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Jerusalem/Teheran - Angesichts der unsicheren Lage im Nahen Osten will der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu nach der Parlamentswahl ein möglichst breites und stabiles Regierungsbündnis schmieden. "Die ganze Region wird durch Gewalt erschüttert, und wir müssen vorbereitet, stark und entschlossen in jeder Situation sein", sagte Netanyahu am Sonntag bei der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. Er bemühe sich daher, "die größte und stabilste Regierung, die möglich ist, zu bilden, um all den großen Sicherheitsbedrohungen zu begegnen, denen Israel ausgesetzt ist".
Angesichts des Internationalen Holocaust-Gedenktags sagte Netanyahu, der Iran leugne "den Holocaust, während er das vorbereitet, was sie für den nächsten Holocaust halten: die Zerstörung des jüdischen Staates" Israel. Sein Land nehme es "nicht auf die leichte Schulter", dass die Führung in Teheran ihr "unaufhörliches und systematisches Streben nach Atomwaffen" nicht aufgebe. Das Erreichen dieses Ziels zu verhindern sei "unsere oberste Priorität, als Regierung wie auch als Volk", sagte Netanyahu.
Israel sieht sich insbesondere durch das iranische Atomprogramm bedroht und schließt daher einen Militäreinsatz gegen das Land nicht aus. Das Nachbarland Syrien, dessen Armee über Massenvernichtungsmittel verfügt, wird durch einen Bürgerkrieg destabilisiert. Israels direkte Friedensverhandlungen mit den Palästinensern liegen seit September 2010 auf Eis.
Das Bündnis aus Netanyahus rechtskonservativem Likud und der ultranationalistischen Partei "Unser Haus Israel" hatte bei der Parlamentswahl am Dienstag 31 Sitze errungen, insgesamt kam das Lager rechter und religiöser Parteien auf 61 der 120 Knesset-Sitze. Zweitstärkste Kraft hinter Netanyahus Wahlbündnis wurde überraschend die liberale Zukunftspartei von Ex-TV-Star Yair Lapid. Ihr bot Netanyahu nach Medienberichten am Donnerstag das Außen- oder Finanzministerium an. (APA, 27.1.2013)
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Damit lockt er doch keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor, wie man am Wahlergebnis gesehen hat.
Er ist doch Populist genug, um das erkennen zu können.
Schön langsam fürchte ich, der glaubt an seine eigene Wahlkampf-Rhetorik...
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