Mindestens 32 Tote bei Krawallen

27. Jänner 2013, 08:04
  • Der Richter verurteilte 21 Angeklagte zum Tode.
    foto: apa/epa/sada

    Der Richter verurteilte 21 Angeklagte zum Tode.

  • Gedenktafel mit den verstorbenen Al-Ahli-Fans.
    foto: ap/nabil

    Gedenktafel mit den verstorbenen Al-Ahli-Fans.

  • Erschütterung bei den Angehörigen der Verurteilten.
    foto: reuters/waguih

    Erschütterung bei den Angehörigen der Verurteilten.

  • Jubel bei den Angehörigen der Todesopfer.
    foto: apa/epa/sada

    Jubel bei den Angehörigen der Todesopfer.

Allein in Port Said 32 Tote und mehr als 350 Verletzte - Regierung überlegt, Notstand auszurufen

Kairo - Todesurteile gegen 21 rabiate Fußballfans haben in Ägypten am Samstag blutige Krawalle ausgelöst. Um die Spirale der Gewalt zu stoppen, rückte am Abend die ägyptische Armee mit Panzern und Schützenpanzern aus, um mit ihrer Präsenz an den verschiedenen Brennpunkten für Ruhe zu sorgen. Bis zum späten Abend wurden allein in Port Said 32 Tote und mehr als 350 Verletzte registriert. Auch in Kairo gab es wieder Krawalle. Die Regierung denkt unterdessen darüber nach, den Notstand auszurufen.

Auslöser der Gewaltwelle waren Todesurteile gegen 21 Fußballfans wegen der Beteiligung an den schlimmsten Fußballkrawallen in der Geschichte des Landes mit vielen Toten. Vor einem Jahr, am 1. Februar 2012, waren im Fußballstadion in Port Said 74 Menschen ums Leben gekommen. Unmittelbar nach Abpfiff hatten Fans der Heimmannschaft Al-Masri damals das Spielfeld gestürmt und waren mit Brechstangen, Messern und Schusswaffen auf die Fans des Kairoer Vereins Al-Ahli losgegangen. Von den Al-Masri-Fans wurden später 61 wegen Mordes angeklagt. Neun Polizisten wurden wegen Nachlässigkeit im Dienst vor Gericht gestellt, weil sie die Fans vor dem Spiel nicht gründlich nach Waffen durchsucht hätten. Sie waren nicht unter den ersten Verurteilten. Aus Sicherheitsgründen war das Verfahren von Port Said nach Kairo verlegt worden. Für die noch nicht verurteilten Angeklagten fällt der Richterspruch am 9. März.

"Märtyrer der Revolution"

Anhänger des Vereins Al-Ahli feierten die Entscheidung der Richter. In Port Said dagegen eskalierte die Gewalt. Es kam zu heftigen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften, Tränengas wurde eingesetzt. Unter den Toten waren auch zwei Polizisten, wie staatliche Medien unter Berufung auf das Innenministerium berichteten.

Die Fans in Port Said werfen den Richtern ein politisches Urteil vor. Jüngst hatte die Staatsanwaltschaft neue Beweise eingebracht, die in diesen Richterspruch nicht eingeflossen sind. Der schwarze Tag des ägyptischen Fußballs gilt längst als Symbol für die desolate Lage im Land. Präsident Mohammed Mursi jedenfalls zählte die 74 Toten vor wenigen Tagen zu den offiziellen "Märtyrern der Revolution".

Herstellung der Sicherheit

Mursi sagte wegen der aktuellen Krise in seinem Land die Teilnahme am Afrika-Gipfel in Äthiopien ab und beriet sich mit seinen Ministern für Verteidigung, Justiz und Information über das weitere Vorgehen. In einer anschließend vom Staatsfernsehen übertragenen Erklärung des Rates zur Verteidigung des Landes hieß es, dass alle verfassungsgemäßen Maßnahmen zur Herstellung der Sicherheit ergriffen werden sollten. Dies könne auch Ausgangssperren und die Ausrufung des Notstands bedeuten. In Port Said erklärte der Gouverneur den Sonntag zum arbeitsfreien Tag, um die Behördenmitarbeiter vor weiterer Gewalt zu schützen. (APA, 27.1.2013)

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Ich hab zwar keine Ahnung, warum mein inhaltliches Posting mit ein paar weiteren Infos zu den Auseinandersetzungen nicht erschienen ist - aber dann probier ich`s halt mal mit den Originallinks auf die New York Times & Egypt independent - dort gibt es mehr Infos als in APA-Aussendungen:

http://thelede.blogs.nytimes.com/2013/01/2... -in-egypt/
http://www.egyptindependent.com/news/upda... ial-palace
http://english.ahram.org.eg/NewsConte... tests.aspx

http://www.youtube.com/watch?v=T2ndot4VWqE
http://www.youtube.com/watch?v=hvCWQ1gYuyQ

Ägyptenreisen jetzt noch billiger! Kommen Sie nach Ägypten und erleben sie hautnah das actionreiche Nachtleben in den Städten!

das hat doch nur am rande mit fußball zu tun - diese tödlichen krawalle hätten genausogut vor einer uni, shopping mall, oder irgendwo sonst passieren können! Daß es bei einem fußballspiel war, ist eher zufall, fußball sicher keine ursache! ursachen sind großteils ganz woanders zu suchen! vielleicht bei sozialen mißständen, überbevölkerung, arbeitslosigkeit und perspekitvenlosigkeit!

In diesem Fall stimmt das so nicht: es gibt eine genaue Hintergrundgeschichte und einige Spekulationen zu den Motiven.

http://de.wikipedia.org/wiki/Stad... _Port_Said

Es gibt schon seit langer Zeit Gruppen

überall auf der Welt die sich bei Fußballspielen einfach störend oder sogar aufwiegelnd Verhalten. Eines was mir nie klar werden wird ist die Tatsache das diese radikalen Fans immer wieder in den Stadien sein dürfen. Heute wo überall Kameras sind da könnten die Sicherheitskräfte sofort eingreifen und diese radikalen Fans sofort rausfiltern und dem Stadion verweisen bevor diese radikalen Fans mehr und mehr normale Fans aufhetzen können. Aber was wird immer und immer wieder gemacht es wird immer so lange gewartet bis die Stimmung so aufgeheizt ist das die Sicherheitskräfte dann unterlegen sind.
Aber wer weis vielleicht sind diese radikalen Fans ja gewünscht für die Stimmung anders kann ich mir das nicht erklären.

das mag ja stimmen, nur in diesem fall liegen die dinge wohl doch etwas anders. sonst wäre der artikel wohl im sport-teil erschienen.

..vielleicht sollten Sie lesen, bevor Sie diese Vermutungen aufstellen...

Die Sicherheitskräfte wollten, daß Menschen aus Kairo sterben.

http://www.zeit.de/sport/201... sball-tote

Das war KEIN normaler Hooliganangriff. Lesen Sie sich den Artikel oben durch. Die Sicherheitskräfte haben alles mögliche unternommen, damit möglichst viele Menschen sterben.

zB.: Fluchtwege versperrt, sich aus dem Stadium vertschüßt, nachdem Sie die Trennzäune für die Angreifer geöffnet haben, dafür gesorgt, daß die Angreifer Waffen hatten, etc..

Ja dann googeln sie mal "tote bei Fussballspiele" und dann sagen sie das alles gewollt war.

naja Lesen bildet ist für Sie offensichtlich ein Fremdwort.

Schon gut. Also dann bleiben Sie bei Ihren "Argumenten".

Ist eh immer alles dasselbe, schon verstanden, Mr. Spock.

bist du narrisch, dein Posting kriegt den Titel

"Klugschiß des Jahres"....und das schon Ende Jänner

Gratulation!

Danke dann bin ich Sieger:-)

Es gibt schon seit langer Zeit Gruppen

die sich bei Fußballspielen

das stimmt, die gruppen gibts, die sich bei fussballspielen.

Was hat das mit istanbul zu tun?

Religion macht mich krank.
Wie kann das als etwas Gutes gelten, wenn sie in so vielen Menschen mehr Hass sät, als Liebe.
Die Muslime sind dabei nichtmal die Schlimmsten, auch die Christen hatten einen Spruch (Deus lo vult-Gott will es), den Schlachtruf zum ersten Kreuzzug.
Was danach kam ist allgemein bekannt: Jahrhunderte sinnloses Gemetzel um eine taktisch wertlose Stadt.

Man sollte doch meinen, dass die Menschen irgendwann des Tötens müde werden, gerade im nahen Osten.

PS: Würd mich interessieren, was der Fußball-Verein dazu sagt.

Alle Achtung!

Den Bogen von ägyptischen Hools zu den Kreuzzügen zu spannen, ist nicht ohne.

Aus Ihrer Sicht ist wahrscheinlich der Papst an den Ausschreitungen schuld.

Und in diesem Forum finden Sie für diese These auch noch eine Menge Anhänger.

mit so einen kleinen hoirzont wie den ihren werden sie wohl nie verstehen, dass es mit religion zusammenhängt. da sie aber nicht der einzige sind der so ist, haben wir ja ein globales problem. keiner will die sache an der wurzel packen.

Sie lesen aus obigem Post einfach das heraus, was Sie wollen - eine ziemlich einseitige Interpretation.

Tatsächlich sind im Namen beiser Religionen zahllose Menschen gestorben - und sterben noch immer.

Und wenn Sie schon mit dem Papst anfangen: Durch seine Ablehnung jeder Form von Verhütung ist er mitverantwortlich am Tod sehr vieler Aids-Kranker in Afrika. Aber das kümmert christliche Fundis natürlich nicht - ist ja auch viel einfacher mit dem Finger auf andere Fundis zu zeigen.

Wie ging noch mal der Spruch mit dem Splitter im Auge....

Wie wäre es mit Eigenverantwortung bei der Verhütung?

Also egal was jetzt einmal der Papst sagt, er kann niemanden ZWINGEN ohne Kondom Geschlechstverkehr zu haben. Oder ist er in Afrika bei jedem Geschlechtsakt vor Ort live dabei und nimmt dem Liebespaar die Kondome weg?

Also der Vergleich zwischen einem Menschen der gegen Empfängnisverhütung ist und einem Menschen der dazu auffordert andere zu töten, und das auch noch auf eine Stufe zu stellen, bravo!

Wenn ich Kinder jahrelang indoktriniere sie sollen sich zum Wohle des Volkes in die Luft sprengen ist für Sie genauso schlimm, wie ein Papst der Sex ohne Gummi predigt?

Eine Gewaltpredigt ist genauso schlimm wie eine Predigt gegen Verhütung, geh bitte? Gehts noch?

Sie tun das Selbe wie der Vorposter: Sie greifen willkürlich ein Detail heraus und interpretieren dann irgend einen Blödsinn hinein.

Wo habe ich denn den Papst mit Leuten, die andere zum Töten auffordern verglichen?
Dieser Vergleich findet nur in Ihrer Fantasie statt.

Aber wenn wir schon darüber reden: Wer hat denn die Afrikaner mit niedrigem Bildunggsstand missioniert? Ein Tipp: Der heilige Geist war es nicht. Und jetzt werfen Sie den Afrikanern vor, daß sie die Gebote des Papstes befolgen?

Ihr Typen seid alle so kaputt.

Na Hauptsache Sie sind gesund. :)

Habe es mir nachher auch gedacht, hab ein wenig überreagiert.

Schauen Sie ich will ja die katholische Kirche nicht zu sehr verteidigen, denke selbst noch mit Grauen an meine eigene Zeit in einer katholischen Verziehungsanstalt.

Und natürlich posten Sie beide Religionen sind gleich schlimm, Sie suggerieren das.

Ich sag mal so, die Christen haben einen Splitter im Auge, und die Moslems haben einen Balken. Islamkritik, wie Bibelkritik Fehlanzeige. Galileo Galilei würde heutzutage nicht mehr in Rom sondern in Mekka verurteilt werden.

Und wenn Sie da keinen gravierenden Unterschied des Ist-Zustandes von Religionen erkennen, na gut dann bleiben Sie bei Ihrer Gleichmacherei.

Ja da gebe ich ihnen Recht bei einer Gesellschaft mit einem normalen Bildungsstand.

Trotz allem sind Hooligans die einzigen, die die Staatsgewalt auf der Straße herausfordern können. Welcher Europäer maßt sich an über ägyptische Verhältnisse urteilen zu können?

Trotz ihrem Potential, sind Hooligans am weitesten davon entfernt ihr Metier konstruktiv einzusetzen.

Im Gegenteil. Es gibt eine WDR-Doku zum G8-Gipfel in Genua, die besagt, dass kein politischer Schwarzer Block die Krawalle auslöste, sondern es von der Staatsmacht angeheuerte englische Hooligans waren, damit die Polizei schnell durchgreifen konnte. Und in der Folge Carlo Giuliani erschoss.

Glaube die hieß Gipfelstürmer, verlinke ich mal auf gut Glück:

https://www.youtube.com/watch?v=52kOAulA0LY

Eh nicht. Über Todesurteile kann daher auch keiner urteilen.

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