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vergrößern 500x400In Zagreb war nach dem Sieg im Slalom Schampus angesagt, Ähnliches würde Marcel Hirscher auch in Kitzbühel nicht von sich weisen.
Standard: Genau vor einem Jahr gab's den ersten Skandal in Ihrem Sportlerleben, die Einfädelaffäre. Wenig später ging eine Siegesserie los, die bis zum Gewinn des Gesamtweltcups führte. Denken Sie mitunter an die Aufregung in Kitzbühel und in Schladming?
Hirscher: Auf jeden Fall. Es war eine zache Zeit, sehr schwierig für mich. Es waren ja nicht einmal Fakten, es waren Dinge, mit denen ich null Erfahrung gehabt habe. Ich hab sicherlich viel gelernt in dieser Woche.
Standard: Schieben Sie Ihre Grenzen beim Slalomfahren nach wie vor weiter hinaus.
Hirscher: Jeden Tag probier ich das. Stillstand ist der erste Rückschritt.
Standard: Heißt das, dass Sie im Training über Ihre Grenzen gehen, um sie kennenzulernen?
Hirscher: Nein, das ist Ausloten. Mein Ziel ist nicht, dass ich auf die Goschn falle, mein Ziel ist herauszufinden, wo mein Maximum ist.
Standard: Abseits der Piste spielt sich ein Maximum ab um Sie, deshalb haben Sie in Kitzbühel ja immer jemanden mit, der Ihnen den Weg durch die Menge bahnt. In Schladming wird das nicht anders sein. Ist das beängstigend?
Hirscher: Beängstigend ist das gar nicht. Dass ich einen Begleiter habe, ist organisatorisch begründet, ich betrachte ihn aber nicht als Leibwächter. Ich habe einen straffen Plan am Kitzbühel-Wochenende. Ich kann nicht 50.000 Autogramme schreiben. Wenn ich zur Startnummernauslosung muss oder zur Siegerehrung, dann würde ich es allein nicht schaffen, den Plan einzuhalten. Besonders mit meiner Größe.
Standard: Der Medienandrang ist auch nicht beängstigend?
Hirscher: Es ist alles schön geregelt. Das ist kein Stress für mich. Jedes Interview ist auch dafür da, dass ich besser werde. Und ich glaube, ich werde immer besser. Irgendwann sollte ich auch in dieser Beziehung ein Profi sein.
Standard: Sie betonen Ihre Bodenständigkeit. Weshalb?
Hirscher: Nur weil ich Skifahrer bin, bin ich nichts Besseres. Viele Menschen leisten Großartiges, egal in welchem Bereich. Ich kann halt gut Skifahren.
Standard: Leodegar Pruschak, Werbechef Ihres Sponsors Raiffeisen, hat gerade gesagt, dass sie der tollste Werbeträger sind, sympathisch und glaubwürdig. Macht es das schwieriger, quasi normal zu bleiben?
Hirscher: Gar nicht, denn ich würde durchdrehen, wenn ich irgendetwas spielen müsste. Ich möchte alles so rüberbringen, wie ich mir das denke. Mir geht es auch auf den Zeiger, wenn nur eine Kleinigkeit falsch geschrieben wird.
Standard: Sie werden also eher kein Schauspieler werden?
Hirscher: Nein, ich bin kein Sänger, kein Schauspieler, ich bin Skifahrer.
Standard: Sie klingen leicht verkühlt.
Hischer: Das hab ich schon seit ein paar Tagen. Das Training war aber super, ich habe Kraft. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt.
Standard: Sie erreichten zuletzt in sieben Slaloms en suite das Podest. Dennoch sind Sie in Ihren Prognosen für die WM vorsichtig.
Hirscher: In der Abfahrt sind Prognosen generell ein bisschen leichter. Im Training sieht man, wer die zehn Schnellsten sind. Der Slalom besteht aus 120 Fallen. Du fährst bei jedem Tor, hoffentlich, mit maximal 20 Zentimeter und minimal drei Zentimeter Abstand vorbei. Da ist schnell was passiert. Erwarten braucht man da nie was. Vom Speed her hab ich es drauf. Aber ich bin kein Programm, das herunterläuft.
Standard: Stehen Sie vor den wichtigsten Wochen Ihrer Karriere, erst Kitzbühel, dann die WM in Schladming?
Hirscher: Nein, die wichtigste Woche war das Weltcupfinale.
Standard: Sie haben erzählt, dass Sie die Abfahrtspiste in Kitzbühel am meisten beeindruckt. Heißt das, dass Sie früher oder später auch die Abfahrt bestreiten werden?
Hirscher: Schaut echt knackig aus. Wow. Aber ob ich mich traue, weiß ich noch nicht.
Standard: Falls ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel es nicht schafft, den Plan zu verhindern, gibt es hier nächstes Jahr eine Superkombi, bestehend aus Slalom und Super-G. Wäre das was?
Hirscher: Wenn es möglich ist, möcht ich ein paar Mal trainieren auf der Streif, damit ich weiß, worauf ich mich einlasse. Sonst geht es sicher nicht. Heuer zum Beispiel war kein Training möglich. Deshalb wäre es auch idiotisch gewesen, den Super-G zu fahren. Schon gar nicht, wenn man schnell fahren will.
Standard: Beim Weltcupfinale in Schladming waren Sie im Super-G immerhin Dritter.
Hirscher: Ich habe drei Trainingstage gehabt. Damit habe ich quasi eine Routine von drei Jahren. (Benno Zelsacher - DER STANDARD, 26.1. 2013)
MARCEL HIRSCHER (23), Salzburger aus Annaberg-Lungötz, ist Absolvent der Ski-Hotelfachschule Bad Hofgastein. Er gewann im Vorjahr den Gesamtweltcup und die Riesenslalom-Wertung. Hirscher hält bei neun Siegen im Slalom und sieben im Riesenslalom.
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Der einzige, der was "zusammenbringt"? Hallo Herr oder Frau hubs, Ihnen ist aber schon bewusst, dass er, der Salzburger also auch Österreicher im letzten Jahr letztendlich die gesamte Weltelite im Skisport zertrümmert und gedemütigt hat?! Der Gesamtweltcup der Männer ist in seinen Händen - ich glaube nicht, dass er ihn heuer nach Norwegen abgeben möchte.
Und übrigens: das teuerste Skiteam der Welt - und das ist der ÖSV in der Tat - muss ja zwangsläufig nicht das beste sein... Oh verdammt, ich vergaß, wir sind ja auch in der Nationenwertung - nach wie vor - in Dimensonen, die sich die anderen nur erträumen können.
ich find das immer super, dass das immer mit neid abgestempelt wird, wenn man jemanden nicht mag.
ich mag hirscher auch nicht unbedingt, aber es gibt andere leute die mir sympathisch sind und auch erfolgreich... bei denen bin ich dann nicht neidisch oder was?
er wohnt in unserer Nähe und er ist in seinem Heimatort und Umgebung sehr, sehr beliebt-auch seine Familie, also könnt ihr gar nicht urteilen
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