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London - Mit einem beherzten Sprung ins eisige Wasser hat ein 63-jähriger Hafenaufseher einem Baby das Leben gerettet, das mit seinem Kinderwagen von einer Sturmböe ins Meer getrieben worden war. George Reeder, der seit elf Jahren im Hafen von Watchet an der englischen Südwestküste arbeitet, berichtete am Montag dem Fernsehsender ITV, wie es zu seinem heldenhaften Einsatz am Sonntag gekommen war.
Er habe die Entsetzensschreie der Mutter gehört und zunächst an einen verunglückten Hund geglaubt, sagte Reeder dem Sender. Dann jedoch habe er den Kinderwagen im Hafenbecken treibend gesehen. "Ich bin einfach reingesprungen und habe den Wagen zum Kai gezogen." Dort warfen ihm Fischer ein Tau zu, mit dem sie den Kinderwagen mitsamt dem darin festgeschnallten sechs Monate alten Buben nach oben zogen. Es sei unglaublich, dass der Säugling sein minutenlanges Abenteuer im eiskalten Wasser überlebte, sagte Reeder: "Ich sah, wie er nach Luft schnappte. Da wusste ich - alles ist gut, er wird es schaffen."
Ein Polizeisprecher bestätigte, dass das Baby außer Lebensgefahr sei. Als der TV-Sender Reeder als "Held" bezeichnete, lachte dieser: "Ich bin doch nur der Kerl, der reingesprungen ist. Ich bin einfach glücklich, dass ich helfen konnte." (APA, 28.1.2013)
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