfleger seien auch psychisch überfordert, teils mit hoher Aggressivität konfrontiert, auf die sie zu wenig vorbereitet würden, erzählt eine steirische Betreuerin. In Alten- und Pflegeheimen fehle es zum Teil massiv an Personal. So lasse selbst ein Krankenstandstag die Dienstpläne schnell einmal zusammenbrechen.

Unbezahlte Überstunden

Unbezahlte Überstunden seien Alltag. Der Sparzwang gipfle mitunter sogar darin, dass festgelegte Kontingente an Windeln nicht überschritten werden dürften.

120.000 Arbeitnehmer in Österreich aus dem privaten Sozial- und Gesundheitsbereich warten auf einen neuen Kollektivvertrag. Anders als bei den Metallern oder im Handel spielt sich das Ringen darum meist außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung ab. Zu zersplittert sind die Arbeitsfelder. Zu leicht lassen sich Mitarbeiter, die sich älteren, kranken oder behinderten Menschen auch moralisch verpflichtet fühlen, ausbeuten.

Bei weniger als 2,4 Prozent liegt der Lohnzuwachs, den die Arbeitgeber bieten. Was aus Sicht der Gewerkschaft, die zumindest einen Dreier vor dem Komma will, die Kaufkraft reduziert. Sie ruft kommenden Mittwoch quer durch Österreich zu Demonstrationen auf.

"Schizophrenie"

Er verstehe ihre Anliegen, sagt Wolfgang Gruber, Chefverhandler der Arbeitgeber, doch die Sozialbranche sei in einer Zwangslage. Bund, Länder und AMS diktierten ihr als einzige Kunden und Geldgeber den Preis. So habe etwa der Fonds Soziales Wien vor den Verhandlungen klar gemacht, dass maximal um ein Prozent höhere Löhne drinnen seien. Die Mehrkosten wie in anderen Sparten auf Private überzuwälzen, sei unmöglich. Bis 2020 seien in Österreich allein in der Pflege 17.000 zusätzliche Mitarbeiter nötig. Gruber ortet in der öffentlichen Hand Schizophrenie - gehe es um Förderungen habe sie "null Verständnis".

Michaela Guglberger von der Gewerkschaft Vida lässt Gruber den Ball nicht weiterspielen. "Zahlen die Kunden nicht das, was es kostet, kann man es eben nicht anbieten." Non-Profit-Betriebe müssten ihr Anliegen stärker gemeinsam nach außen tragen. Es fließe zwar mehr öffentliches Geld in neue soziale Projekte und Dienste - für die Arbeitnehmer bleibe im Zuge der Expansion in die Breite aber nichts übrig, sagt der Chefverhandler der Arbeitnehmer, Klaus Zenz.

Überwiegend Frauen

80 Prozent der Beschäftigten in Sozialberufen sind Frauen. 70 Prozent arbeiten Teilzeit, und das oft unfreiwillig: 90 Prozent der offenen Stellen seien Teilzeitjobs. Denn für die Betriebe sei es einfacher, Arbeit auf mehrere Köpfe zu verteilen. Auch Verpflichtungen von zehn, 15 Stunden seien an der Tagesordnung, Mitspracherecht bei den Dienstplänen gebe es wenig, ergänzt Gewerkschafter Reinhard Bödenauer und erzählt von Fällen, in denen Mitarbeiterinnen um sechs Uhr früh erfuhren, ob sie zum Dienst antreten sollen oder nicht.

Eine Heimhilfe im ersten Jahr verdient für 30 Stunden 1265 Euro brutto. Viele Teilzeitkräfte müssten mit 800, 900 Euro brutto das Auslangen finden, sagt Zenz. Unregelmäßige Arbeitszeiten lassen selten weitere Jobs zu. (Verena Kainrath, DER STANDARD, 29.1.2013)

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Asoziale wie Poster Hautflügler sollten von der Pflege ausgenommen werden

Jeder Handgriff zu viel

Ich würde all jene Politiker ausschließen, die das Problem Pflege durch Zwangsfrondienste lösen wollen.

Spannend

Interessant wie schnell man als Asozialer abgestempelt wird, das noch dazu von einer Akademikerin, die sich offenbar den Sozialberufen verbunden fühlt. Viel Empathie fühle ich da und ebensoviel Diskussionskultur sehe ich.

Jetzt dürfen Sie mir bitte noch verraten, was an meinen Argumenten asozial ist.

- dass ich Differenzierung verlange (es gibt mehr als einen Sozialberuf)?
- den Wunsch danach die Makroperspektive im Blick zu halten und eigene Forderungen in Relationen zu setzen?
- oder die Tatsache, dass ich mich erdreistet habe darauf hinzuweisen, dass manche Sozialberufe gar nicht so schlecht bezahlt werden?

tippe eher auf ein trollposting, nicht so ernst nehmen.

natürlich gibt es sozialberufe, die gut bezahlt sind. vor allem im management, da gibt es traumhafte gagen.
im operativen bereich hängt es vor allem davon ab, wann man begonnen hat - in meinem falle altes gehaltschema aus der grauen vorzeit ;-). insofern ist mein gehalt nicht repräsentativ.

für mich geht es nicht nur um die gehaltdiskussion, sondern damit implizit, was ist soziale arbeit undd amit der mensch wert?

Welcher Sozialberuf wird denn nicht schlecht bezahlt? Sozialminister einmal ausgenommen?

Die Gewerkschaft ruft zu Demonstrationen auf. Das nützt genau nichts! Nützen würde nur ein Streik, und das flächendeckend. Das muss man sich allerdings auch getrauen. Und ob das bei uns funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Daher bleibt’s wahrscheinlich beim (durchaus berechtigten) Weiterjammern.

Vor allem wäre ein Streik in dem Fall

etwas, was hunderttausende Menschen in Österreich echt in eine Zwangslage bringt. Einen Tag lang keine Windel gewechselt bekommen ist sicher nicht lustig.

Da gibt es auch eine humanere Variante: "Dienst nach Vorschrift". Die Dienste am Patienten werden verrichtet, die an der Verwaltung nicht....

krank

Wie krank ist eine Gesellschaft, die Entertainer, Models, Bankern, Sportstars etc. astronomische Summen zahlt und sie in den Himmel hebt aber Menschen, die den wertvollsten Dienst an unserer Gesellschaft leisten, wenig bis gar nichts zahlen möchte ??

Glauben Sie mir, am liebsten würde jeder von uns für etwas gar nichts zahlen, ganz gleich was es ist. Es ist nur die Frage, ob ich es auch bekomme, und da liegt das Problem. Wenn ich einen Spitzensportler für eine Werbekampagne haben möchte, hinter den fünf andere Firmen her sind, dann muss ich die anderen überbieten.
Im Gegensatz dazu, gibt es im staatllich geregelten Bereich keine Konkurrenz, das heisst, die ArbeitnehmerInnen haben keine Alternativen, die eventuell mehr Zahlen würden. Sie können höchstens den Beruf wechseln, wofür die Ausbildung aber meistens nicht vorhanden ist. Wie man sieht, gibt es genügend Leute, die sich das unter den miesen bedingungen trotzdem antun.

Im Pflegebereich wird die Konkurrenz mit unlauteren Mitteln verzerrt: Man versucht mit allen Tricks Unbezahlte zur Verrichtung von Arbeiten zu zwingen oder zu überreden. Auch mit der Gründung sogenannter "karritativen Vereinen" versucht man die Löhne zu drücken. Indem man zum Beispiel andenkt, Asylwerber für diese Dienste einzusetzen.

klar ists mit dem o.a. gehalt schwer "über die runden zu kommen". klar verdient jemand der eine eher kurze fachausbildung (http://www.bit.at/akademie-... AodYysA1w) absolviert nicht das gleiche wie jemand der ein studium absolviert hat.

da gehts nicht nur um heimhelfer. da gehts auch um diplomiertes fachpersonal, die verdienen leider auch nicht gerade viel.

1200-1300 netto sollte trotzdem schon jeder rausbekommen...mindestens!

wenn man die fh für sozialarbeit absolviert hat, verdient man auch nicht viel mehr.

kommt in diesem falle aber ganz daraufan bei welchem träger man angestellt ist und ob dieser bags bezahlt oder nicht...es gibt löbliche ausnahmen - aber leider nicht viele...

es sind wohl die gesunden (kurzsichtigen) oder jene, die reich genug sind, um sich private pflegerInnen leisten können, die hier kein verständnis für diese wertvolle berufsgruppe aufbringen

anders kann ich es mir nicht vorstellen, dass man eine zu tiefst gerechte forderung nach besserer bezahlung und mehr wertschätzung nicht mittragen kann.

Bitte schön - hier ein Beispiel dafür, dass nicht ausreichend differenziert wird.

http://derstandard.at/anzeiger/... ?ID=164778

mindestens brutto 1.829,86 Euro/Monat für 32 Wochenstunden.

Ist das jetzt beispielsweise wirklich eine so furchtbar miese Bezahlung?

Gehen Sie davon aus, dass nur "Frischgefangene" von der Uni/FH das machen?

Oder wollen Sie, - rein hyopthetischer Fall - wenn Sie evtl 40 sind mit längerer Berufserfahrung, eine gute Ausbildung gemacht haben, zwei Kinder, eine Frau in Karenz und evtl. eine Hypothek zum Abzahlen mit dem Gehalt auskommen müssen?? Und zwar dauerhaft??

Uniabgänger aus anderen Bereichen (BWL...) finden 2.500 EUR Einstiegsgehalt ganz schnell viiiel zu wenig, aber im Sozialen ist es "eh gut"??

das ist mit nacht-, feiertags- und wochenendarbeit verbunden, deswegen die scheinbar gute bezahlung.

Beispiel

Vielleicht hab ich was mißverstanden, aber bei dem Jobangebot geht es um Streetworker mit hochfund. Ausbildung. In dem Artikel geht es um Pflegekräfte die auch körperliche Schwerstarbeit leisten, als z.b. auch mit Priv.auto fahren! Von den regelm. unbez. Üst. gar nicht zu reden!
Ich finde es sehr traurig, daß für diese Tätigkeit so wenig Anerkennung vorhanden ist, denn schließlich werden wir alle einmal alt. Und Geld ist immer ein noch ein Anreiz um einen Job nachzugehen.

Habe sie die Zeile mit der Qualifikation eigentlich gelesen?

Ja ich habe die Zeile mit der Qualifikation gelesen.

Verstanden auch?

Na dann! Ich wollte nur sicher gehen! Wissen sie ich bin nämlich einer von denen. Ich arbeite seit 12 Jahren in diesem Bereich, und ja sie haben recht auch andere Berufe sind hart und zehrend. Es ist jedoch sehr frustrierend jedes Jahr (und das ist keine Übertreibung)weniger Geld für mehr Leistung angeboten zu bekommen. Dieses Jahr waren es 1,8%. Ein kleiner Satz noch zum Schluss, der sie vielleicht ein wenig zum nachdenken bringt. Man kann eine Gesellschaft durchaus daran bewerten wie sie mit ihren Minderheiten umgeht....und da mache ich mir zuletzt ernsthafte Sorgen!

Sie wissen aber schon,

das diese stellenanzeige so gar nichts mit dem artikel zu tun hat!

Was hat bitte eine Stellenausschreibung für eine Sozialarbeiterin, die mit Kindern und Jugendlichen arbeitet mit Pflegediensten mit alten Leuten zu tun?

Nicht nur dass die Klientel eine grundsätzlich verschiedene ist, ist es auch eine grundverschiedene Tätigkeit und Ausbildung.

Die Stellenausschreibung hat viel damit zu tun, nämlich damit, dass hier alles in einen Topf geworfen wird. Im Artikel und den Postings ist von der Sozialbranche/Sozialarbeit die Rede. Wenn es nur um die Pflegeberufe oder gar nur um die Subgruppe der HeimhelferInnen geht, dann sollte man das auch deutlich machen.

Die Stellenanzeige passt selbstverständlich zum artikel

Rettet das Kind ist ein privater anbieter in der sozialbranche - nu na; außer aber die haben ins finanzgeschäft gewechselt und suchen einen DSA/DSP für streetwork der jugendliche auf der straße berät wie sie am besten ihr nicht vorhandenes Geld anlegen können.
Btw. ist der lohn in der anzeige noch halbwegs akzeptabel , verglichen mit den löhnen die im öffentlichen dienst bezahlt werden.

Grundproblem

es gibt zuviele Menschen und immer mehr - drum werden wir uns gegenseitig immer mehr wurscht. Sogar sich selbst gegenüber wird der Einzelne wurstiger. Ist wahrscheinlich ganz natürlich, wenn eine Bevölkerung ständig wächst und auf Quantität statt QUalität setzt.

Daran ist auch der Zivildienst schuld.
Denn durch die extrem billigen Zivildiener wird das Lohnniveau noch weiter gedrückt.
Die Abschaffung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes hätte hier etwas verbessern können. Sozialberufe sollten endlich gut bezahlt werden!

Die Sache ist generell nicht so einfach. Eine Stunde Betreuung kostet mind. 35€, qualifizierte Pflege noch mehr.
Wenn jemand täglich 1 Stunde benötigt (=1/4 Stunde Anfahrt + 3/4 Stunde Betreuung), kostet das im Monat 1.050€, das die Betreuten widmungsgemäß vom Pflegegeld bezahlen sollten, was sich offensichtlich ohnehin nicht ausgeht.
Recht viel Spielraum ist da einfach nicht drin!

es geht ja nicht so sehr um die private pflege im haushalt, sondern um die angestellte im sozialbereich, in pflegeheimen, spitälern usw.

Und wenn mehr männer in diesem bereich arbeiten würden wäre die bezahlung auch besser.

wie genau verfallen denn auf den blödsinn?

weil Männer

sich das niedrige Lohnniveau nicht gefallen lassen

Genau,

ähnlich verhält es sich ja auch bei den kindergartenpädagogInnen.
Hochqualifiziert, 5 jährige ausbildung und das gehalt naja.

Heuchelei

Seit Jahren wird im Pflege- und Sozialbereich hinuntergewirtschaftet. Selbst in Pflegeheimen sind Besetzungen von 2 Nachtdiensten für 105 Bewohner LEGAL. Selbst ein mathematischer Vollidiot kann sich ausrechnen, wieviel Minuten eine Pflegekraft damit pro Patient aufwenden kann, wenn sie keine Sekunde Pause macht...genau 13,7 Minuten in 12 Stunden Nachtdienst. Das inkludiert: Inkontinenzversorgung, Medikamente, Dokumentation, Lagerung etc. In der Hauskrankenpflege gibt es oft nur 4 DGKS als "Fachaufsicht" für mehrere hundert Patienten. Bezahlung? Qualität? ...Heuchelei

Die eingangs erwähnte Anna arbeitet vermutlich in Teilzeit, mit ca. 800€ netto und einer Arbeitszeit von 8:00 bis 19:00 mit 4 Stunden unbezahlter Pause am Nachmittag.

Allerdings ist nicht nur die Politik am Zugzwang, sondern die ganze Gesellschaft, die oft auch kein Verständnis dafür hat, dass Pflege ein enormer Aufwand mit ebensolchen Kosten ist.

so lange es Leute gibt, die für so einen Pappenstil und diesen Arbeitsbedingungen kuschend den Job machen - so lange wird das auch funktionieren.

Umgekehrt soll das ja vom Pflegegeld bezahlt werden, und bei einem Stundensatz von realen 35€ (8€ für den/die Betreuerin + Sozialabgaben, Steuern, Backoffice, ...) kostet 1 Stunde/Tag, 1085€/Monat wenn mans legal abwickeln will.
Also teureres Personal ist für die zu pflegenden völlig unerschwinglich!

Dazwischen verhungern sie, oder wie?

welche wahl haben diese leute? in ihrem arbeitsumfeld keine. zur wahl steht also umschulung oder arbeitslosigkeit. hm.

In der branche ist man nur der depp

keine wertschätzung von bevölkerung und politik.

Ausgenutzt vom arbeitgeber.

Dazu kommt dann noch das schlechte gewissen, nicht genug für den kunden (in 30min) getan zu haben.

und keine verbrecherische vertretungsorganisation wie die beamten dahinter...

Was ja ein Alleinstellungsmerkmal der Sozialberufe ist - in allen anderen Berufen wird man von allen geliebt, vom Arbeitgeber aus purer Menschenliebe beschäftigt und hat alle Zeit der Welt seine Aufgabenstellungen zu erledigen.

genau das

ist das problem am system, wir arbeiten ohne honoriert zu werden um andere reicher zu machen als wir je werden könnten. den jene deren familien ab den 50zigern reich wurden, oder vorher schon reich waren, werden reicher, die andren eher ärmer. konzernokratie halt.

Was ja ein Alleinstellungsmerkmal der Sozialberufe ist

Wenn Sie das so meinen, solls mir recht sein.
Die Tatsachen sind aber andere, das wissen auch die Beschäftigten im Sozialbereich.
Nur handelt dieser Artikel hier eben von der sozialen Branche und nicht gleichzeitig von den Metallern und dem Fleischerhandwerk.

Der Artikel behandelt nun mal Die Sozial- und Gesundheitsbranche. Und ja, in dieser Branche sind die Arbeitsbedingungen und Löhne extrem Schlecht. Sobald ein Artikel über die, meinetwegen, Baubranche kommt zeige ich mich Solidarisch und rege mich auch da auf. Zufrieden.

Mir geht es nur auf die Nerven, dass bei jedem Ansatz von Arbeitskämpfen jede Branche natürlich die am härtesten ausgebeutete ist.
Letztendlich kommt genau das heraus was immer so heftig kritisiert wird - ein Wettbewerb der von Partikularinteressen getragen wird.

ICH, ICH, ICH bin der ärmste, der am härtesten arbeitet, seit XY ja keine Erhöhung bekommen hat, nicht genug Aufmerksamkeit bekommt usw. Die anderen mögen sich um ihren Dreck kümmern, haben ja eh eine Gewerkschaft (oder auch nicht), vielleicht gibts ein Soliposting beim nächsten Artikel.

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