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Bruno Kramm fordert jenes Geld zurück, das die Gema den Musikverlagen weiterleitet.
Der Urheberrechtsbeauftragte der deutschen Piratenpartei, Bruno Kramm, verklagt die Verwertungsgesellschaft Gema. Kramm ist selber Musiker. Sein Ziel: Die Einnahmen durch Werksnutzung sollen nicht mehr den Verlagen zugute kommen.
Eingereicht wird die Klage heute in Berlin, mit dabei ist auch Sänger Stefan Ackermann, der für Kramm als Texter für das Projekt "Das Ich" tätig war. Ziel ist es, wie Golem schreibt, dass die Einnahmen, die die Gema durch die Nutzung seiner Werke erzielt, nicht mehr an die Verlage weitergibt.
Diese erhalten aktuell zwischen 33 und 40 Prozent der Summe, der Rest geht an die Künstler selber. Jenen Anteil fordert Kramm nun inklusive Zinsen zurück, da er dieses Ausschüttungsmodell der Gema für nicht mehr zeitgerecht empfindet. Eingerichtet wurde es zu Zeiten, in denen der Vertrieb gedruckter Noten noch ein wichtiger Geschäftszweig für die Unternehmen war.
Mit einer ähnlichen Klage hatte bereits die VG Wort zu kämpfen, die als Verwerter für Autoren und Verlage tätig ist. 2012 konnte sich der Patentrichter Martin Vogel damit in erster Instanz durchsetzen, der Prozess geht nun in die zweite Runde. Damals ging es darum, dass die Gesellschaft die den Autoren zustehenden Erträge jahrelang nicht freigegeben hatte.
Die Gema selbst wiederum hat ein Verfahren gegen YouTube angestrengt. Sie wirft dem Videodienst Stimmungsmache vor. (red, derStandard.at, 28.01.2013)
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Die VG Wort ist bzw. die Literatmechana ist ja genauso fragwürdig. Die sollten lieber an die Autoren ausschütten, als an die Verlage. Die Autoren (besonders bei wissenschaftlichen Beiträgen oder Journalisten) sind m.E. ungerechtfertigt im Nachteil.
Wer die kreative Leistung schafft sollte auch min. 80% der Ausschüttung erhalten.
myvideo und clipfish soll durch die sperren wohl ein vorteil zugeschanzt werden, was versteckter protektionismus wäre.
doch deutschland braucht keinen protektionismus, es genügt, den protektionismus der US musikindustrie abzuschiessen. höchste zeit.
danach braucht man auch die GEMA in der form nicht mehr.
In Deutschland sind ca 600 der 1000 beliebtesten Videos gesperrt. Im Sudan (Land mit den zweitmeisten Sperren) sind es 152.
Kann man tatsächlich so gierig sein?
http://apps.opendatacity.de/gema-vs-youtube/
Die GEMA hat eben den staatlichen Auftrag, einen Obulus von gespielter Musik einzuheben.
Google weigerte sich einfach, den geforderten, lächerlich geringen Betrag zu zahlen (ein Zehntelcent pro Titel IIRC, das würden die Werbeeinnahmen lockerst decken) --- und sperrt statt zu bezahlen einfach die Videos
Dass Google bei der Sperre den Anschein erweckt, die sturen A-löcher säßen auf der anderen Seite, ist nur geschicktes Marketing.
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