Kosovo: Radikaler Islam als "tickende Bombe"

Der Kosovo erlebt, begünstigt durch Armut und Arbeitslosigkeit, ein Erstarken des radikalen Islam. Dessen Anhänger fordern mehr Rechte und provozieren damit Gegenreaktionen von säkularen Kosovaren

Die Gläubigen, die nicht in die Moschee passen, sitzen vor den Eingängen auf dem Gehsteig, der mit Gebetsteppichen belegt ist. Die über Lautsprecher verstärkte Stimme des Geistlichen tönt über sie hinweg auf die Straße. Beim Freitagsgebet in Prishtina, der Hauptstadt des Kosovo, kann die Hauptmoschee weder die Gläubigen noch den Schall der Predigt, die zu hören sie gekommen sind, fassen.

"Allahs Feinde führen die muslimische Jugend in die Irre", warnt der Geistliche. Er listet Alkohol, Drogen und den verderblichen Einfluss des Internet als Teil einer konzertierten Aktion auf, "um die Schwungkraft des Islam zu stoppen". "Die Unmoral ist auf dem Vormarsch", so seine Diagnose.

Man muss nicht weit gehen, um Hinweise auf die "Unmoral" zu sehen. Unweit der Moschee sitzen junge Männer und Frauen bei Kaffee und Bier in den angesagten Bars der Innenstadt von Prishtina herum. In der Nähe stehen neue Denkmäler, die die jüngste Vergangenheit des Kosovo erzählen. Eine große Bronzestatue von Bill Clinton, seine Hand im Triumph oder zum Gruß erhoben, schmückt einen Boulevard, der seinen Namen trägt. Der ehemalige US-Präsident wird hier als Held gefeiert, weil er 1999 Nato-Flugzeuge gegen serbische Truppen entsandte.

Konvertiten und Hardliner

Eine andere, indirekte Folge des Konflikts wird heute jedoch mit Argwohn betrachtet: Eine strenge Form des Islam zieht Konvertiten im gesamten Kosovo an. Der Aufstieg dieser Gruppe stellt die Traditionen und Ansprüche einer Gesellschaft infrage, die weniger durch ihren islamischen Glauben als durch ihre Zugehörigkeit zur albanischen Volksgruppe und ihren Proamerikanismus definiert war. Bis 1999 noch völlig unbekannt, sind die religiösen Konservativen und Hardliner heute eine kleine, aber zunehmend sichtbare Gruppe mit Anhängern in allen großen Städten und einigen der ärmsten Gegenden auf dem Land.

Sicherheitsbeamte berichten, dass diese strengeren Formen des Glaubens nach dem Krieg aufkeimten, als Folge des Zustroms von islamischen Hilfsorganisationen in den Kosovo und der Schulung von lokalen Geistlichen in arabischen Ländern. Die Sicherheitsexperten sprechen von 50.000 Anhängern dieses konservativen Islam im Kosovo. Das ist ein Bruchteil der gesamten muslimischen Bevölkerung, die auf rund 1,8 Millionen Menschen geschätzt wird.

Diskriminierung der Frommen

Einige Geistliche und Konvertiten haben aber die Aufmerksamkeit inländischer Geheimdienste auf sich gezogen. Diese neue Generation religiöser Konservativer sagt, die säkulare Verfassung des Kosovo diskriminiere die Frommen. Sie wollen eine Lockerung der Beschränkungen für religiöse Symbole in staatlichen Schulen, die muslimischen Frauen und Mädchen verbieten, ein Kopftuch zu tragen.

Die Beziehung zwischen dem Staat und den Konservativen ist von Unsicherheit und Unbehagen geprägt. Beide Seiten berufen sich auf internationale Menschenrechte. "Wenn jemand behauptet, wir haben Religionsfreiheit, ist das nicht wahr", sagt Shefqet Krasniqi, Imam der Hauptmoschee in Prishtina. "Wir fordern die gleichen Rechte, die Muslime in London oder den USA haben."

Innenminister Bajram Rexhepi sagt hingegen, dass in der Zwischenzeit menschenrechtliche Bedenken seine Versuche behindert hätten, Aktivitäten von mutmaßlichen islamistischen Hardlinern einzudämmen. Er berichtet, dass er während seiner Amtszeit als Ministerpräsident vor neun Jahren versucht habe, ein Gesetz gegen "radikale Sekten" anzustoßen. Doch er sei von "Internationals" davon abgebracht worden - nämlich von Beamten der UN-Mission, die von 1999 bis 2008 halfen, den Kosovo zu verwalten.

Gefahren von UNO und EU unterschätzt

Behxhet Shala, Leiter der wichtigsten Menschenrechtsorganisation im Kosovo, sagt, die Gefahr des Extremismus sei von den Vereinten Nationen und der EU unterschätzt worden. "Heute sind die Internationals hier, aber sie werden wieder gehen. Und sie verlassen uns mit einer tickenden Bombe", sagt Shala. Er meint, dass die Armut im Kosovo und die durchlässigen Grenzen das Land zu einem fruchtbaren Boden für Radikalismus machten.

Tatsächlich wurde der Zusammenbruch des sozialistischen Jugoslawien von einer religiösen Bewegung in der Region begleitet. Die katholischen und die orthodoxen Kirchen in Kroatien und Serbien sind heute stärker, als sie es vor den Kriegen der 1990er-Jahre waren. Der Kosovo ist dabei keine Ausnahme. Im ganzen Land wurden neue Moscheen gebaut, oft finanziert von Spendern aus islamischen Staaten.

Ramiqi auf Mavi Marmara

Die meisten Kosovaren sind Muslime und üben eine relativ entspannte Form des Islam aus, die von osmanischen und mystischen Sufi-Traditionen geprägt ist. Die Hardliner scheinen mehr von arabischen Interpretationen des Glaubens beeinflusst zu sein. Sie selbst beschreiben sich als Verteidiger des Glaubens, die sich dem Vordringen des "westlichen" Säkularismus in den Kosovo widersetzen.

Fuad Ramiqi, ein Vertreter der Bashkohu-Bewegung sagt, seine Gruppierung befürworte öffentliche Proteste und gewaltfreien Widerstand. Die Gruppe beschwerte sich über das Verbot von Kopftüchern in Schulen und über die Bedeutung christlicher Denkmäler in Prishtina. "Das kann kein demokratischer Staat sein, der mir Säkularismus auferlegt", sagt er.

Ramiqi kämpfte in den 1990er-Jahren in Bosnien und war an Bord der Mavi Marmara, eines Schiffes mit Hilfsgütern für Palästinenser im Gazastreifen, das von israelischen Militärs im Jahr 2010 abgefangen wurde.

Angriffe auf Kritiker

In unregelmäßigen Abständen kommt es zu Angriffen gegen Kritiker des extremistischen Islam. Musli Verbani, ein ehemaliger Imam in der Stadt Kacanik, warnte in einer Predigt im Jahr 2007 seine Gemeinde vor Extremismus. Kurz darauf wurde sein geparktes Auto in Brand gesetzt. Ein Mann aus der Gegend wurde für den Vorfall im Jänner 2011 zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Andere Angriffe gegen Menschen, die sich gegen Extremismus ausgesprochen hatten, führten zu keinen Verhaftungen. Xhabir Hamidi, Professor für Islamische Studien an der Universität Prishtina und prominenter Kritiker der Wahhabiten, wurde im Jahr 2008 von maskierten Männern geschlagen. Er glaubt, dass er wegen seiner Ansichten angegriffen wurde. Osman Musliu, ein Imam aus der Stadt Drenas, wurde 2009 in einer Moschee geschlagen. "Ich verlor das Bewusstsein, und meine Hand wurde gebrochen", berichtet er. "Ich habe mich immer gegen die Wahhabiten in unserer Mitte ausgesprochen."

Ein hochrangiger Polizeibeamter, der nicht namentlich genannt werden will, sagt, dass es damals nicht genügend Beweise gegeben habe, um Anklagen wegen der Angriffe auf Hamidi und Musliu zu verfassen.

Musliu und Verbani sagen, dass sie von der Reaktion der Islamischen Gemeinschaft - der Dachorganisation, die die Moscheen im Kosovo verwaltet - auf die Angriffe enttäuscht seien. Beide meinen, dass die Institution die Angriffe auf ihre Mitglieder stärker verurteilen hätte sollen. (Arbana Xharra, DER STANDARD, 29.1.2013)

Arbana Xharra, stellvertretende Chefredakteurin der Tageszeitung "Zeri", betreibt seit Jahren Aufdeckungsjournalismus. Im Vorjahr wurde sie von dem Unternehmer Bejtush Zhugolli auf 700.000 Euro Schadenersatz verklagt, weil sie geschrieben hatte, dass er und seine Brüder die Wahlkampagnen von Premier Hashim Thaçi unterstützen und dafür öffentliche Aufträge erhalten. Das Urteil steht noch aus.

  • Beim traditionellen  Freitagsgebet kann die Hauptmoschee von Prishtina 
die Masse der Gläubigen nicht mehr fassen.
    foto: ap/kryeziu

    Beim traditionellen Freitagsgebet kann die Hauptmoschee von Prishtina die Masse der Gläubigen nicht mehr fassen.

  • Osman Musliu, Imam in Drenas, wurde tätlich angegriffen.
    foto: xharra

    Osman Musliu, Imam in Drenas, wurde tätlich angegriffen.

  • Shefqet Krasniqi, Imam in Prishtina, fordert Religionsfreiheit.
    foto: xharra

    Shefqet Krasniqi, Imam in Prishtina, fordert Religionsfreiheit.

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komisch - bei Rechtsextremen muss aber schon dämonisiert werden? oder sollen wir hier auch alles nett reden? Dieses ständige 'der Islam darf nicht kritisiert werden sonst wird er noch radikaler' sagt schon alles aus

Klar!!

Schau dir mal unsre seabbischen Forumsfreunde an: allergefährlicgste Kontaminierungsgefahr!

Sie haben offensichtlich einen recht einseitigen Groll gegen die Serben.

Ungeachtet der Tatsachen versuchen Sie in so vielen unterschiedlichen Themen gezielt alle Serben als etwas darzustellen, was sie eben nicht sind. Verallgemeinerungen und selektive Wahrnehmung fällt bei Ihnen sehr stark auf. Kann mir natürlich nicht erklären woran das liegt, aber auffällig ist es allemal. Objektiv und realitätsnah sind Ihre Beiträge definitiv nicht.

"recht einseitigen Groll gegen die Serben"

I wo! Darf ich Sie bitten, doch endlich mal den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden & nicht zu verallgemeinern, sprich: nicht alle Seabn in den extremistischen Einheitstopf der hier postenden Überbleibsel einer gestrigen & untergegangenen Ideologie zu werfen - bitte...!
Meine Vorhaltungen müssen Sie aushalten können, ist aber anderseits nicht erstaunlich, daß Sie Mühe mit dem Inhalt haben: wer sich so weltfremd wie meine Forumseabn durch die politische Welt bewegt ("was war da bloß früher...? ach was, schwamm drüber, im Zweifelsfalle warn wir Serben Opfa & alle andern die Geistafahra..."), raucht nebdn dem Schaden fürn Spott nicht zu Sorgen - der kommt völlig von alleine :) Sans net so schmalbrüstig, mensch ;)

Und wieder...

...die gleiche Leier. Schwer zu verstehen, dass nicht alle Serben gleich sind? Weil Sie dies nie explizit anmerken, sondern mit großer Vorliebe eine komplette Bevölkerung durch den Dreck ziehen. Aber wie Sie selbst präzise darlegen, Objektivität ist von Ihnen nicht zu erwarten.

Ich persönliche fordere Surehand auf,in Zukunft alle serb. Taten wie im Fall Dragoljub Ojdanic zu Huldigen. ;)
Damit er / sie endlich mal mehr Grüne Striche bekommt.

Die Salafisten und Wehabisten sind die grössten Gefahren der albanischen Gesellschaft in der Republik Kosovo.

Es ist schier unglaublich, wie sich diese Menschen, in so kurzer Zeit, "vermehrt" haben. Der Artikel beschreibt haargenau die Probleme in der albanischen Gesellschaft - Armut, Perspektivlosigkeit, wenig Bildung.
Diese Islamisten sind eine Gefahr, es ist die Aufgabe von uns, ihnen klar und deutlich zu machen, dass die Albaner Europäer sind, und jeglicher Extremismus zu ersticken ist.

die islamische glaubensgemeinschaft ist die

zuständige institution.

Die salafisten, diese GEFAHR, sind unsere kinder, und keine dahergelaufenen jemeniter, saudis, österreicher oder deutsche konvertiten......wenn man denen einen job besorgt, und ihnen die möglichkeit gibt 5 mal am tag zu beten, dann ist alles wieder paletti. Das problem ist hausgemacht, bzw. eine degenerierte situation aufgrund anarchischer zustände in der politlandschaft, eine ausgeburt sozialer unzufriedenheit. Anders wenn diese burschen "ausländer" wären.

Diese primitive angstmache zieht in einer gesellschaft, in der diese elemente FREMD sind, nicht unter albanern, wo alle 150 meter eine moschee steht, aus der 5 mal am tag das tönt was die salafisten, etwas medial wirksamer, ebenfalls posaunen....

grüsse

Das Projekt Kosovo

Das amerikanische Projekt "unabhängiges Kosovo" geht wohl deftig den Bach runter.. Seit 1999 sind die westlichen Mächte im Kosovo tätig, ihr Erfolg: es ist keine Verbesserung der Lebensqualität in der Bevölkerung spürbar.
USA hat das bekommen was sie erreichen wollte, ein militärischer Stützpunkt im Herzen des Balkans, die Bevölkerung ist ihnen doch egal, bei denen sind nur ihre Interessen wichtig..das zeigt das heutige Bild Kosovos klar auf..
Solange die Serben und Kosovo-Albaner nicht friedlich lernen zusammen zu leben, solange wird es auch diesen Stützpunkt geben..

NATO Die sind schon längst untergegangen mit ihren kriminellen Banden. Eine der NATO verrückten Ideen, mit extrem Verbrechern einen Staat aufzubauen

Saratoga dein Wissenschafltlicher Beitrag fehlt jetzt im Fall:
Dragoljub Ojdanic
Oder Fehlen uns da die Wörter?

NATO

Die sind schon längst untergegangen mit ihren kriminellen Banden. Eine der NATO verrückten Ideen, mit extrem Verbrechern einen Staat aufzubauen.

Besondersl lustig, der geheime NATO Bericht über Xhavi Halili
http://balkanblog.org/__oneclic... 7-page.PDF

Ihre Argumente ähneln denen der Salafisten

Es ist richtig, dass die Perspektiven der Jugendlichen im Kosovo nicht gerade so sind, wie man sich das wünschen könnte. Aber wie waren die Perspektiven denn während der serbischen Herrschaft? Kosovo hat trotz aller Probleme, die es hat eine große Entwicklung zu einem demokratischen Staat hinter sich. Sicher: fehlende berufliche Perspektiven, oftmals mangelnde Bildung sowie die leider Gottes viel zu geringen Kulturangebote und Vereinsleben aber auch die Korruption und das organisierte Verbrechen im Staatsapparat machen viele Jugendliche anfällig für diese Form von Radikalismus. Aber zu behaupten, die Menschen wären den USA und der EU gleichgültig trifft es nicht. Ihre Alternative wäre ein serbisches Kosovo wie früher und die will keiner.

Anpassung

Die serbische minderheit die kaum über 80 000 zählt, geniesst, wie all die anderen Minderheiten, die grössten Rechte in Europa und akzeptieren das sie in die Republik kosova leben.
Sie sollen sich apassen an die neue gegebenheiten und Albanisch lernen damit sie miteinander friedlich leben können.

stimmt

genauso wie jeder Albaner aus dem Kosovo serbokroatisch konnte, als diese in Jugoslawien lebten. Verlangen sie nichts was sie selber nicht umgesetzt haben.

Nicht wieder auf die Serben zeigen, die haben doch damit am wenigstens zu tun...besonders hat es gar nichts damit zu tun, ob diese albanisch sprechen oder nicht.

Und diese "Minderheitenrechte" die es ansonsten niergendwo auf der Welt gibt...ist doch echt lächerlich, weil das tägliche Leben mehr ist als ein Paragraph auf einem Blatt Papier.

Rechte hatten sie in Serbien ja auch!

ich empfinde Multi-Lingualität als Bereicherung

Schade, dass man über solche Sachen streitet.

Ich selber beherrsche 4 Sprachen fließend, darunter Albanisch und serbo-kroatisch und habe kein Problem mit den Menschen zu kommunizieren.

Ich finde es sehr traurig, dass diese Frage zu einer Prinzipienfrage erhoben wird und stellvertretend für die Vorherrschaft der einen oder anderen ethnischen Gruppe steht.

Im Übrigen haben die Albaner im ehem. Jugoslawien sehr wohl serbisch oder kroatisch gekonnt. Spätestens während des Wehrdienstes mussten sie die Sprache erlernen, wenn sie es schon nicht im Grundschulalter taten.

80% der kosovoserben sind vertrieben und sind momentan nicht im kosovo

knappe 300 000 ist eher die zahl der kosovoserben

Waren es nicht mal 10 Mio?

Was soll denn diese schwachsinnige Meldung wieder?

Laut UNHCR leben in Serbien in etwa 200 000 Kosovoserben.
Mit den etwa 100 000 Serben am Kosovo kommt man auf 300 000.
Na und, was ist daran so schlimm?
Die 200 000 werden eh nie wieder zurück ins Kosovo gehen.
Selbst euer verhasster Dacic ist in Prizren geboren.

Eigentlich hätte ich bei den Posts eher einen üblichen Schlagabtausch zwischen der Serbenfraktion und der Kosovaner-(Albaner)fraktion erwartet. Hier sind ja mehr Islamphobisten vereint. :)
Ich übernehm das:
Serben: "Das hat die EU und die USA nun von der Unterstützung dieser Terroristen"
Kosovoalbaner: "Der Kosovo ist nun eine Demokratie. Serbien sollte aufpassen, dass wir nicht noch mehr Gebiete, welche eigentlich albanisch sind bekommen"
Serben: "Laut UNO Resolution ist Kosovo Serbien"
Kosovoalbaner: "Aber nur in eurer Auslegung"
Serben: "Die Mehrheit der UNO Staaten hat den Kosovo nicht anerkannt"
Kosovoalbaner: "Die die was zusagen haben, haben den Kosovo aber annerkannt"
...

Amüsanter Beitrag, aber evtl. am Thema vorbei.

Denn, auch wenn es der eine od. andere nicht wahrhaben will, es gibt auch andere Probleme, mit denen sich der Staat Kosovo rechtzeitig beschäftigen muss.
Arbeitslosigkeit, Perspektiven, radikaler Islam.
Selbst die Bundesrepublik hat ein solches Problem. Jedes land ist also gut beraten, rechtzeitig die Augen zu öffnen.
Nur ganz primitive Menschen kämen auf die Idee, den Anstieg des radikalen Islam mit dem Fortgang der Serben zu verbinden. Es ist leider weltweit zu erkennen, das er ansteigt und das nicht nur in Regionen, wo die Perspektiven eher schlecht sind.
Ohne es verharmlosen zu wollen: es scheint momentan bei Einigen in Mode zu sein!
Dennoch darf man im Kosovo nicht außer Acht lassen, dass die Meisten nicht Islamisten sind.

Stimme ihnen da voll und ganz zu.
Vor allem mit dem letzten Satz, es wird halt immer zu schnell verallgemeinert.
Kroate = Ustasa
Serbe = Völkermörder
Grieche = faul
Araber = Islamist/Terrorist

Ich schätze in allen Ländern gibt es ein potential von 20-30% sagen wir mal nicht gemeinschaftstauglichen Menschen. Ist in Österreich nicht anders, wäre Österreich arm, wären die 20-30% auch radikaler in der Umsetzung ihrer Ideologie.

Sie sehen alles im Relativen

der letzte Satz sollte mit einem einzigen Punkt beendet werden und nicht in Anführungszeichen stehen.

Die, die was zu sagen haben haben den Kosovo aber anerkannt.

Es gibt keine größere Garantie für die Souveränität als den Schutz der NATO.

"Islamphobisten"

Wäre das nicht "Islamophobiker"?

Wieviele sind eigentlich aus dem Kosovo über das Asylwesen in Österreich sesshaft geworden ?
Müssen wir jetzt auch mit noch mehr radikalen Islamisten in Österreich rechnen ?

Nachdem die meisten wieder weggeschickt wurden und die Islamisten unter allen Kosovaren eine kleine Minderheit sind, stehen die Chancen gut, dass sie heute noch unbeschadet rausgehen können, um eine Bratwurst zu essen...

u.a. chaos um eine torte und das massaker an 1.000 schafen:

http://www.albania.de/alb/index... php?p=3077

haha, herrlich,

wusste gar nicht das sie lupo's "rettet serbien" feldzug angehören.

Das mit den schafen ist abgehackt worden, das fleisch wurde aus westeuropa importiert, denn hier schlachtet man die viecher nicht, hier betäubt man sie.

Und was die torte angeht, jaaa, das war nicht schön.....vielleicht hätte das Pro 7 mit Jumbo organisieren sollen...

grüsse

Danke!

Frankreich und Russland:

Radikales Christentum als "tickende Bombe"

(Siehe Demonstration in Paris vorletztes Wochenende plus nachfolgende öffentliche Beschimpfungen von Lesben und Schwule und siehe Gesetzesbeschluss in Moskau plus nachfolgende Gewaltakte an Lesben und Schwule die demonstriert hatten und die Polizei die Prügler ganz ruhig prügeln ließ, während sich die Opfer nicht wehrten)

Ja sicher nur ein Zufall dass sich Menschenrechte und Demokratie im christlichen Kulturkreis durchgesetzt haben

Süß.

Guantanmo, Vernichtungslager (Auschwitz, ..), 1. und 2. Weltkrieg, Der Vietnamkrieg (2-3 Millionen Tote) usw. usf. sind spurlos an Ihnen vorbeigegangen?

Und was "Menschenrechte und Demokratie" Wert ist, das kann man aktuell sehr schön in Griechenland beobachten, wenn man denn hinschaut. Und damit steht Griechenland bei weitem nicht alleine.

Und über soziale Menschenrechte wird hier aus gutem Grund gar nicht erst berichtet oder diskutiert. Kapitalismus geht vor.

Ja wie schlecht es uns im Westen doch geht...deswegen wollen hier ja alle auswandern in die freie islamische Welt, oder nach Nordkorea *rolleyes*

Und weiter? Dies rechtfertigt also diese Hardliner im Kosovo oder was?

Der Artikel ist eh in Ordnung, nur die Überschrift viel zu plakativ. Die Überschrift hat mich gestört, nicht der Inhalt des Artikels.

Ja, ich fürchte..

der nächste Krieg in Europa wird wegen so lächerlichen Dingen wie Glaubensrichtung und sexueller Orientierung geführt.

Nette Luxusprobleme, wenn das Ganze dann ausgefochten sein wird, werden wir wieder wissen warum wir leben: Jagen und Sammeln für die nächste Mahlzeit.

und wenn man sich in einem islamischen land äußern wollen würde? ich denk mal das würde nicht in einfachen prügelein enden.

Oder die USA, wo Christen Ärzte ermorden, weil sie Abtreibungen vornehmen.
Oder Deutschland, wo eine Krankenkasse Menschen bezahlt, die in einer christlichen Klinik Ärzte denunzieren sollen, die Anti-Baby-Pillen verschreiben.

Und zum Thema Religion und Bildung: Zumindest in D werden viele Schulen und noch mehr Kindergärten durch die Kirchen betrieben.

Man könnte es weiter ausführen. In Europa sehen wir das nicht, aber aus der Sicht der (nicht nur) muslimischen Welt bombardieren christliche Länder Afghanistan, Somalia, Pakistan, Irak, Libyen, Mali, Jemen..

"wo eine Krankenkasse Menschen bezahlt, die in einer christlichen Klinik Ärzte denunzieren sollen, die Anti-Baby-Pillen verschreiben."

welche Krankenkasse soll das gewesen sein?

Das ist dennoch ein anderer Sachverhalt als der,

den Du genannt hattest!

Bin überzeugt das es in Wien und in anderen Gebieten Europas mehr solcher Gruppierungen gibt als im Gesamten Kosovo also jetzt mit dem Finger auf den Kosovo zu zeigen ist etwas unfair.

der artikell ist mehrere wochen alt,

und war auf ZERI, der "bild" kosovas, zu lesen. Dort rühmt sich die journalistin damit mehr als 6 monaten unter "wahabiten" gelebt zu haben (alleine die benützung des falschen fachbegriffes spricht bände für die qualität). Es ist schlicht ein schlechter witz, dass dieser artikel zugang zum standard gefunden hat !!!

Die kosovaren sind muslime nach dem gesellschaftsbild der hanafitischen rechtschule, das ist alles. In kosova ist die islamische glaubensgemeinschaft die einzig relevante staatliche institution die für die belange der muslimischen bevölkerung zuständig ist. ALLE moscheen sind ihr unterstellt, und das hier und da ein imam rebeliert ist keiner rede wert. Und 50000 salafisten ist UNTERTRIEBEN, bei 2 mio. kosovaren !

grüsse

"Zëri" ist nicht die "Bild" der Republik Kosovo, sie ist viel mehr eine der besten Zeitungen. Arbana Xharra ist eine extrem gute Journalistin, die oft durch mächtige Menschen bedroht wird.

eine extrem UNINFORMIERTE journalistin.

Sie hätte nur in ihrem familiären umfeld recherchieren brauchen.

Erstens nennt man diese religiösen "eiferer" nicht wahabiten (das weiss sogar die standard redaktion) sondern salafisten, und zweitens stellen die sicherlich KEINE GEFAHR dar. Das sind keine terroristen die politische ziele verfolgen, sondern ganz normale unzufriede bürger, MITTEN in einer muslimischen gesellschaft, aus der MITTE der selbigen. Es gibt unzählige clips von Shefqet Krasniqi, hör dir den mal an, und dann weisst du auch was für politische ziele die haben. Demokratie bringt auch ANDERE meinungen mit sich.

ZERI ist ein populistisches blatt, gleich dem deutschen schundblatt BILD, wie sagen die ärzte, es besteht aus "angst, hass, titten und den wetterbericht".

anno xxo,
langsam aber sicher wirst du eine geisel der religion...
grüsse

aber jetzt mal ganz ehrlich, was soll man sich von einem land erwarten, in dem kinder aus angst vor rachemorden, ihr ganzes leben lang versteckt werden.

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