Burma wurde Hälfte der Schulden erlassen

28. Jänner 2013, 08:32
  • (Bild: Palast in Mandalay)
    foto: apa

    (Bild: Palast in Mandalay)

Internationale Gläubigergruppe streicht sechs Milliarden Dollar

Rangun/Tokio/Oslo - Der Regierung von Burma (Myanmar) ist eigenen Angaben zufolge von der internationalen Gläubigergruppe Pariser Club die Hälfte ihrer Schulden erlassen worden. Die am Freitag getroffene Einigung reduziere die Auslandsschulden des Landes um rund sechs Milliarden Dollar (4,54 Milliarden Euro), berichtete die Regierungszeitung "New Light of Myanmar" am Montag unter Berufung auf eine offizielle Erklärung. Demnach erließ allein Japan drei Milliarden Dollar Schulden und Norwegen 534 Millionen.

Dem Bericht zufolge sollen im kommenden halben Jahr weitere Staaten folgen. Finanzminister Win Shein begrüßte die Einigung als Beginn einer neuen Ära, "in der Burma vollständig mit allen Mitgliedern des Pariser Clubs kooperiert". Der Pariser Club ist eine informelle Gruppe von Industriestaaten, der unter anderem die USA, Japan und mehrere europäische Länder angehören. Der Schuldenerlass ist Ausdruck des Vertrauens in die Fortsetzung des vor knapp zwei Jahren eingeleiteten Reformkurses von Präsident Thein Sein.

Der frühere General hatte im Mai 2011 die Macht von einer Militärjunta übernommen. Zur allgemeinen Überraschungen leitete er in dem jahrezehntelang autoritär regierten und international isolierten Land eine Reihe ehrgeiziger politischer und wirtschaftlicher Reformen ein. So ließ er politische Gefangene frei, nahm Gespräche mit Rebellen auf, lockerte die Zensur der Presse und erlaubte der Nationalen Liga für Demokratie der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi die Rückkehr in die Politik. (APA, 28.1.2013)

Kommentar posten
14 Postings

Und warum hat man diesen völlig logischen Schritt bei Griechenland nicht gesetzt?

haben Sie die letzten jahre geschlafen? was ist mit dem verzicht der privaten gläubiger zb aus dem märz 2012, in dem die privaten auf die mehrheit ihrer forderungen verzichten haben und durch den sich die schulden griechenlands um irgendwas zwischen 100 und 150 milliarden verringert haben?

Und wer zahlt das?
Wieso geht das bei Griechenland und Co. nicht?

Weil die Griechen faul, dumm und überhaupt selbst schuld an ihrer Misäre sind und über ihre Verhältnisse gelebt haben. Die Griechen müssen bluten für ihre Sünden damit die fleißigen, braven und sparsamen Österreicher und Deutschen ja nicht belastet werden. Myanmar hingegen muss seinen Reformkurs belohnt werden egal was das Regime vorher verbrochen hat und immer noch verbricht.

"Burma wurde Hälfte der Schulden erlassen"

Diese Hälfte muss dafür von Myanmar übernommen werden.

die märkte kriegen schon länger feuchte augen beim schielen nach burma

so ein grosser unterentwickelter markt, so viele bodenschätze, so eine grosse bevölkerung

das land wird sich in den nächsten zwei jahrzehnten wohl radikal ändern, nicht nur zum besten...

wie sagte der herr kommerzialrat: und so gehts...

Schön für Burma

Zahlen darf das jetzt der Steuerzahler in den jeweiligen Ländern. Schulden werden nie erlassen, sie werden nur auf andere Schuldner umgebucht.

Nein, sie lösen sich im Nichts auf, so wie sie auch aus dem Nichts geschaffen wurden.

Nein, das tun sie mitnichten

Denn das kann nur die Bank, die den Kredit erschaffen hat. Und diese Bank kann und wird den Kredit nicht erlassen, denn Banken sind keine karitativen Organistionen.

Die Schulden werden einfach nur auf andere Schuldner umgebucht, so wie geschrieben. Da das allerdings nicht so populär ist, den Steuerzahlern ungefragt neue Lasten aufzubürden, wird das nie erwähnt, womit jeder sich freuen kann über seine großzügige Regierung.

Ein jeder Japaner hat dann nach Ihrer Rechnung knapp 30 Dollar dafür ausgegeben.

Denken Sie nicht, dass es das wert ist?

ach wär ich doch auch burma

...hmm, wäre Burma Kammermitglied, würde die Behörde im Auftrag des Banken, FA und SVA die goldenen Pagoden pfänden lassen...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.