Ägyptens Premier ruft Demonstranten zum Abzug auf

25. Jänner 2013, 20:09

Arabische Regierungschefs mahnen zu Geduld

Davos - Ägyptens Premier Hisham Kandil nutzte seinen Auftritt in Davos, um sich von dort an die Demonstranten am Tahrir-Platz in Kairo zu wenden. "Bitte geht wieder zur Arbeit! Das ist der einzige Weg, wie ihr die Situation in eurem Land verbessern könnt." Nach dem Einwurf aus dem Publikum, wo die Jobs seien, sagte er: "Einige haben welche." Insgesamt sechs Premierminister (aus Ägypten, Libyen, Tunesien, Libanon, Marokko und der Palästinenserbehörde) riefen dann fast gleichlautend die Bevölkerungen in ihren Ländern zu Geduld auf. Es brauche Zeit, die Erwartungen nach dem Arabischen Frühling zu erfüllen. Marokkos Premier Abdelillah Benkirane überraschte dann mit einer emotionalen Attacke gegen "den Westen, der die arabische Welt mit seinen Maßstäben misst, wir haben unseren eigenen Kontext".

Syrien-Regime bleibt länger

Einig waren sich die Regierungschefs über die Gefährlichkeit der Lage in Syrien. Zuvor hatte der König von Jordanien in Davos die Ansicht vertreten, das Regime in Syrien werde sich noch viele Monate an der Macht halten. "Jeder, der sagt, das Regime von Bashar al-Assad hat nur noch zwei Wochen zu leben, versteht wirklich nichts von den Realitäten vor Ort", sagte Abdullah II. Es werde sich "noch mindestens in der ersten Jahreshälfte behaupten".

Nach Meinung des jordanischen Königs habe US-Präsident Barack Obama in der zweiten Amtszeit die Chance, den Friedensprozess in Nahost voranzutreiben. Wenn es nicht in den nächsten vier Jahren zu einer Zweistaatenlösung komme, "wird es nie geschehen".

Die Wahlen in Jordanien am 23. Jänner versuchte der König als Erfolg darzustellen. Die größte Oppositionspartei des Landes, die islamische Aktionsfront der Muslimbrüder, will er einbinden - wie, ließ er offen. (afs, DER STANDARD, 26./27.1.2013)

"wir haben unseren eigenen Kontext"

Euer eigener Kontext ist Ziegen hüten, Kamele treiben und Datteln pflücken.
Nix Handy, Auto, Zahnarzt und moderne Waffen.
Das alles kommt aus unserem Kontext.

in davos??

warum tagen diese herren nicht in timbuktu, wo sie besser hinpassen würden - sie könnten dann auch vor ort sehen, was manche von ihnen zu verantworten haben - und was sie zwar vertreten, aber gegenüber westlichen diplomaten weit von sich weisen....

Ja ja, immer der Westen!

Was sind wir hier doch alle ungläubige Abkömmlinge von Tieren - erinnere mich gerade nur an das Schwein, das andere habe ich vergessen - und so weiter. Insofern sollte vor allem das christliche Abendland nicht so tun, als richtete sich etwa Mursis Wiedergekäutes per se nur gegen "die Juden" (in Israel), denn es richtet sich in Wahrheit ebenso gegen die christliche Sekte, die der jüdischen Religion entsprungen ist. Und dieser Auffassung zufolge ist der ganze Westen nur dazu gut, einem den Arsch zu retten, wenn's darunter brennt. - So lange es solche Politiker gibt, sollte es nur eine Antwort geben: Macht doch euren Scheiß selbst!

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