Tot im Hof gefunden: Zwei Burgenländer erfroren

25. Jänner 2013, 17:16

79-Jährige lag bereits eine knappe Woche im Schnee - 88-Jähriger stürzte in der Nacht auf Donnerstag

Potzneusiedl/Zurndorf - Im Nordburgenland sind in den vergangenen Tagen zwei Menschen, ein 88-jähriger Mann in Zurndorf und eine 79-jährige Frau in Potzneusiedl (Bezirk Neusiedl am See), erfroren. Beide Personen wurden von ihren Nachbarn entdeckt, sie dürften im Hof ihrer Häuser gestürzt sein. Die 79-Jährige dürfte bereits seit fast einer Woche tot sein, der 88-Jährige kam in der Nacht auf Donnerstag ums Leben. In beiden Fällen wurde Fremdverschulden ausgeschlossen.

"Der schwer kranke Mann ist in der Nacht bei etwa minus zwei bis drei Grad und spärlich bekleidet aus dem Haus gegangen und dürfte im Eingangsbereich, also vor der Tür, gestürzt sein", so ein Polizist. Eine Obduktion wurde nicht angeordnet.

Bei der Pensionistin aus Potzneusiedl wird hingegen vermutlich am Montag eine Leichenbeschau stattfinden. Aufgrund der Tageszeitung, die im Wohnzimmer gefunden wurde, und einer ersten Untersuchung geht die Exekutive davon aus, dass die Frau um den 19. Jänner gestorben ist. Sämtliche Zeitungen ab dem 20. Jänner seien im Postkasten der 79-Jährigen gesteckt.

Der überfüllte Briefkasten und die Tatsache, dass er die Frau schon länger nicht mehr gesehen hatte, veranlasste den besorgten Nachbarn dazu nach ihr zu sehen. Er fand die Pensionistin schließlich leblos im Schnee. Neben ihr lagen Schneeschaufel, Handy und Handschuhe. Die dürfte die Frau ausgezogen haben, um ihr Handy aus der Tasche zu holen und um Hilfe rufen zu können. (APA, 25.1.2013)

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Wären die zwei in einem Heim gewesen anstatt mit um die 90 noch daheim allein umandondzumkrobeln wäre das sicherlich nicht passiert.

Heim = Aufbewahrungsstation

Kennen Sie Alten- und Pflegeheime von innen? Ich denke jeder hat ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Das wäre mir in dem Alter allemal lieber als im Heim zu leben. Ich hatte bereits das Vergnügen als Aushilfe dort zu arbeiten.

Auch in Heimen wird man nicht eingesperrt.

wenn die Alten

die Angehörigen oder jemand von dem Fürsorge regelmäßig besucht hätte.....

Da sind sie ja schon, die "ich weiss alles soo gut"-Poster.

Erbärmlich.

Ganz erlich. ich dachte es handelt sich um ein pärchen, von dem er erst tage später merkte, dass sie nicht mehr da ist.

Tja..

Bei uns, in Ungarn hoert man sowas fast jeden Tag. Und zwar dass die Menschen in der unbeheizten Wohnung erfroren sind...
Das macht den Tod der Beiden aber auch nicht schoener...

o gott, möcht ich nicht so enden.

es gibt viel schlimmere todesarten.

verbrennen ist sicher schlimmer.

Erfrieren schmerzt ...

... nur am Anfang. Irgendwann wird man müde und schläft einfach ein ... - und dann erfriert man. Das spürt man aber nicht mehr. Soll nicht als schwacher Trost interpretiert werden ...

mM

spricht man aus erfahrung?

Ja.

Berichtet von Leuten, die gerade noch rechtzeitig gefunden wurden bzw die zusehen mussten. Jeder ältere Bergretter wird Ihnen das bestätigen.

mM

meinetwegen - die hören sagen berichte sind ja bekannt, denke aber dass der moment des todes schon auch die übliche angst mitbringt, sicher nicht so schlimm wie der flammentod im pkw oder ertrinken, aber angenehm?

Besuchts eure Großeltern öfter...

sie hatten auch ein Auge auf euch als ihr klein gewesen seid

In unserer globalisierten Wirtschaftswelt wird immer die räumliche Mobilität gefordert.

So leben heute die meisten nicht mehr bei ihren Großeltern.

nein, ich auch nicht, aber Oma trägt auf meine Initiative hin seit ein paar Jahren ein Notrufband an der Hand. Habens gerade vor ein paar Wochen das erste Mal gebraucht. Sturz in der Küche. Wär net erfroren, aber es ist auch nicht lustig, ein paar Tage in der Wohnung am Boden zu liegen.

Ja, das ist schon gut so und kostet nicht die Welt.

Aber in meinem Umfeld ist die Oma gestürzt und eine Nacht draussen in der Kälte gelegen, weil sie ja die Leute nicht stören wollte!

Tja, so sind alte Leute auch manchmal.

Mein Vater ist in der Wohnung gestürzt und meine Mutter hat aus dem gleichen Grund niemanden (aus dem Haus oder auch mich) angerufen, weil sie ja nicht stören wollte. Erst am nächsten Tag ... :-(

Im Haus hätte es 3 Parteien gegeben die sofort gekommen wären und ich wär auch in 20 Minuten da gewesen.

Nein, aber anrufen kann man seine (Groß)Eltern immer und überall.

um sowas zu verhindern, musst es aber schon täglich besuchen - mindestens

wär sicher kein schlechter tipp

besonders wenn kein soziales umfeld da ist
bzw. schwer krank

Jeden Tag geht nicht einfach.

OK, wenn man im gleichen Haus wohnt, dann ja - aber wenn man eine Anreise hat dann kostet das 1-2 Stunden - wenn man sonst auch noch eine Beziehung hat und oder Kinder, dann gehts kaum.

Ich kenn Leute, die leben im gleichen Haus und haben die Oma jahrelang nimmer besucht. :-(

naja mach halt,

aber ned jeder hat so viel freizeit

..aber immer eine Ausrede.

ich brauch da keine ausrede - ich hab ned so viel freizeit, dass ich die hauptsächlich dafür aufwenden will, sie immer mit den gleichen leuten (= eltern + großeltern) zu verbringen. ich hab nix gegen meine familie, aber jeden tag muss ich sie auch nicht sehen

aber zum vorfahren-a n r u f e n einmal am tag wird selbst der busyeste doch die zeit haben, vor allem wenn sie alleinstehend sind....oder ist das schon zuviel verlangt?

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