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"Am 6. Dezember wurde ich komplett vernichtet. Mein Ruf ist zerstört", so Rathgeber.
Von der Buchhalterin zur Managerin eines ambitionierten Milliardenportfolios. Eine Karriere, wie sie im Buche steht. Doch heute ist Monika Rathgeber eher bekannt als die "Schattenfrau", die für den Salzburger Spekulationsskandal verantwortlich sein soll. So stellte das der zurückgetretene Finanzlandesrat David Brenner (SPÖ) gegenüber der Öffentlichkeit dar.
Ein Image, das die 41-Jährige durch öffentliche Auftritte wieder loswerden will. "Am 6. Dezember wurde ich komplett vernichtet. Mein Ruf ist zerstört", erklärt sie. Bis Anfang Dezember aber galt Rathgeber noch als vorbildliche Beamtin, die alle Zahlen auf Knopfdruck gewusst haben soll. Wegen ihres Talents und Wissens in der Welt des Finanzmanagements wurde ihr vertraut. Auch bei privaten Finanzgeschäften wurde sie nach ihrer Meinung gefragt, etwa von Finanzhofrat Eduard Paulus und Personallandesrat Sepp Eisl (ÖVP). "Ich mache aber keine private Vermögensberatung", erklärt Rathgeber. Mit Empfehlungen und Tipps habe sie sich immer zurückgehalten.
Rathgeber ist ledig und kommt aus einer Bauernfamilie. Der Vater saß für die ÖVP im Gemeinderat; ihr Bruder tut dies heute noch. 1990 begann die Absolventin der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW) Braunau aus der 1600-Einwohner-Gemeinde Pischelsdorf am Engelbach im oberösterreichischen Innviertel als Buchhalterin im Amt der Salzburger Landesregierung. Im März 2000, mit erst 28 Jahren, wurde Rathgeber zur Leiterin des Budgetreferats der Finanzabteilung bestellt - zwei Jahre nach Abschluss ihres Jusstudiums an der Uni Salzburg, das sie neben dem Job absolviert hatte. 2003 erteilte der damalige Finanzlandesrat Wolfgang Eisl (ÖVP) ihr die Vollmacht, komplexe Finanzgeschäfte mit Banken abzuschließen.
Aus ihrer Sicht tat sie jahrelang, was von ihr erwartet wurde. Nämlich jährlich mehrere Millionen aus Spekulationsgewinnen zu erwirtschaften. Rathgeber sagt, dabei seien alle Geschäfte richtlinienkonform gewesen.
Das Land Salzburg sieht das aber anders. Finanzlandesrat Brenner erstattete Anzeige gegen die 41-Jährige wegen Verdachts der Untreue, des Amtsmissbrauchs und der Urkundenfälschung. Rathgeber wurde bereits dreimal von der Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien als Beschuldigte einvernommen. Freitag kommender Woche hat Rathgeber den nächsten " öffentlichen" Termin am Arbeitsgericht. Sie hat das Land auf Wiedereinstellung geklagt. (Stefanie Ruep, DER STANDARD, 26.1.2013)
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Sie hat mehrfach weisungswidrig gehandelt, unauthorisierte Geschäfte abgeschlossen und Unterschriften gefälscht. Was sie auch gar nicht abstreitet.
Und jetzt lässt sie sich noch vom Haslauer missbrauchen, indem er sie, ohne Rücksicht auf ihr persönliches Wohlergehen zu nehmen, vor den Parteikarren spannt. Wie kann man nur so naiv sein, und sich dann auch noch öffentlich outen. Ich fürchte die Sache wird für die Frau nicht gut ausgehen.
Warum schreit die ÖVP so laut, wenn doch die Schlüsselakteure ÖVP Leute sind. Wollte man das Vertrauen oder die Unfähigkei der SPÖ (Brenner, Burgstaller,usw.) , diese anbahnende Problem zu erkennen, nur ausnützen oder hat man darauf planmässig hingearbeitet. Ein normaler Staatsbürger, der mit Menschen des Charakterschlages von Politikern zu tun hat, hat alle Emails und Dokumente auf USB Stick. Damit kann spielend bewiesen werden, wer, wann, wem informiert hat. Wer sind eigentlich die Steuergeldzocker in den anderen Bundesländern? Wie schauts dort wirklich aus?
Wo bleibt bei diesem Skandal die Gewerkschaft?
Da wird eine Mitarbeiterin entlassen und diskreditiert, und was macht die Gewerkschaft im Land Salzburg - nichts... Wo gibts denn soetwas?? Schändlich ist dieses Verhalten...
Alle Mitarbeiter im Land Salzburg sollten sich überlegen, ob auch sie dermaßen behandelt werden wollen. Wenn nein, dann überlegt euch wie ihr Monika R. helfen könnt.
Das ist schon ein seltsames Schauspiel. Ein verantwortlicher Politiker, der so tut, als wäre das alles weit weg von ihm und hätte mit ihm eigentlich zu tun. Und eine Beamtin, die es selbstverständoch findet, Weisungen nicht zu befolgen, wenn sie sie für dumm hält und offensichtlich gemacht hat, was ihr gerade lustig war.
Die rolle der banken wird immer wieder kurz angesprochen aber dann doch nicht ernsthaft weiterverfolgt. Warum? Einer öffentlichen institution derartiges anzudrehen ist auch eine Schande genauso wie das Gebaren der gesamten Finanzabteilung.
na erklären sie uns die rolle der banken - was haben die denn schon wieder gemacht?
sie haben dem land geholfen mit finanzprodukten gewinne zu machen, damit das die schulden zurückzahlen kann und das in dessen richtlinien so vorgesehen hatte-
jetzt sind sie wieder dran.
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