Veränderte Kinderbücher: Gurkenkönige und anderes Lesefutterzeugs

Ronald Pohl
28. Jänner 2013, 18:17
  • Christine Nöstlinger plädiert für Gelassenheit. 
    foto:apa/leonhardt

    Christine Nöstlinger plädiert für Gelassenheit. 

Christine Nöstlinger und die "Correctness"-Frage

Wien - In der Debatte um den politisch korrekten Wortlaut kinderliterarischer Texte hat sich Christine Nöstlinger (76) zu Wort gemeldet. Die Wiener Kinderbuchautorin nannte das Umschreiben von Kinderbuchklassikern im Berliner "Tagesspiegel" einen "Unfug". In Erwachsenenliteratur würde man, so Nöstlinger, "nie so reinpfuschen. Das zeigt, dass Kinderliteratur für viele nicht mehr ist als eine Pädagogikpille, eingewickelt in Geschichterlpapier."

Bereits in der Hamburger "Zeit" hatte die hochdekorierte Autorin von rund 100 Jugendbüchern Bedenken in Sachen Textbereinigung erkennen lassen. Nöstlinger geht es augenscheinlich um die Autonomie der kindlichen Urteilsbildung. Kinderbuchautoren seien "ja nun daran gewöhnt, dass ihre Texte nicht nur von den jungen Lesern, für die sie geschrieben wurden, beurteilt werden, sondern auch von jeder Menge erwachsener Leute, die zu wissen meinen, welche Lektüre 'kindgerecht' sei".

Paul Celan als Taufpate

Dabei ist Nöstlinger, Urheberin von Figuren wie Gretchen Sackmeier und Rosa Riedl, bereits selbst in den Fokus der Kritiker geraten. Der in Polen lehrende Germanist Lothar Quinkenstein wirft Nöstlinger vor, in ihrem Buch "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig" (1972) antisemitische Ressentiments zu bedienen.

Der Gurkenkönig hört auf den wohltönenden Namen "Kumi-Ori", ein, wie Nöstlinger bestätigt, hebräisches Wort, auf das sie in einem Gedicht von Paul Celan gestoßen sei. Sie habe sich das Wort von ihrer Kollegin Mira Lobe übersetzen lassen: "Sie sagte mir, dass es 'erhebt euch' heißt. Das gefiel mir: Ein Tyrann, gegen den sich sein Volk erhoben hat, heißt ' erhebt euch'. Das war mein Privatwitz. Ich habe es meinen Lesern gar nicht erklärt."

"Kumi-Ori" soll aber auch "Jerusalem" bedeuten. In Germanist Quinkensteins Lesart nimmt sich der gurkenkönigliche Buchtitel ("Wir pfeifen auf Jerusalem") wie die Überschrift eines antisemitischen Machwerks aus. Nöstlinger, die in ihrem Werk wiederholt unmissverständlich gegen die Nazis Stellung bezogen hat: "Das ist so was von lächerlich."

Relikte eines überholten Sprachgebrauchs

Damit hat sich die Debatte von der Frage abgelöst, ob man die exotisch kostümierten "Neger" in den Bilderbüchern unserer Großeltern wenigstens in einer erklärenden Fußnote als das ausweisen soll, was sie sind: Wortrelikte eines überholten Sprachgebrauchs.

Nöstlinger: "Mit Kindern kann man sehr vernünftig reden." Mitunter reiche "ein Sternchen beim 'Neger' und dazu der Hinweis, dass dieser Ausdruck vor 30 Jahren nicht als diskriminierend galt". Schwerer dürfte da schon die Entsorgung ganzer Völkerschaften von Menschenfressern und "Wilden" fallen, die dem kolonialen Elitebewusstsein der Europäer im 19. Jahrhundert entsprungen sind. (Ronald Pohl, DER STANDARD, 29.1.2013)

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Er, natürlich: nur ein paar Wörter auszutauschen und ein bissl was an der Oberfläche der Dinge zu ändern,

ist nicht das Gleiche, als Gerechtigkeit in den wirklichen Verhältnissen zu erreichen. Und da haben wir viel aufzuholen.

Trotzdem sehe ich nicht als erwiesen, dass es keinen Wert hat, die Wörter zu adaptieren. Da kommen Sie mit einer offensichtlich ziemlich festen Position: in keinem Fall soll mehr getan werden, als eine Fußnote hinzuzufügen. Und ich sage hingegen: es kommt darauf an. Von Fall zu Fall sind gar keine Änderung, eine Fußnote, Änderung eines Worts, Änderung eines größeren Elements der Erzählung oder der Schluss, das das Buch einfach nicht mehr zeitgemäß ist, zulässige Möglichkeiten.

Wer was ändern darf, regelt im übrigen das Urheberrecht.

man kann ein buch auch als ganzes zylindern:...

...mein nachwuchs hat zb nie den "struwwelpeter" zu gesicht bekommen.

ach ja, und wer's WIRKLICH genau wissen will,...

...sollte sich mit der entstehungsgeschichte der "négritude" befassen.

tangens: "es gibt keine PC bewegung", schrieb "anders and" weiter hinten...

...nun, sei's so.

man erklaere mir aber (die liste ist hoechst unvollstaendig) dann folgende phaenomene:

- die alten lederknoepfe gehoeren verboten, weil sie das hakenkreuzsymbol zeigen
- die "invaliden"strasse muss unbedingt umbenannt werden (obwohl die behindertenverbaende den vogel zeigen)
- kein "nikolo" mehr in oesterr. kindergaerten
- das spar"schwein" ist am aussterben
- eigene badenachmittage fuer angehoerige einer bestimmter religion
- etc.pp.

sicher, die PC ist keine eingetragene partei, aber wo anders and meint, dies waere eine erfindung "der rechten", so sei er zb auf F verwiesen, wo die ablehnung des obigen unsinns allgemeiner konsens ist.

Höre ich alles zum ersten mal und ist nicht gerade das Thema. Aber wenn schon:

Die Badenachmittage sind für mich ganz logisch. Schwimmen ist nun einmal eine sinnliche Freude, und sinnliche Freuden sind gute Gegenmittel zu autoritären/fundamentalistischen Systemen.

Ich armer bin in einer Kultur aufgewachsen, wo der Weihnachtsmann nur in der Nacht zum 25.12 kommt, und das ganz unsichtbar. Ist es Teil meiner Integrationspflichten, den Nikolo im Kindergarten genauso aktiv nachzufragen, wie traditionell gesinnte ÖsterreicherInnen?

die diskriminiernden "frauen-nachmittage"...

...sind fuer einen citoyen im sinne von "vive la république" inakzeptabel.

und in ziviliserteren, mit muendigeren buergern durchsetzten landschaften wie frankreich werden sie auch nicht akzeptiert.

ebenso wie die g'schicht mit "keine schwimmunterricht aus religioesen gruenden", etc...

aber DIE diskussion will ich hier wirklich nicht beginnen, weil oesterreich vieles ist, aber kein laïzistischer staat von selbstbewußten buergern.

Ich halte weder den Laïzismus noch

die aktuellen österreichischen Zustände für ideal.

Ich hätte auch meine Zweifel, ob die Franzosen wirklich aus hehrem Laïzismus die Badenachmittage ablehnen oder doch aus der gleichen stinknormalen Xenophobie, wie es ihn es sie überall gibt … der nationale Bewusstsein ist in jedem Land, das ich näher kennengelernt habe, ein Hund, ein trügerischer.

trennung von kirche und staat ist ein MUSS,...

...sollen buerger der republik verschiedenster provenienz friedlich ko-existieren oder gar zusammenleben wollen.

gerade sie als ire sollten fuer das franzoesische modell verstaendnis haben.

Ich sehe die französiche Lösung nicht als einzige Möglichkeit, um eine ausreichende Trennung von Kirche und Staat zu erreichen.

Eine ähnlich strikte Trennung wie in Frankreich gibt's in den USA: und schau wie dort die Religion in der Politik Amok läuft.

In Irland war bis 1869 sowohl die tatsächliche als auch verfassungsmäßige Bevorzugung der Church of Ireland ein Problem; nach der Unabhängigkeit hatte der verfassungsmäßige Sonderstatus der RK-Kirche (bis ca. 1970) aber keine schlimmen Auswirkungen für Evangelische. Im Gegenteil, der Staat behandelte sie konsequent fair. Sofern es Probleme gab, resultierten sie aus der überwältigenden zahlenmäßigen Übermacht der Katholiken: und kein Staat kann solche Phänomene verhindern, wenn >90% seiner Bevölkerung stramme Gläubige einer einzigen Konfession sind – und das waren sie einige Jahrzehnte lang.

zusatzinformation: zum unterschied zu den USA,...

...wo alle kirchen GLEICH behandelt werden, sind in frankreich die diversen religionen fuer die res publica schlicht inexistent, ausgenommen der passus in den buergerrechten, der deren private ausuebung garantiert.

die diversen "kirchen" spielen keine rolle.

ps: die kirchen wurden in frankreich uebrigens bereits 1911 enteignet. oesterreich hinkt da gewaltig hinten nach.

"In God We Trust" erachten die Amis als keine "establishment of religion".

Ich würde mit dieser Interpretation der Verfassung nicht mitgehen. Ich finde das ist ganz genau ein Beispiel dafür, dass eine verfassungsmäßige Trennung nur begrenzt wirksam sein kann, wenn die tatsächlichen Machtverhältnisse die Trennung in der Praxis nicht unterstützen.

Darum sind mir letztere wichtiger. Für die erwünschten Ergebnisse, dass verschiedene Religionsgemeinschaften friedlich nebeneinander leben und BürgerInnen nicht mehr mit Religion zu tun haben müssen, als sie wollen, setzen in Wirklichkeit voraus, dass der Großteil der Leute, die sich zu einer Religion bekennen, eine gewisse Zurückhaltung übt.

Österreich hat da viel aufzuholen; Deutschland kommt mir hingegen gar nicht so schlecht vor.

in den USA?...

...absolut nicht dasselbe wie in frankreich.

"in god we trust". schon vergessen?

falsch herum:...

...diesfalls muessen (sag mr) 100 kinder auf den nikolo "verzichten", nur weil ihr kind dazukommt und das den nikolo nur still und leise gewohnt ist.

Ich bestehe nicht darauf,

dass es keinen Nikolo gibt; ich verlange ihn nur nicht.

Sie verstehen?

Vielleicht bin ich eines Tages Teil einer Elterngemeinschaft eines Kindergartens, die ihn mehrheitlich überflüssig findet. Dann wird's ihn vielleicht nicht geben.

niemand "verlangt" ihn...

...es ist schlicht nicht nachvollziehbar, warum er aus PC gruenden einer mehrheit von kindern vorenthalten wird.

Sie haben keinen Fall angeführt,

wo das vorgekommen ist.

habe ich in einer antwort an EUphoriker verlinkt...

Nein, da ist ein Nikolo

zum Kindergarten gekommen.

PS:

das spar"schwein" ist am aussterben?

lederknöpfe: ich bitte um infos
invalidenstr: detto
nikolo: http://www.ots.at/presseaus... hausverbot
badenachmittage: na und?

nikolo (bis)...

...
http://www.heute.at/news/oest... 931,457185

es gibt sie, die einzel-trotteln.

Klingt wie eine dieser typischen Geschichten, wo

der springende Punkt nicht den Weg in die Zeitung gefunden hat. Evtl. hatte man beim konkreten Typen ein ungutes Gefühl, wollte oder konnte ihn nicht austauschen.

Und "Eltern sind ... verärgert" ist suspekt. Wenn's eine Mehrheit war, hätte man ruhig "Die Eltern..." schreiben können.

es ist tatsächlich so, dass

in wiener kindergärten keine professionellen nikolos mehr kommen, sondern private freiwillige (eltern, erzieher).

Es ist auch so, (auch bei kath. Kindergärten) dass den Kindern bereits bewusst ist, dass es sich nicht um den echten Nikolo handelt, sondern um eine verkleidete Person, die viele von ihnen auch kennen.

Das wird gemacht um Ängste und um die Kontrolle über den Ablauf nicht abzugeben, und wie gesagt, dass ist auch in Privatkindergärten so.

In diesem Licht ist die Entscheidung in diesem einen Kindergarten aber eher noch unverständlicher.

voilà, (wie gesagt, das sind nur die ad hoc erinnerungen)...

- lederknoepfe: http://derstandard.at/2628979
- invalidenstrasse: http://derstandard.at/135320891... se-in-Wien (lesen sie dazu die postings von "FeliThePhoenix", einem betroffenen, ich selbst bin inkorrekt wie immer)
- die oest. banken befleißigen sich vorauseilender PC und haendigen am spartag sparkuehe und -schafe aus (zumindest in den auslagen)
- die baeder g'schicht ist aus der sicht eines citoyen frauendiskriminierend bis auf den beckengrund

die gschicht mit den knöpfen ist weltklasse

und zeigt was für irre sich da wichtig machen

Ein Anwalt, der ein Geschäft wittert,

ist aber keine politische Bewegung. Fürs Protokoll: finde ich genauso irre. Mit dieser Logik müsste man fast jedes Gewebe als Ansammlung von Hakenkreuzen sehen …

es geht ja noch viel schoener, die PC fraktionen sind ja international schwerst beklescht...

...
hier ein beispiel, das mir ein lieber freund in belgien zugespielt hat.

http://imageshack.us/photo/my-... y.jpg/sr=1

was sie hier sehen, sind die saeulen vor der eingangshalle zum justizpalast in bruessel.

die ornament-banderolen an der basis sind ueber hundert jahre alt. einige eifrige haben sofort hakenkreuze darin erkannt und verlangten allen ernstes, dass die ornamente abgestemmt werden.

auch fuers protokoll: es besteht ueberhaupt kein einwand gegen berechtigten an- und fundierten einspruch. BEIDES wird von den heiße luft fraktionen sicher NICHT gewaehrlseistet.

ach ja

die p.c.-guerilla gibt es gar nicht. alles bloß einbildung von ein paar rechtsrechten spinnern.

S.O. "bruessel"...

"krank" haben s' vergessen...

...die rechtsrechten spinner sind "krank".

ich wusste nicht dass schweineporzelan im islam genauso verboten ist

wie schweinefleisch :-))

das ist echt wild und das mit den knöpfen auch.

Was die Invalidenstr. angeht, es steht ja irgendwie jedem frei ober er sich als invalide ansieht oder doch als behindert aber valide.

schon, schon...

...aber was hat der straßennamen damit zu tun?

wenn er sich NICHT als invalide sieht, ist er eh' net betroffen ;-)

nochmals: der straßennamen hat noch NIE dazu gefuehrt, dass ich veraechtlich, diskriminierend oder sonstwie herabwuerdigend von behinderten gedacht haette.

Viele Abende habe ich mit dem Gurkenkönig verbracht

und niemals war mir die Bedeutung von Kumi-Ori bekannt.

Aber nach dem ich ihn schon damals grauslich fand - bis heute esse ich keine Essiggurkerl - hätte mich die Bedeutung gar nicht interessiert.

Manche Dinge sind sehr an den Haaren herbeigezogen, andere aber sehr wichtig. Wörter die im Alltag verwendet werden um Gruppen negativ zu stigmatisieren, die sollten in Kinderbüchern nichts zu suchen haben - denn wie man an meinem Essiggurkerlverhalten sieht, prägen sie ein Leben lang.

es gibt halt Verschwoerungstheoretiker, die in allem eine verborgende Nachricht sehen.

Mich erinnert dieser "Forscher", der hier einen Zusammenhang des Kinderbuchs mit antisemitischen Gedankenguts bringen moechte: ja, man findet immer was, wenn man zu viel sucht. Man findet das, was man finden will. Wie z.B. jene Leute, die die Pyramidenabmessungen in Zusammenhang mit den Abmessungen des Milchpackerl bringen (da gibt es wohl eine Verschwoerung der Milchindustrie!).

Man sollte diesen Leuten nicht zu viel Gehoer schenken ...

es geht nicht um den

"neger"' sondern um zensur durch selbsternannte tugendwächter. die "presse" hatte vor 2 wochen einen artikel gebracht, der zeigt welche ausmaße das bereits angenommen hat.

nein eigentlich gehts wohl eher darum

dass autoren und verlagen das recht genommen werden soll, texte anzupassen, nur weil es ihresgleichen nicht in den kram passt.

denn statlich verordnete textanpassungen sind definitiv nicht das thema. die gibt es in china, russland, nordkorea und im iran u was weiss ich wo, aber nicht im deutschsprachigen raum.

was wollen se mir mit "ihresgleichen" schon wieder unterstellen?

ihr pc-fanatiker seid ja wie die ärgsten faschisten: jegliche meinung die euch nicht in den kram passt wird runtergemacht, sinnentstellt wiedergegeben und uminterpretiert, jeder, der euren wahnsinn nicht unwidersprochen hinnimmt wird diffamiert und als nazi hingestellt.

ihresgleichen

sind genau jene, die eine kaufmännische entscheidung eines Unternehmens (Verlage) und von den Autoren über ihre eigenen Produkte (die Texte) nicht anerkennen, weil es ihrem Weltbild widerspricht, und deshalb von Zensur sprechen.

Dieses Verhalten unterstellt die persönliche Freiheit den Anliegen einer größeren Gemeinschaft.

Nazis sind so, Kommunisten auch, Islamisten und sonstige Sekten ebenfalls. Es ist eben Demagogisch und Tyrannisch.

Suchen sie es sich aus was sie dazu bringt, von Zensur zu sprechen, wenn Verlage und Autoren über ihre eigenen Angelegenheiten selbstbestimmt entscheiden.

recht? das uerheberrecht des autors geht aber immer noch vorm gewinnstreben des verlags...

...und, noch einmal; "neger" ersetzen gut und schoen, aber eben NICHT mit "schwarzer".

das ist eindeutig rassistisch außerhalb oesterreichs (und deutschlands?).

naja, den preußler haben sie eben auch überzeugt,

indem sie ihm klar gemacht haben dass die tantiemen sich deutlich steigern lassen.

xxx... glaubt zwar offensichtlich, dass O. Preußler ein alter debiler Greis ist, den der Verlag aus PC-verschwörerischen Gründen um den Finger wickelt.

nun ja ich frag mich wirklich, welche geheimorganisation all die kinderbuchverlage aufkauft um unsere Kinder daran zu hindern an der ständigen konfrontation mit dem wort "neger" zu wachsen und zu gedeihen.

ich muss sagen, nicht ungeschickt wie sie hier

versuchen den spieß umzudrehen und diejenigen, die sich gegen zensur und das pc-ideologisierte umschreiben von büchern als die wahren bösewichte hinzustellen. perfid allerdings. hinterhältig und zutiefst widerwärtig.

gerade preussler wurde jahrelang bedrängt einer vom verlag ausgedachten korrektur zuzustimmen. das war nixht seine idee. blytons "fünf freunde" werden überhaupt munter entstellt, weil die arme anne die immer kocht und diverse hausarbeiten verrichtet, entspricht ja auch nicht dem zeitgeist und das wird einfach umgetextet.

und micky maus erhielt übrigens nch 21 Jahren

oberkörperfreien auftritten im jahr 1944 ein leiberl, wobei die hose ihre goldenen knöpfe verlor. etwa zur selben zeit wurde aus der maus übrigens ein privatdetektiv.
die welt steckt eben voller veränderungen, und auch wenn sie es anders sehen mögen, mit den 5 freunden sind sicherlich viele groß geworden, die absolute hochkultur sind die bücher allerdings nicht.
sie sind nicht bedeutsamer, als die drei ??? und TKKG. Die Welt bricht also nicht zusammen wenn die Verlage da anpassen, was nicht niet und nagelfest ist.
Lindgren, Preußler, Nöstlinger, James Matthew Barrie spielen da in einer anderen Liga.
Und auch mit dem Werk von Barrie hat Walt Disney schon einiges getrieben. Nicht zu reden von dem was A.A.Milnes Winnie-the-Pooh ertragen muss.

so funktioniert...

... der typische osterreichische alltagsrassist:

[...]
sind sie, äh, "maximal pigmentiert"?
[...]

http://derstandard.at/plink/135... id29962127

und deshalb *ist* es notwendig, diesem sumpf gleich von anfang an konsequent zu begegen

absolut: rassismus ist zu bekaempfen...

...nur sollte man halt auch wissen, wovon man eigentlich spricht.

was auf sie eindeutig nicht zutrifft.

der Gurkenkönig ein atisemitisches Pamphlet? Also mehr als den Titel kann der Wichtigtuer nicht gelesen haben.

Das ist wieder einmal ein ergiebiges Thema

für die von Miguel Herz-Kestranek so bezeichneten "totalitären Gesinnungsparvenus"!
Wären diese nicht so absolut lächerlich, müsste man sich auf eine ernsthafte Diskussion über das Thema einlassen. Aber mit Leuten, die "Neger" durch "Schwarze" ersetzt haben wollen ("Black Power!"), ohne zu wissen, dass "niger" nichts anderes heißt als "schwarz", mit Leuten, die zwangshandelnd jeder maskulinen Endung ein "...In" zu viel hintanstellen, um ja nicht gegen eine ihnen nur nebulos geläufige p.c. zu verstoßen, kann man nicht diskutieren, weil sie nicht wissen, wie so etwas geht. Da ist es besser ignorieren. Jeder Blödsinn läuft sich einmal von selber tot.

herzlichen glückwunsch. Sie sprechen fremdländisch

und wissen sogar dass "neger" aus dem romanischen Sprachraum kommt und "schwarz" bedeutet.

Und warum verwendet man dann nicht die deutsche Variante? Im deutschen Sprachraum?

...weil "Schwarzer" - zumindest in Wien -

einen sehr abfälligen Beigeschmack hat und echt rassistisch-despektierlich klingt, während Neger hierzulande eine neutrale Bezeichnung für einen sehr dunkelhäuigen Menschen ist. Nicht das Wort, sondern sein (unsachlicher und unnötiger) Gebrauch im Zusammenhang macht den Rassismus aus, während "schwoaz" (nicht nur wenn Schwarzarbeit oder die Kontrollore der Wiener Linien von ihren kontrolierten Kollegen gemeint sind) einen sehr negativen "Touch" hat, so wie "Nigger" in den USA. Wir sind aber nicht in den USA, sondern in Österreich, und sprechen eine andere Sprache.

eh

ich hab unten auch schon draufhingewiesen

schwarz-blau
schwarz-orange
rot-schwarz

alles keine ruhmesblätter.

Kein Wunder das Schwarz einen unangenehmen Beigeschmack hat.

Neger kommt übrigens von den französischen Kolonialherren, Ausbeutern und Sklavenhändlern. Ist aber sonst natürlich ganz neutral.

vorsicht! die "négritude" (neger SEIN) ist als selbstbewußtsein.......

...stärkendes element definiert.

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