Neun von zehn WU-Studierenden für Zugangsregeln

  •  ÖH-Vorsitzender der WU, Christian Tafart: "Es ist an der Zeit, dass etwas passiert."
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    ÖH-Vorsitzender der WU, Christian Tafart: "Es ist an der Zeit, dass etwas passiert."

  • WU-Wien: Kapazitätsprobleme aus studentischer Sicht
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    WU-Wien: Kapazitätsprobleme aus studentischer Sicht

Hohe Drop-out-Raten, zu wenig Budget: Die WU Wien leidet besonders unter Überlastung. Eine Studie zeigt nun, was die betroffenen WU-Studierenden wollen: 88 Prozent sagen, die ÖH der WU solle sich für "faire Zugangsregeln" und mehr Masterplätze einsetzen

Wien - Für das Burgtheater ist Warten auf Godot ein gutes Stück. An der Wirtschafts-Uni (WU) aber bitte nicht, meint der dortige ÖH-Vorsitzende Christian Tafart (AktionsGemeinschaft WU). Er fühlt sich manchmal wie ein Akteur des absurden Stücks von Samuel Beckett, will es aber endlich vom Uni-Spielplan entfernt sehen. Die Studierenden hätten zu lange vergeblich gewartet, dass die Regierung die überlastete WU wirksam entlaste oder ausbaue, sagt Tafart im Standard-Gespräch: "Es ist an der Zeit, dass etwas passiert."

Was aber soll passieren, wenn es nach den Betroffenen, den 23.584 WU-Studierenden, geht? Um das zu erfahren, hat die dortige ÖH eine für die WU repräsentative Erhebung unter 320 aktiven Studierenden zum Themenkomplex "Kapazitätsprobleme aus studentischer Sicht" beim Sozialforschungsinstitut Brunmayr durchführen lassen, die dem Standard vorliegt.

  • Wie sind WU-Studierende von den Kapazitätsproblemen betroffen? Fast sieben von zehn WU-Studenten sagen, sie sind von Kapazitätsproblemen betroffen (30 Prozent sehr, 39 Prozent eher ja), ein knappes Drittel wenig bzw. gar nicht. Allerdings glauben 87 Prozent der aktuellen Studenten, dass nachfolgende Kohorten noch stärker unter Engpässen stöhnen werden.
  • Wo werden die Kapazitätsprobleme erlebt? Im Schnitt nennen an die zwei Drittel der Befragten künstliche K.-o.-Prüfungen und keinen Platz in BWL-Spezialisierungen bzw. im Master-Studium.
  • Was sind die Ursachen für die vorherrschenden Kapazitätsprobleme? Vier von fünf Studenten (84 Prozent) meinen, die Regierung "will keine Lösung" , 70 Prozent finden, es "drängen zu viele an die WU". Für fast zwei Drittel (25 Prozent sehr, 40 eher) ist die "politische Reformverweigerung schuld" daran, dass 43 Prozent der Studienanfänger an der WU noch im ersten Semester wieder ausscheiden.
  • Welche Zwischenlösungen werden für sinnvoll gehalten? Zur kurzfristigen Entschärfung der WU-Engpässe setzen 61 Prozent der WU-Studenten sehr oder eher auf "Zugangsregeln für das Bachelor-Studium" , 38 Prozent lehnen das sehr oder eher ab. Für den Master will jede/r Zweite (52 Prozent) Zugangshürden, fast so viele (47 Prozent) sind allerdings dagegen. Tafart fordert auf dieser Ebene daher den Ausbau der Kapazitäten, "denn die allermeisten WU-Studierenden planen ein Master-Studium. Die Engpässe im Studium und auch beim Übergang in den Master kommen einem Studierverbot gleich. WU-Studenten wollen zielstrebig studieren und verlangen Qualität im Studium."
  • Was soll die ÖH der WU tun? Sich um Verbesserungen bemühen (94 Prozent), ist nicht überraschend. Dass aber fast neun von zehn WU-lern (88 Prozent) von ihrer ÖH verlangen, sie soll für "faire Zugangsregeln" kämpfen, schon eher. Tafarts Lesart: "Die Leute an der WU freuen sich natürlich nicht über Zugangsregeln, aber sie wissen, dass es so wie jetzt nicht geht. Wenn die Studierenden sagen, sie wollen Zugangsregeln, dann ist das für mich ein klarer Auftrag. Diese müssen aber fair sein. Wir sind eine lösungsorientierte ÖH. Wunsch ist der freie Hochschulzugang - vor allem aber sind es ausfinanzierte Unis. Die Hauptforderung an die Politik bleibt: Es muss einen Ausbau der Kapazitäten geben, denn auch wenn man die Türen zumacht, sind die Studierenden ja trotzdem noch drin." (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, 28.1.2013)
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II

(weil das technisch erreichbare nie vollkommen wird - welche abweichung toleriere ich warum? korrektur für oben)

das ideal des freien zuganges ist also mit wertvorstellungen verbunden.
diese mit polemik auszuhebeln, löst gar nichts.

es gibt bedauerlicherweise zwei seiten, die im gegenseitigen unterminieren und dissen ihrer wertvorstellungen wohl immer kindischer werden, das sieht man in der ganzen politik..

es geht hier nicht nur um ein budget...

...vorher hat jemand ein sehr schönes beispiel mit trinkwasser gebracht (aber eigentlich wollte er das als beispiel bringen, dass unbeschränkte system funktionieren können - leider mit dem schönheitsfehler, dass es perfekt in meine argumente passt ;)) --> wenn du mehr wasser brauchst, als physikalisch vorhanden ist, kannst noch soviel am "budget" rumdoktorn und es wird nix bringen. ist das nicht eigentlich ein linker satz: "wenn ihr den letzten wald gerodet ... etc. ... werdet ihr merken, dass man geld nicht essen kann". budget alleine reicht nicht. und genau das ist das problem hier

Noch mal langsam, vielleicht verstehen Sie es ja irgendwann:

Bleiben wir beim Wasser und bei dem Ansatz "Die Bewohner von Wien sollen unbeschränkten Zugang zum Wasser haben." Darauf hin wurden Wasserleitungen ua. vom Hoschwab nach Wien gebaut und in Wien ein Leitungsnetz geschaffen, damit alle Zugang zu Wasser hatten.

Als die Bevölkerungszahl von Wien gestiegen ist, stieg auch der Wassverbrauch. Deshalb investierte man weiter in das Wassernetz, und noch immer haben alle unbeschränkten Zugang zu Trinkwasser.

Natürlich würde das System zusammen brechen, wenn Wien plötzlich unendlich viele Personen nach Wien ziehen würden. Dies wird aber nicht passieren, da es gar nicht unendlich viele Menschen gibt.

es braucht gar nicht unendlich viele

es reicht auch eine endliche zahl. und wenn die bevölkerungszahl von heute auf morgen stark steigt, dann brichts zusammen. das heisst jetzt nicht, dass ich sagen, dass das passiert. das heisst nur, dass das system keineswegs unbeschränkt ist.

ich hab schon lange begriffen, worums dir geht, nur du kapierst nicht, dass das kein unbeschränktes system ist. es sind nur hinreichend genug ressourcen vorhanden. geh nach kairo und sag den blödsinn dort nochmal, dann werdens dich mit nassen fetzen rausjagen

Natürlich ist das System nicht unbeschränkt, der Zugang ist unbeschränkt (im Sinne von "jeder kann, der will").

Somit einigen wir uns also darauf, dass es in der Realität sehr wohl Systeme gibt, zu denen es einen unbeschränkten Zugang gibt.

Warum sollte das jetzt beim Studium nicht funktionieren?

Zumindest wenn der politische Wille da wäre, wäre ein unbeschränkter Studienzugang (unbeschränkt im Sinne von "jeder mit Matura oder Vergleichbarem darf") sehr wohl möglich.

teil 2

z.b. wasser in kairo sparen, wasser wieder aufbereiten, flüsse nicht verschmutzen, ...

und das ist für mich äquivalent zum bildungssystem. es GIBT bereits überall auf dem planeten verstreut bildungssysteme, die für extrem gute soziale durchmischung, hohes niveau und damit wirtschaftswachstum und konkurrenzfähigkeit sorgen. da ist doch die frage, ob wir eher an der lösung von problem interessiert sind, oder an einem dogmatischen lösungsweg der noch nirgends auf der welt ein befriedigendes ergebnis geliefert hat

einfach deswegen...

...weil politischer wille alleine manchmal einfach nicht reicht.

ich werde es wieder in das gleichnis reinpacken. gib z.b. in kairo unbeschränkten wasserzugang. das geht mal von heut auf morgen sowiso nicht (also äquivalent zum unbeschränkten zugang heute). gut, jetzt kann man diskutieren, dass man extrem viel unter die prämisse stellt, dass das ermöglicht wird und extrem viel geld über jahre reinpfeffert und riesen wasserleitungen baut (im bildungssystem bräuchte es dafür EXTREME mehraufwendungen). die frage ist nur, ist es das auch wert im verhältnis zu dem, was man reinstecken würde, vor allem wenn es andere methoden gibt, die viele erstrebenswerte ziele auch erfüllen und deutlich billiger sind

Von heute auf morgen geht das nicht, da haben Sie recht. Da wurde in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten von der Regierung viel versäumt.

Wenn die Methoden voraussetzen, dass viele Leute keinen Zugang mehr erhalten (aufs Wassersystem in Kairo umgelegt würde das bedeuten: wir bauen zwar eine Wasserversorgung, aber halt nicht für alle) weiß ich nicht, ob diese so erstrebenswert sind, auch wenn sie billiger sind.

teil 2

mir geht es ja keineswegs darum, leute rauszukicken, die wirklich bildung wollen. die realität sieht allerdings anders aus. ich zitiere hier gern vorfälle aus massenstudien (ich glaub in psychologie in wien ists vorgekommen), dass alleine die ankündigung, aufnahmeprüfungen machen zu wollen, dafür gesorgt hat, dass sie nicht mehr notwendig waren. da kann mir doch kein mensch erzählen, dass diese leute wirklich an psychologie interessiert waren, wenns mir das nicht mal wert ist, dafür zu einer prüfung anzutreten auf die man nicht mal lernen muss.

und ganz ehrlich, ich weiss, das kann man anders sehen, aber bei solchen leuten ist das geld rausgeschmissenes geld. die sind und waren nie an bildung interessiert, sondern am studentenleben

ich sehe das etwas anders...

...nicht jeder ist für ein studium geeignet (nicht jeder kann und braucht in kairo ein hotel mit springbrunnen). es hat sich mittlerweile eingebürgert, dass man studiert, weil man nicht weiss, was man sonst machen soll (natürlich nicht alle). ich nehme an, du bist auch student. dann kennst die solche leute 1000prozentig. ich weigere mich zu glauben, dass einfach nur ich so ein statistischer ausreisser bin, der in der mehrheit seiner komilitonen solche leute hat. wirklich interessierte sind selbst in technik studien die minderheit. deswegen halte ich es für gerechtfertigt, die eignung oder zumindest den willen zu prüfen. analogon: jeder der sich überhaupt ein hotel mit springbrunnen leisten kann, kriegt eine genehmigung auf soviel wasser

Teil 1:

von Springbrunnen war nie die Rede ;)

Viele studieren, weil sie nicht wissen, was sie sonst machen sollen, da gebe ich Ihnen recht. Deshalb drängen auch viele in die "Massenfächer", weil sie es nicht besser wissen.

Deshalb sollte man auch dort gezielt ansetzen, in dem man früh genug informiert und aufklärt (siehe auch: http://derstandard.at/plink/135... 29794972).

Wenn man bei einem Zugangstest nicht genommen wird, heißt das ja nicht, dass sie dann automatisch wissen, was sie sonst machen sollen.

teil 2

und zusätzlich hat man dann ein gewisses mindestniveau bei den anfängern, auf das man aufbauen kann...man muss nicht mehr jeden käse von vorne neu machen. dass die matura das mittlerweile nicht mehr leisten kann, ist ja kein geheimnis mehr

na eh nicht...

...aber ein studium ist ja keine pargarage für unentschlossene. ich bin auch der meinung, dass informieren eine bringschuld der studenten ist. auch das kann man anders sehen.

für mich hätte eine zugangsprüfung auch hier einen positiven nebeneffekt: wenn jemand eine prüfung machen muss, muss er sich schon mal überlegen, ob er das überhaupt wirklich machen will. und er muss vlt. auch etwas arbeit reinstecken. die prüfung muss ja nicht sauschwer sein. darum gehts mir ja nicht. und ich bin auch der meinung, dass der staat dann jeden studienplatz zu finanzieren hat, der ein gewisses niveau erreicht. z.b. auch über grosszügig angelegte stipendien, wenn der fortschritt passt

Teil 2:

(schön langsam wird es unübersichtlich)

Ich bin nicht aus irgendwelchen ideologischen Gründen gegen Aufnahmetests, ich halte es nur für unmöglich, VOR dem Studium die Eignung zu einem Studium abzufragen. vor allem in Österreich, wo es ein sehr stark differenziertes Schulsystem (Hauswirtschaftsschulen, Kindergartenpadägogik, HAK, Gymnasien mit Schwerpunkten, HTLs) gibt.

Ich selbst studiere zB Mathematik und ich wüsste nicht, wie man vor dem Studium die "Eignung" abprüfen könnte. So habe ich Kollegen gesehen, die zB in Algebra Genies waren, in Modellierung / Numerik aber mit ach und krach durchgekommen sind.

Das einzige was man nach einem solchen Matheeingangstest wüsste, wäre, wie gut der Lehrer in der Schule war

wissen und bildung sind immateriell

da befindet man sich bzgl. budget noch sehr in der nach oben offen - situation. die ressource ist dem gegenüber fast unbegrenzt, nämlich "kopierbar". die gebäude und lehrmittel sind katalytisch wirkend, der verbrauch ist also nicht die wesentliche grösse. das gilt noch viel mehr seit dem entwicklungsstand der kommunikationstechnologien.

während beim wasser das budget (zum "brunnengraben") zwar ein katalytischer faktor ist, aber die ressource begrenzt, man kommt ungleich schneller in die diminishing returns.

wissen selber...

...ist kein problem. es geht hier um die vermittlung an der uni. und die ist keineswegs unbegrenzt möglich. es gibt viele ansätze zum elearning. sobald da mal was passiert, können wir eher über unbeschränkte unis diskutieren, aber solange da noch nix passiert ist, ist es unverantwortlich, jedes semester wieder zuviele an die uni zu lassen. sobald man elearning eingeführt hat, kann man die zulassungsgrenze ja extrem hoch stellen. nur die grenze muss sich eben immer danach richten, wieviele man betreuen kann. und das passiert de fakto im moment durch knockout prüfungen eh schon

Das stimmt nicht

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser in Österreich ist nicht beschränkt.

Natürlich heißt dass nicht, dass allen unendlich viel Trinkwasser zur Verfügung steht, aber es gibt keine Vorselektion (in Form von "Zugangstests" oder ähnlichem) und trotzdem funktioniert es in der Realität sehr gut.

weil trinkwasser im verhältnis zum bedarf

unbeschränkt da ist. soll heissen, wenn irgendwann mal der bedarf an trinkwasser zu gross wird, wirds auch bei uns nicht mehr hinhaun. nur weil wir diese grenze noch nicht durchstossen haben, heisst das nicht, dass das nicht irgendwann ein problem wird. dass das ein problem ist und nirgends auf der welt funktioniert (bzw. dann lösungen notwendig werden) sieht man z.b. in wüstengebieten.

Wollen Sie mein Argument nicht verstehen?

Das Trinkwasser war nur ein Beispiel.

Auf was ich hinaus will: Es gibt in der Realität sehr viele Bereiche mit unbeschränktem Zugang, die auch sehr gut funktionieren.

Sich hinzustellen und zu behaupten "unbeschränkter Zugang kann per se nicht funktionieren" ist also schlichtweg falsch.

ich verstehe das sehr wohl...

...nur ist das kein gutes beispiel. es ist einfach generell so, nur weil man die entsprechende ressource noch nicht überbelastet hat, weil nicht genug nachfrage um es zusammenbrechen zu lassen, heisst das nicht, dass es nicht eine prinzipielle schranke gibt. die beschränkung wäre in diesem fall die menge des wassers (und das ist eine sehr harte schranke). nur ist sie halt NOCH nicht überschritten. und das ist der unterschied zum unisystem. unbeschränkt ist deswegen aber genau gar nix

für die aktuelle uni dh. bildung kann mit budget weit mehr erreicht werden, als beim wasser, wenn es alle ist.
bildung ist unerschöpflich.

bildung schon...

...nicht aber die ressourcen zur vermittlung (professoren, betreuer, räumlichkeiten). bildung aus einem buch kannst jetzt schon haben, dazu brauchst nicht an die uni. unbeschränkter unizugang ist was vollkommen anderes als freie bildung

Sie verstehen rein gar nichts

Natürlich kann man jedes System sprengen, wenn mann die Nachfrage gegen Unendlich treibt.

Werte/r blub7,

ihr neoliberaler OECD-Sch*s is oba genauso unnötig, wie ihre "linksgerichteten Demagogen".
Außer Sie profitieren in irgendeiner Form davon bzw. haben einen gut dotierten Posten in Aussicht.

es ist natürlich vollkommen unmöglich

dass man es einfach richtig findet, was die oecd in diesem punkt sagt. man muss natürlich selbst davon profitieren

das wirft viel eher ein licht darauf, warum du für den unbeschränkten zugang bist ;). wirst wohl sehr davon profitieren und das nicht zum vorteil der gesellschaft, sondern nur zu deinem eigenen

auch die OECD und vorher von linksgerichtet zu schreiben

wer sind die Akteure der OECD und welche politische Ausrichtung ist die herrschende

wenn Sie das korrekt beantworten, brauchen Sie sich über die OECD Empfehlung nicht mehr wundern

das waren 2 komplett unabhängige aussagen

und in der oecd kann man mit fakten und zahlen umgehen. das unterscheidet sie von linksgerichteten demagogen ;)

OECD und PISA

wer ist führend Finnland oder?

Hochschulzugang von Finnland ist frei zumindest für die Finnen

Bildungsbeteiligung:

http://de.wikipedia.org/wiki/Stud... r#Finnland

woher kommt dann die Empfehlung von Zugangsbeschränkung und Studiengebühr

tja wenns nicht links ist dann ist es wohl rechts, eben rechte Demagogen, ob das besser ist als linke Demagogen, ist zweifelhaft

ma lieb!

wieder einer, der korrelationen zieht, wo es keine gibt!

denn nach finnland kommen auf einmal alles länder aus ausien in denen es oftmals rigiede zugangsbeschränkungen gibt!
also ist finnland ein statistisches ausreisser

in asien ist das verhältnis der gesellschaft zu autorität und familie ein wesentlich anderes.

dieser vergleich hilft uns in EU wenig, der korken ist nämlich aus der flasche.
das heisst nicht dass es von diesen gesellschaften nichts zu lernen gäbe, aber genau, man kann diese entwicklungen nicht auf so billiger ebene vermischen.

ein wesentlicher unterschied besteht zwischen japan und philippinen. die autoritätsstruktur in japan ist nun zu hinterfragen, nach dem GAU. wo es ökonomisch möglich ist, strebt man auf den philippinen nach bildung, UND es wird miteinander geredet, es gibt starke kritik an standesgrenzen und historischen strukturen. es wäre ohne kontinuität von bildung/ausbildung nicht möglich, 10% im ausland arbeiten zu lassen. von dieser basis wird weiter gestrebt. bildung wird in den kontext einer identifikation gestellt.

habe nicht damit gemeint, dass wir unbedingt ein asiatisches system bekommen sollen!

gott bewahre.

nur gehen mir so witzfiguren wie der "manager" auf den keks, die kurzsichtig schlüsse ziehen, die einfach unlogisch sind.
einfach zu glauben, das finnische system übernehmen zu müssen, weil es in finnland funktioniert.
oder noch dümmer: einen freien unizugang zu verlangen weil ihn finnland -vermeindlich" hat, ist diplomatisch naive und kurzsichtig.
es funktioniert weil es für finnland maßgeschneidert wurde. und dass es sehrwohl aufnahme beschränkungen auf finnischen unis durch aufnahme/eignungsprüfungen gibt, verschweigt er entweder wissentlich óder- was ich vermute- aus reinem desinteresse am thema!

Interessant wenn wir Finnland also nicht nachnahmen werden unseren Abstieg weiterbehalten, und wenn wir sie nachahmen auch, ist das nicht ein Widerspruch?

Ich kaufe mir also auch das zweitschnellste Auto, weil beim schnellsten manipuliert wurde?

Also Ihre Argumentation dreht sich eher wie der Wind!

Die breite Ausbildungsbasis innerhalb der Gesellschaft ist DIE Grundvoraussetzung einer Demokratie. Niemand außer rechtsgerichteten Recken und/oder narzißtischen Kapitalisten sieht in der Demokratie keinen gesellschaftlichen Fortschritt.

du willst also sagen...

...ohne studium ist man nicht in der lage, in einer demokratie nicht handlungsfähig? :D

wenn sich dummheit mit arroganz paart, dann kommen solche aussagen zustande. um den grundstein für demokratie zu legen, ist es im studienreifen alter schon VIEL zu spät. für sowas wird der grundstein in der schule gelegt. unbeschränkter hochschulzugang (der den zusammenbruch des hochschulsystems bedeutet) ist das genaue gegenteil von bildung

QED: Ohne näherer Information kommen noch blödere Aussagen zustande.

Bildung ist in der Tat DIE Grundvoraussetzung für Demokratie, und die beginnt in der Schule, wie ich es oben geschrieben habe.Lesen, bitte, dann tippen.
Ich vermute,Sie sind ein Nichtakademiker,der sich total clever vorkommt,wenn er unter dem Applaus seiner Mitmenschen (von denen sich auch viele ihre Teil dazu denken) auf Studenten und Studierte losgeht.
Wenn Sie krank sind, brauchen Sie einen Arzt.In einem Rechtsstreit brauchen Sie einen Anwalt. Und so weiter. Akademiker sind überall. Gesundheitssystem und Recht, beides Grundlagen der Republik. Und ja,m.M.n. ist ein abgeschlossenes Studium eine sehr gute Basis für Demokratie,weil man/frau kritisches Denken gelernt hat (vor Bologna, versteht sich). Intelligente gibt es aber überall.

teil 2

dass du kritisches denken nie gelernt hast, sieht man an deiner argumentationsweise. andere blöd anpatzen und sich dann noch gscheit vorkommen.

im übrigen, in einem studium "lernt" man nicht kritisches denken, sondern das ist eine grundvorraussetzung FÜR ein studium. lg ein akademiker

vielleicht sollte man auch den zusammenhang

zwischen schulwesen und uni-situation hinterfragen?

dieses kastendenken ist sehr hinderlich, um die dinge "fliessen" zu lassen. es generiert ein beständiges streiten und scheitern.

wenn nicht übergreifend zw schulen und uni verantwortung übernommen wird, und zwar volkswirtschaftlich statt lobby-gesteuert (siehe bologna), wie soll es da zu einer annäherung der akademikerquote und entsprechenden beschäftigung der absolventen an die führenden länder kommen?

natürlich muss man die schulen verbessern...

...die bisherige methode war ja, einfach allen die abschlüsse zu schenken. mittlerweile ist eine matura so billig, dass sie keinerlei aussage über die eignung eines zukünftigen studenten macht. die schulen müssen wieder dafür sorgen, dass sie kindern und jugendlichen das rüstzeug geben, um in einer demokratischen welt zu überleben. was ich hier teilweise für menschenverachtende sachen lese (angefangen von "leute mit der meinung sollten nicht wählen dürfen" bis "banker einsperren und schlüssel wegwerfen") ist erbärmlich. und das von leuten, die glauben sie wären die geistige speerspitze des landes

und das studium ist dann dafür da, die spitze einer disziplin heranzubilden, die die grundlagen für anwendung an den schulen legen

man kann doch stimmungsbilder nicht wörtlich nehmen

und dann mit "erbärmlich" abtun! das ist sehr schlechte politik. sie wird dann mit populismus beantwortet.
vielmehr kann man sagen, es läuft hier leider sehr unrund. die "honigtöpfe" die banksterhass, ufos und rassismus verbinden, sprechen doch für sich, sowas gibts doch unmöglich in dem umfang ohne gitantisches sponsoring. das ist doch eine veranstaltung, die den leuten vorgaukelt, sie selber wären es, deren kritik gehört wird.
wobei sehr viele - eben finanzkritische - stichworte berechtigt sind. aber was tun?

stichwort asien, bei uns Geiz ist Geil, dort sieht werbung so aus:

https://www.facebook.com/photo.php... =1&theater
we must free ourselves of the hope that the sea will ever rest...

ich befürchte...

...ich verstehe kein wort des postings. denn das was ich verstehe, hat keine zusammenhang mit dem, was ich geschrieben haben?!

ja, der weg ist weit, und würde bücher füllen.
nur sehr bruchstückhaft,
"banker einsperren und schlüssel wegwerfen" und vieles ähnliche ist von seiten der zunehmend marginalisierten ein erklärbares stimmungsbild und nicht "sie hassen unseren way of life denn sind sie todfeinde" aber diese ebenen spielen in aktuellen debatten stark rein.

letztlich bestimmen akademiker, wie die werbung aussieht, und verstecken sich hinter zahlen. aber ihre verantwortung sollte höher sein als zahlen. auch hinter der krone haben akadamiker was zu sagen. es ist eben NICHT wertfrei.

ich zeige hier einen circulus vitiosus auf.
in summe entsteht eine umgebung, die man dann beweint und finger zeigt.

um himmels willen

ich ZITIERE dich: "Die breite Ausbildungsbasis innerhalb der Gesellschaft ist DIE Grundvoraussetzung einer Demokratie. Niemand außer rechtsgerichteten Recken und/oder narzißtischen Kapitalisten sieht in der Demokratie keinen gesellschaftlichen Fortschritt."

da steht KEIN WORT von schule. du bringst diesen punkt unter einer diskussion über den unbeschränkten hochschulzugang. das impliziert eine aussage, dass demokratie nur mit studium möglich ist.

und mir ist bewusst, dass wir die alle brauchen. nur dir scheint nicht bewusst zu sein, dass nur weil man prinzipielle obergrenzen akzeptiert (wie in jedem natürlichen nicht unendlichen system), es trotzdem noch viele mit dieser bildung geben kann

Als Akademiker: "Siehe oben" bezieht sich in der Regel auf die ganze Seite,...

aber das ist gemeinsam mit dem korrekten "Zitieren" etwas, das man auf einer Uni lernt.Genau wie den korrekten gesellschaftlichen Umgang, der verbietet,jemanden zu duzen,wenn man ihn nicht kennt und derjenige es nicht wünscht.
Die Beschränkung des Unizugangs wird mehrheitlich von Leuten gefordert, die entweder gratis (oft unter Kreisky,je nach Alter) studiert haben, und/oder der Meinung sind,es müsse Einkommen für Leistung stehen und sich Bildung lediglich auf ihre Gesellschaftsschicht beschränken. Und by the way: um Kinder an Schulen zu unterrichten braucht es ebenfalls Akademiker.Wissen ist Macht.Und die Macht geht vom Volk aus.
Wenn Sie unter dem Deckmantel ihres Nicknames ihren Frust abarbeiten wollen,suchen Sie sich jemand anderes.
MfG

teil 3

und ja, du hast recht, wissen ist enorm wichtig und zwar auf allen levels. extrem wichtig ist auch die spitze der bildung --> nämlich akademiker. die geht uns mehr und mehr durch den unbeschränkten zugang verloren, weil das niveau immer weiter absinkt

ich habe nur auf deine beleidigungen reagiert. sei nicht so wehleidig ;) guten tag

Ich habe Si enicht persönlich beleidigt,ich habe die beiden Gruppen genannt,die m.M.n. repräsentativ sind.

Und ich finde es ist ein Unterscheid,ob jemand die Abschaffung von Privilegien (und Gartisbildung ist eines)fordert,der diese selbst genossen hat,oder ob jemand die Einführung einer Steuer anregt,die er selbst zwar noch nicht bezahlt,aber für angebracht hält. Auf die Tatsache,dass die Hörsaale platzen,könnte man mit dem Bau von größeren reagieren (die neue WU ist schon wieder zu klein geplant geworden),mit dem Einstellen von mehr Personal (die Akademikerarbeitslosenrate senken) und dem Schaffen von Arbeitsplätzen,die eine Zukunftsplanung für Familien ermöglichen!Ein Zwei- bis Dreijahresvertrag am Institut ermöglicht kein Niederlassen (=Steuerpflicht).Die Antwort lautet Ausweiten,nicht Einschränken!Und ja, das kostet Geld,Investitionen!
MfG!

du hast mich nicht beleidigt?

ich zitiere dich gern wieder: "Ich vermute,Sie sind ein Nichtakademiker,der sich total clever vorkommt,wenn er unter dem Applaus seiner Mitmenschen (von denen sich auch viele ihre Teil dazu denken) auf Studenten und Studierte losgeht."

und nein, es ist kein unterschied, ob man das privileg der gratisbildung oder das privileg der niedrigeren steuern oder fehlenden vermögenssteuern fordert.

und genau hier ist das problem, deswegen habe ich schwankungen geschrieben. wenns auf einmal schwankungen von bis zu 50 % gibts (und die gibts, passiert laufend in massenstudien) dann wünsch ich dir viel spass beim gebäude bauen. es gibt prinzipielle grenzen und verdrängen erweitert diese grenzen auch nicht

Stimmt genau, ich habe Sie nicht beleidigt...

sondern eine rein persönliche und subjektive Vermutung geäußert. Und eine Vermutung, wie eine Empfindung oder Meinung, ist keine Feststellung oder Beleidigung. Ist klar definiert. :-)

Wenn ihnen das Scham- und Ehrgefühl fehlen würden,den Unterschied zwischen der Abschaffung eines Privilegs und dem Einführen einer Steuer unter den genannten Umständen zu erkennen,so könnte ich ihnen da nicht helfen. Leider.

Und Sie haben völlig Recht,beim Bau der größeren Gebäude und dem Ausweiten der Auszubildendden und der Ausbildner ergibt sich keinerlei Umwegrentabilität.(IRONIE)
Beim Konsum und der Wirtschaft darf es keine Grenzen geben, aber bei der Bildung? Die Wirtschaft muss wachsen, die Ausbildung nicht? Das ist eine Aporie, mein Gutester.
LSw!

du verstehst nicht was ich sage

wenn es eine spontane schwankung gibt, dann brauchst du die gebäude JETZT. du brauchst die lehrenden JETZT. es geht nicht um rentabilität, sondern ganz einfach darum, dass wenn kapazitäten überschritten werden, du sie nicht einfach so mit einem schnipser erweitern kannst. das ist das problem mit euch, ihr könnt keine ecke weiter denken und kommt euch dann noch so arrogant klug vor, dass man den kopf gegen die wand hauen möchte

zum rest: ohne worte

lassen wirs bleiben. bei dir ist hopfen und malz verloren. du bist mit garantie geisteswissenschafter, für mehr kanns bei dir nicht gereicht haben. natürlich nur eine subjektive vermutung, keine beleidigung ;)

"dann brauchst du die gebäude JETZT. du brauchst die lehrenden JETZT"

Für jene die nicht gfanz so inkompetent sind wie unsere Politiker nennt man das Vorausplanung.

Den Bedarf könnte man ja abschätzen. So unvorhersehbar ist der Bedarf ja auch wieder nicht.

Gebäude kann man auch mieten, geeignete Akademiker gäbe es schon, wenn die Bezahlung entsprechend wäre. Wenn's draussen ein Vielfaches verdienen, werden's natürlich nicht bleiben um zu unterrichten.

Dieses Problem ist nur eine Frage des Wollens.

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