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Jerusalem - Israels Regierung hat ein Gesetz vorgelegt, mit dem die Beduinen der Negev-Wüste dauerhaft sesshaft gemacht werden sollen. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu teilte am Sonntag mit, sie werde die illegalen Dörfer, die bisher keine öffentlichen Dienstleistung erhielten, offiziell anerkennen, wenn sie eine gewisse Größe überschritten. Netanyahu erklärte, das Ziel dieser "historischen Entscheidung" sei es, den illegalen Siedlungen der Beduinen ein Ende zu setzen und die Nomaden besser in die israelische Gesellschaft zu integrieren.
Die arabische Minderheit in Israel äußerte jedoch scharfe Kritik an dem Entwurf, der dem vergangene Woche neugewählten Parlament nach seinem Zusammentritt Anfang Februar vorgelegt werden soll. Die offizielle Vertretung der arabischen Minderheit sprach von einem "katastrophalen" Projekt mit "gefährlichen" Auswirkungen. Der arabische Abgeordnete Taleb al-Sana sagte dem Militärradio, die Regierung sei dabei, sich das Land der Beduinen anzueignen. "Wir lehnen dies absolut ab", sagte al-Sana.
In Israel leben insgesamt 160.000 Beduinen, die meisten davon in der Negev-Wüste im Süden des Landes. Mehr als die Hälfte von ihnen wohnt in offiziell nicht anerkannten Dörfern ohne öffentliche Dienstleistungen. Viele leben in völliger Armut. Die links-liberale Zeitung "Haaretz" kritisierte, das Gesetz erkenne nicht das Recht der Beduinen am ihrem Land an. Zudem zwinge es rund 100.000 Menschen, ihre Zelte zu verlassen und in Wohnungen umzuziehen, die bisher nicht gebaut seien und wahrscheinlich auch nicht für sie ausreichen würden. (APA, 28.1.2013)
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Die Würde, die Selbstachtung, die Fähigkeit eine Familie zu ernähren, die Unabhängigkeit, die Freiheit. Wird das einem Volk genommen, dann zerbricht es, verwandelt es in bettelnde Alkoholiker.
1000 Jahre nomadieren die Beduinen schon durch ihr Land. Jetzt sagen ein paar Zuagraste, das sei illegal.
Würdigung des Lebensstils der Beduinen ist geboten. Respektvoller Umgang mit dem angestammten Land, dessen legale Nutzung im Völkerrecht bestätigt ist.
Dieser Beduinenstaat -ja es handelt sich hier tatsächlich um einen Staat- und seine sozialen Strukturen sind einzigartig und schützenswert. Die Negev-Wüste samt ihren Bewohnern ist Weltkulturerbe und nicht allein Sache der israelischen Politik.
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
und Nomadenstämmen sieht man auch in Jordanien, Syrien, Irak, Türkei, und sah ihn früher und teilweise heute noch in Europa: Es hat lange gebraucht, bis der schwedische Staat die Lebensweise der Rentierzüchter mit den Erfordernissen einer geregelten Schulausbildung vereinen konnte. Die Roma würden auch in Ruhe gelassen werden, wenn sie sich den Regeln der Mehrheitsbevölkerung anpassen würden. Ideen für konstruktive Lösungen könnte man sich am ehesten in den skandinavischen Ländern und deren Umgang mit der samischen Minorität holen.
Israel gave birth control to Ethiopian Jews without their consent
http://www.independent.co.uk/news/worl... 68800.html
http://www.haaretz.com/news/nati... m-1.496519
Eines verstehe ich nicht.
Wenn die israelische Regierung so gerne Wohnungen baut, warum kann sie dann nicht einfach für ihre beduinischen MitbürgerInnen einige dieser wunderschönen Häuser bauen, die zu Tausenden in den Siedlungen entstehen. Damit könnte man sicher einge der Beduinen zur Sesshaftwerdung überreden.
Oder sind diese Häser etwa nur einer bestimmten Bevölkerungsgruppe vorbehalten?
oder mit der den siedlern fraglos gewährten infrastruktur
kann man hier nachlesen
"...
In Wirklichkeit besitzen viele Beduinenstämme Landtitel, die bis in die Zeit der britischen oder osmanischen Herrschaft zurückreichen. Manche Familien versuchen inzwischen, vor israelischen Gerichten die Rechtmäßigkeit des Anspruchs auf ihr angestammtes Land nachzuweisen. Die beduinischen Israelis machen 30 Prozent der Bevölkerung des Negev aus, sie besitzen aber lediglich 2 Prozent des Grund und Bodens. Und obwohl sich ihre Forderungen auf nur 5 Prozent des Landes beschränken, hat Israel bis heute keine einzige Landforderung durch Beduinen im Negev anerkannt.
1963 erklärte...Dajan: „Wir sollten die Beduinen zu einem städtischen Proletariat machen"
das ist ja schön aber
1. werden die Häuser auf Israelischem Gebiet errichtet
2. Haben die Beduinen einen Isr. Pass
3. Natürlich ist es schwierig landteile zu verwalten, besonders bei ehemaligen Nomaden...
4. was ist falsch daran wenn man Menschen Häuser und Infrastuktur bereitstellt?
1. Die Beduinen wohne schon in Häusern.
Die meisten von ihnen wohnen in Dörfern, und Siedlungen, die sie selbst gebaut haben.
2. Die Beduinen der Negev Wüste sind israelische Staatsbürger, einige von ihnen dienen - freiwillig - in der IDF, sie zahlen Steuern und sind wahlberechtigt.
Einige von ihnen sind übrigens Likud Stammwähler. Die meisten wählen eine von vier arabische Parteien, die in der Knesset vertreten sind.
3. Es gibt keine Gelegenheit, die ein Verschwörungstheoretiker auslassen würde, sein Ressentiment nicht abzulassen, wenn es um Isarel geht.
Das wäre sozusagen ein verlorener Tag, wenn man das ausließe.
"Die arabische Minderheit in Israel äußerte jedoch scharfe Kritik an dem Entwurf... Viele(Beduinen) leben in völliger Armut. Die links-liberale Zeitung 'Haaretz' kritisierte, das Gesetz erkenne nicht das Recht der Beduinen am (sic!) ihrem Land an. Zudem zwinge es rund 100.000 Menschen, ihre Zelte zu verlassen und in Wohnungen umzuziehen, die bisher nicht gebaut seien und wahrscheinlich auch nicht für sie ausreichen würden..." Anscheinend sitzen Ihre "Verschwörungstheoretiker vor allem in Israel ...
1) Nein die Beduinen wohnen bestenfalls in Hütten.
Hier ein Foto:
http://www.timesofisrael.com/in-the-mu... -trackers/
Hier der Vergleich mit einer Siedlung:
http://www.guardian.co.uk/world/201... s-work-ban
Die Unterschiede sind kaum ersichtlich, gell ?
2) Ja die Beduinen sind israelische StaatsbürgerInnen und es gibt sicher auch unter ihnen Menschen die dumm genug sind den Likud zu wählen.
Nur wie viele haben Sie schon in den Siedlungen des Westjordanlandes getroffen? Wie viele nicht-jüdische Israelis leben in diesen Siedlungen?
3) Siedlungsbau ist keine Verschwörungstheorie. Leider.
Das sind fotos von den siedlungen, die die beduinen aufgeben sollen.
So sieht eine beduinen stadt aus:
http://en.wikipedia.org/wiki/Al-Sayyid
Seit den späten 1960er Jahren verfolgte der Staat eine eindeutige Politik zur Urbanisierung der Beduinen. Heute gibt es sieben anerkannte Beduinenstädte; die größte, Rahat, hat über 50?000 Einwohner. Den Städten fehlt es allerdings an elementarer Infrastruktur wie Gehwegen, asphaltierten Straßen, Banken, Bibliotheken und Arbeitsmöglichkeiten für die Bewohner. Es handelt sich überwiegend um Schlafstädte, die der Kultur der Beduinen in keiner Weise Rechnung tragen und die unumkehrbare Auswirkungen auf das Familienleben und die Sozialstrukturen haben
Die Beduinen stellen seit den 60ern ein soziales Problem in Israel dar. Ihre Gegenden gehören zu den ärmsten im Land und sind noch dazu sehr strukturschwach.
Die Regelung die jetzt mit ihnen getroffen wurde, ist die erste seit Jahrzehnten, die mit Billigung und in Übereinkunft mit den Vertretern der Beduinen erfolgte. Die israelische Regierung erkennt diese Siedlungen an und verpflichtet sich zu Infrastrukturprogrammen, und im gegenzug halten sich die Beduinen an die isarelischen Rechtsnormen, z.B. Bauverordungen und ihre Kinder insbesondere die Mädchen in Schulen zu schicken.
Ihre stalinistische Antiisarelattitüde ist hier fehl am Platz. Besser wäre, sie kümmern sich darum, wie es mit den Roma in Ungarn steht. Die brauchen Hilfe.
das steht aber im standard-artikel genau umgekehrt
gehens lieber wieder nach ungarn, den roma helfen
z.B. Tal Adler und dem Projekt Isarelistine, das sich seit Jahren mit diesem Thema beschäftigt.
Ich habe die Links zu diesen Projekten in drei Postings veröffentlicht. Keine einzige Reaktion außer roten Stricherl. Niemand hat sich auch nur irgendwie damit beschäftigt oder eigene Recherchen angestellt.
Es geht hier wirklich nur ums antiisraelische Ressentiment.
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