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Konna/Paris - Französische und malische Streitkräfte sind Kreisen zufolge bis Timbuktu vorgerückt. Die Soldaten befänden sich an der Stadtgrenze, sagte ein malischer Militärangehöriger am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Bisher hätten die Islamisten keine Gegenwehr geleistet. Die von Franzosen angeführte Offensive macht schnelle Fortschritte. Erst am Samstag nahmen die Truppen mit Gao die größte Stadt im bisher von islamistischen Rebellen kontrollierten Norden ein. Die USA und Europa unterstützen die von den Vereinten Nationen genehmigte Militäraktion in Mali.
Neben finanzieller Hilfen schickt Deutschland nun einem "Spiegel"-Bericht zufolge Ausrüstung wie Lastwagen und Uniformen nach Mali. An Waffenlieferungen sei derzeit aber nicht gedacht, da die afrikanischen Soldaten nicht entsprechend ausgebildet seien. Die USA verstärken ebenfalls ihre Unterstützung der französischen Truppen in Mali. Amerikanische Tankflugzeuge werden demnach französische Kampfflieger mit Treibstoff beliefern. Bislang hatte sich das US-Engagement darauf beschränkt, Frankreich mit Geheimdienstinformationen zu versorgen und eine französische Schützenpanzereinheit nach Mali zu fliegen.
Den Kreisen zufolge erarbeiten die malischen und französischen Truppen derzeit eine Strategie, wie Timbuktu eingenommen werden soll. Dies dürfte sich schwierig gestalten. Die Stadt ist ein Labyrinth aus antiken Moscheen, Monumenten und Lehmziegel-Häusern. Im vergangenen Jahr hatten die Islamisten eine Großteil der zum Weltkulturerbe gehörenden antiken Mausoleen zerstört. Nach Darstellung von Historikern traf dies wichtige Stätten, die zur Geschichte des Islams in Afrika gehören. Die Zerstörung löste weltweite Proteste aus.
Allein am Freitag und Samstag flogen die Franzosen 30 Luftangriffe in der Nähe von Gao und der Oasenstadt Timbuktu. Französischen Militärangaben zufolge kamen bei der Einnahme von Gao geschätzt ein Dutzend Islamisten ums Leben, während es auf Seiten der malischen und französischen Streitkräfte keine Toten gab. Innerhalb der Stadt seien die Soldaten beschossen worden, sagte der französische Militärsprecher Thierry Burkhard. Eine wichtige Brücke über den Fluss Niger und der Flughafen seien unbeschädigt geblieben.
Am Sonntag begannen die zweitägigen Beratungen der afrikanischen Staats- und Regierungschefs in Addis Abeba über ihren Einsatz in Mali. Dieser soll größer als zunächst angekündigt ausfallen. Nationalen Verteidigungsministern zufolge wollen sie insgesamt 7700 Soldaten bereitstellen. Bisher waren 5700 zugesagt worden. Allerdings gibt es noch viele offene Fragen bezüglich der Finanzierung, dem Transport und der Ausrüstung der Truppen. Die ersten Truppen sollen so schnell wie möglich eingeflogen werden.
Seit zwei Wochen dauert der Einsatz der französischen Truppen an der Seite von einheimischen Soldaten an. Seither gab es umfangreiche Geländegewinne gegen die Islamisten, die den Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht haben. (Reuters, 27.1.2013)
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immer wieder dieselben "Argumentationslinien" gewisser Teilnehmer (ich beziehe mich da jetzt nicht auf Sie!) auch nur durchzulesen. Allzu selbstgefällig wird da manche "Erkenntnis" verbreitet, gerne noch mit einer privaten oder auch in gewissen Kreisen sehr verbreiteten Diktion aufgeblasen, die allenfalls einen (möglichen) Aspekt zur alles erklärenden "Wahrheit" stilisiert, die - natürlich - nur den ganz besonders kritischen und wagemutigen Geistern, mithin jenen Postern selbst, zugänglich wäre.
Wenn man von der Thematik näher betroffen ist – etwa durch Kontakte in jenen Regionen, eigenen Erfahrungen – hat man auf solches Sofageplänkel irgendwann einfach keine Lust mehr.
Die "Neokolonialistenfans" sollten besser Staudämme bauen:
http://derstandard.at/plink/135... id29897036
Es hilft der Regierung Malis beim Erhalt der territorialen Integrität des Staates. Die UNO ist eh nicht gerade eine Versammlung von Demokraten und Rechtsfreunden. Wenn die Islamisten irgendwo loslegen, sollte man nicht warten, bis die Diplomaten die letzte Champagnerflasche geleert und sich für irgendwas entschieden haben.
Die Opération Serval ist eine Operation der französischen Streitkräfte in Mali auf Anfrage der dortigen Regierung und unter Billigung der Vereinten Nationen.
Im Grunde ist keine Resolution Nötig da die Regierung Malis, so zweifelhaft sie sein mag, Frankreich aus freien Stücken um Hilfe gebeten hat.
das klingt aber schon deutlich anders als 'es gibt eh ein mandat'. völkerrechtlich ist es auch so.
moralisch macht es allerdings einen riesen unterschied. in einem fall haben sie die un als rechtfertigung, im anderen die regierung von mali - die sie selbst als fragwürdig abstempeln. ich kenne jetzt nicht die verfassung von mali, kann also nicht sagen ob sie gültig besatzer in ihr land eingeladen haben.
und der Staat ein Rechtsstaat ist, ist völkerrechtlich egal, es kommt nur darauf an, dass sie regiert. Kaum eine der in der UNO agierenden Regierungen ist demokratisch gewählt und repräsentiert einen Rechtsstaat. Mag es die UNO weiter geben und mag sie auch das eine oder andere Gute machen und es sich gt gehen lassen, aber einen Einsatz gegen irgendwelche Schurken, nicht einmal Schurkenstaaten (Nordmali ist von niemanden als Staat anerkannt), sollte man von solchen Regierungen nicht abhängig machen lassen.
Am 11. Januar kündigte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nach einer Krisensitzung an, dass die durch die Resolution 2085 geplante AFISMA in naher Zukunft eingesetzt werde. Am 14. Januar erklärte der UN-Sicherheitsrat nach einem zweistündigen Treffen in New York, dass er die Intervention Frankreichs billigt und unterstützt.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon drückte am 12. Januar seine Hoffnung aus, dass die Entscheidung der französischen Regierung im Einklang mit der im Dezember 2012 verabschiedeten Resolution 2085 des UN-Sicherheitsrates sei.
Besser? Und ja die Regierung ist Zweifelhaft aber die Islamisten sind Zweifelhafter.
Außerdem hat man in Afganistan das Regime gestürzt und versucht eine neue Regierung und neue Sicherheitskräfte aufzubauen. In Mali geht es um ausländische Invasoren, die die schwachen malischen Truppen besiegt haben. Die Situation ist also überhaupt nicht vergleichbar.
Wo finden Sie die Stimmen seitens der französischen Regierung wo auf die im Grunde nun erfolgende Langzeit-Verpflichtung hingewiesen wird?
Mali ist eine der wenigen Interventionen die ich aus der Vernunft heraus begrüße - aber hier wird gleichzeitig ein Hexenkessel aufgetan der Europa noch lange verfolgen wird.
Hier sind einige "halbinformierte" unterwegs, deshalb hier einige Richtigstellungen.
Areva und Uran:
Es stimmt dass Areva Uranminen betreibt. Nur: Areva übernahm vor mehr als einem Jahr die Schürfrechte einiger kanadischen (unter anderem) Firmen. Es stellte sich heraus das diese Vorkommen abolut nicht kostendeckend sind und die damalige Generaldirektorin wurde gefeuert. Es ist also absoluter Humbug zu behaupten das dieser Krieg geführt wird um diese Minen zu öffnen.
Fremdenlegion: Es sind ca. 30 Legionäre in Mali. Die Mähr der Mörder und Schwerverbrecher stammt übrigens aus der NS Zeit. Es war damals in gewissen Zeitungen üblich jeden Mörder und Kinderschänder die Bezeichnung "der ehemelige Fremdenlegionär" an zu dichten.
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