Kiffen beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit

25. Jänner 2013, 13:27
  • In weiteren Studien wollen Wissenschaftler herausfinden, ob sich bei Menschen mit starkem Cannabiskonsum die Hirnstrukturen langfristig verändern.
    foto: apa/torsten leukert

    In weiteren Studien wollen Wissenschaftler herausfinden, ob sich bei Menschen mit starkem Cannabiskonsum die Hirnstrukturen langfristig verändern.

Schweizer Studie räumt letzte Zweifel aus dem Weg - Experten bezeichnen Nulltoleranz am Steuer als angebracht

Lausanne - Wer kifft, fährt schlechter: Was Lieberhabe des Joints gerne dementieren, untermauert nun eine Schweizer Studie mit bildgebenden Verfahren. Demnach verändert der Wirkstoff von Cannabis (THC) bestimmte Hirnfunktionen, welche Verkehrsteilnehmer benötigen, um beim Autofahren korrekte Entscheidungen zu treffen.

Bisher war unklar, wie die Cannabiswirkung im Gehirn die Fahrtauglichkeit beeinflusst. Doch die neue Studie räumt Zweifel aus. "Berauschte Personen sind stärker auf sich selbst fixiert und absolvieren einen Reaktionstest deutlich schlechter und langsamer als jene, die ein Placebo geraucht hatten", sagte Mitautor Christian Giroud vom Universitären Rechtsmedizinzentrum (CURML) in Lausanne der schweizer Nachrichtenagentur SDA.

Reduzierte Wahrnehmung

Für die Studie des CURML, des Unispitals Lausanne (CHUV) und der Uni Freiburg rauchten 31 junge Männer - alle gelegentliche Haschischkonsumenten - entweder einen normal dosierten Joint oder einen ohne Cannabis. Vorher und nachher absolvierten sie einen Test am Computer, bei dem sie mit einem Joystick ein umherspringendes Ziel verfolgen mussten. Die Aufgabe ähnelt dem Fahren von Kurven oder dem Ausweichen von Hindernissen.

Ein Magnetresonanz-Tomograph zeichnete währenddessen ihre Gehirnaktivität auf. Es stellte sich heraus, dass bei den Cannabis- Rauchern gewisse Hirnregionen weniger aktiv waren als bei der Placebo-Gruppe, wie die Wissenschaftler im Fachblatt "PLOS ONE" berichten.

"Es sind jene Hirnregionen, die normalerweise überraschende Ereignisse wahrnehmen, verarbeiten und eine korrekte Reaktion veranlassen", sagte Mitautor Philippe Maeder vom CHUV. Unter Cannabis-Einfluss nehmen Menschen wichtige sensorische Reize demnach nicht mehr unbedingt wahr und reagieren auch nicht darauf.

Selbstbezogene geistige Aktivität

Eine andere Veränderung der Hirnaktivität wies zusätzlich auf vermehrt selbstbezogene geistige Aktivität hin. "Die Personen scheinen sich selbst mehr Aufmerksamkeit zu schenken als der Aufgabe", schreiben die Experten. Ihr Fazit: "Eingerauchte" Lenker sind auch bei den sehr geringen THC-Mengen gefährlich, die in der Studie eingesetzt wurden.

Die Resultate untermauern die Praxis vieler Länder wie auch der Schweiz, in denen eine Nulltoleranz von Cannabis beim Autofahren gilt, wie die Forscher schreiben. "Unsere Forschung betrifft nicht eine mögliche Legalisierung von Cannabis", präzisiert Giroud. "Doch sie bestätigt, dass die derzeitige Nulltoleranz in der Schweiz in punkto THC am Steuer angebracht ist." Diese müsse auch weiterhin aufrechterhalten bleiben, falls Cannabis legal werden sollte. In weiteren Studien wollen die Lausanner Wissenschafter nun untersuchen, ob sich bei Menschen mit starkem Cannabis-Konsum die Gehirnstrukturen langfristig verändern.

Laut internationalen Studien eindeutig ist, dass die im Straßenverkehr am häufigsten "auffällige" Droge der Alkohol ist. Auch Alkoholkonsum geht mit kognitiven Veränderungen einher. (APA, 25.1.2013)

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Wann kommt die Studie, dass ein Rad am besten rollt, wenn es rund ist?

wwuuuhu

Endlich kann ich sein wie der rest der Bevölkerung!

naja, lt. einer deutschen studie

...sollten betrunkene dann nüchterne und dann bekiffte das höchste verkehrsrisiko darstellen.
gemessen am aggressionspotenzial und infolge dessen der risikobereitschaft.

Wer hat das überhaupt angezweifelt?

Breaking News: Alkohol beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit und verursacht Leberschäden.

mein ganzer dank gilt der wissenschaft

aber für wie lange...

sind diese Gehirnregionen "verändert"...wenn sich jemand z.B. eine Stunde nach dem Joint hinter das Lenkrad setzte, reagiert er dann auch verzögert? Wie viel Zeit ist zwischen dem Joint und dem Test vergangen??

Bisher war unklar, wie die Cannabiswirkung im Gehirn die Fahrtauglichkeit beeinflusst.

Wirklich?

Schlecht Auto fahren viele. Betrunkene Wurstverkäufer sind auch gefährlich. Am gefährlichsten ist vielleicht der regelmäßige, sichtlich zu dick aufgetragene Kokainismus unterbegabter Politiker. Vor allem wenn sie dann auch noch Kanzler werden wollen, in ihrem Größenwahn. Im übrigen beweist ein kleiner Versuch mit 31 jungen Männern nichts. Ich habe zum Beispiel noch nie so viele Kaugummis am Gehsteig kleben sehn wie in Lausanne letztes Jahr. Was beweist das?

Also ich muss schon sagen,

das hätte ich mir nicht gedacht. Potzblitz!

Wenn jetzt noch wer herausfindet, dass meine Bier-und-Pizza-Diät schlecht für die Linie ist, muss ich meine Angewohnheiten wirklich ändern.

"Was Lieberhabe des Joints gerne dementieren"

und was haben sie geraucht, hr. oder fr. APA?

na geh - kiffen verändert aufmerksamkeit/bewußtsein?

ist ja was ganz neues. und ich hab immer geglaubt, man kifft, weil das sowieso nichts bewirkt...

obs einen als autofahrer gefährlicher macht als den normalaggressiven bleifuß, weiß ich nicht

war ja wohl auch nicht gegenstand der untersuchung

Unglaubliche Neuigkeit!

Was findet die Wissenschaft wohl als nächstes heraus. Etwa, dass man mit sechs Vierteln auch nicht mehr autofahren kann? Kann ich übrigens aus eigenen empirischen Versuchsreihen bestätigen. Da ich aber kein Wissenschaftler bin fehlt mir die akademische Anerkennung.

außerdem brauchen's ein größeres sample ;-)

der kluge kiffer fährt gar nicht mit dem auto, sondern geniesst im sitzen oder liegen :)

Kiffen beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit

da hilft nur eins: autos verbieten!

in 20 jahren sollen die autos eh von selbst fahren

problem gelöst

ja warum nicht die autos fahrtüchtiger machen?

Interessanterweise kommt man in den Niederlanden ohne Cannabis-Paranoia im Straßenverkehr aus.

Und die haben drei Jahrzehnte Erfahrung. In Portugal und Tschechien macht sich deswegen auch keine/r ins Hemd.

weiß wer wie das in niederlande, tschechien so gehandhabt wird ?

angenommen es beschwert sich wer über seinen bösen bösen nachbarn der immer so einen spass hat und ruft die polizei weil man selbst keinen hat (wär eh typisch österreichisch) - die beschlagnahmt das zeugs und freut sich - kassiert das bussgeld und zwitschert wieder ab ... und weiter wie in österreich - BH- führerscheinentzug oder haben die andere regelungen inzwischen?

hab mal was von einem deutschen gelesen der von bayern nach berlin umgezogen ist weil er aus med. gründen kifft und dort seinen führerschein behalten durfte (war ein interview vom DHV glaub ich)
soll ja jeder bezirk auch in österr. bischen anders sein hab ich gehört

Von Holland weiß ich, dass in erster Linie auf Alkohol kontrolliert wird. Bisweilen auf Opiate, Tranquilizer und andere Downer.

Der Pressesprecher der Amsterdamer Polizei sagte mir einmal, dass bei ihnen die Auffassung gilt, dass Cannabis allein nicht als Risiko im Straßenverkehr angesehen wird, wohl aber als erschwerend, wenn es mit anderen Substanzen - meistens handelt es sich um Alkohol - kombiniert wird. Ich muss aber einräumen, dass dieses Gespräch neun Jahre her ist.

..wicht wäre..

..zu wissen, wie land die Wirkung anhält, beim Alk gibts ja die Faustformel 0,1/h nimmts ab - aber hier? und wie lang is man noch beim schnelltest "positiv" - aber gut DAS war wohl dann zu viel für die Forscher..

die Wissenschaft hat festgestellt..

..na Wahnsinn - WER hätte das jemals gedacht - mein Dank an diese Helden der Wissenschaft - was findet man als nächstes heraus? das man auf Gras schlechter bumsen kann? gerne würde ich mich für den Test zur Verfügung stellen -

Es dürfte schwierig werden weibliche Probanden für diese Studie mit ihnen zu finden - selbst wenn man wissenschaftlichen Standards arbeitet - also z.B. doppelblind. Eine Randomisierung kann man den Damen wohl kaum zumuten.

Sie finden die Studie lächerlich? Hier gibt es etliche, die behaupten, dass man bekifft besser fährt. Solche Behauptungen werden durch Studien wie diese widerlegt. Außerdem kann man nun quantifizieren.

wieso damen?

ein a...loch mehr im darkroom fällt in keiner studie auf :o)

@ oide-hittn: das a...loch ist biologisch gemeint, KEINE beschimpfung!

nicht verallgemeinern

es gibt bestimmte umstände die das ermöglichen
habens ja eh selbst gelesen und mir widergegeben
mit denen die irgendwas damit behandelt haben

Das ist jetzt aber tatsächlich weder überraschend noch neu (vielleicht in der Schweiz, ja). Es ändert aber nichts daran, dass schon aus reinen Vernunftgründen Cannabis wie Alkohol zu legalisieren ist.

Für FahreInnen ist eine Null-Toleranz-Politik absolut zu befürworten - Alkohol, Cannabis, Medikamente haben Tabu zu sein. Von mir aus auch mit 0,0 Promille.

Feine Ironie..... ohne Medikamente....

da wären aber die Strassen Europas lehrgefegt!

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