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Lassen sich von Superman nicht beeindrucken: Anais Mazic, Richard Schmetterer und Adrian Dorfmeister.
Wien - Nichts Geringeres als die Welt zu retten wird von Ella Winter erwartet. Sie ist 14 Jahre alt, sportlich, klug und - Superheldin in spe. Sie lebt im Jahr 2026 und fristet ihr Dasein in der fensterlosen Zelle einer Forschungsstation der sogenannten "ZukunftsFöderation". Jugendliche Superhelden, Träger eines speziellen Gens, beherrschen von hier aus die Welt.
Eine besondere Gabe soll Ella haben, nur weiß keiner so genau, was diese ist. Auffallend ist jedenfalls ihr imaginärer Freund Jonathan (Richard Schmetterer), mit dem sie sich verbal und körperlich immer wieder einen witzigen, auch berührenden Schlagabtausch liefert.
Ella, überzeugend dargestellt von der ebenfalls erst vierzehnjährigen Anais Mazic, protestiert und beschließt, sich nicht als angebliche Weltretterin missbrauchen zu lassen. Warum kann man nicht werden, was man will, fragt sie. Da nützt auch der imposante Auftritt des muskelbepackten Superman (Adrian Dorfmeister) nichts, der sie von den Vorteilen der Heldenliga überzeugen will.
Mit seinem Stück über totalitäre Systeme trifft Nachwuchsautor Benedict Thill den Nerv der Zeit. Jugendliche werden gegen ihren Willen zu Systemrettern gemacht. Es formiert sich Widerstand in der Supertruppe (einnehmend: Alexandra Ava Koch, Yap Sun Sun).
Bald will keiner mehr die Fehler vergangener Generationen ausbügeln und auf ein selbstbestimmtes Leben verzichten. Daher stellt sich ihnen - und dem Publikum - die Frage, wer eigentlich die alles entscheidenden Superhelden kontrolliert.
Regisseurin Corinne Eckenstein schuf mit Bühnenbildner Andreas Pamperl eine schlichte graue Welt. Und gewährt einen vagen Blick in eine Zukunft, die sich schrecklich nah anfühlt. (Elisa Weingartner, DER STANDARD, 26./27.12013)
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