Ouya und Co.: Sind Android-Konsolen zum Scheitern verurteilt?

Zsolt Wilhelm, 27. Jänner 2013, 11:51
  • Nvidias "Project Shield" bringt mobile Leistung.
    vergrößern 661x440
    foto: nvidia

    Nvidias "Project Shield" bringt mobile Leistung.

  • Kleiner GameStick soll überall hin mitgenommen werden und direkt an Fernseher angeschlossen werden können.
    vergrößern 639x355
    foto: gamestick

    Kleiner GameStick soll überall hin mitgenommen werden und direkt an Fernseher angeschlossen werden können.

  • Android-Winzling Ouya brach auf Kickstarter Rekorde.
    vergrößern 800x534
    foto: ouya

    Android-Winzling Ouya brach auf Kickstarter Rekorde.

Mangelnde Verkaufsgarantie hält Hersteller und Konsumenten zurück, meinen Branchenbeobachter

Es war wie ein Hoffnungsschimmer, als vergangenen Juli ein Team erfahrener Branchenleute eine Spielkonsole vorstellte, die mit so ziemlich allen Konventionen etablierter Konsolen von Nintendo, Sony und Microsoft brach. Die auf Android-basierte Ouya sollte nur 99 Dollar kosten, dank Free2Play-Geschäftsmodell Spiele kostenlos verfügbar machen und Entwicklern sämtliche Freiheiten bei der Nutzung der Hardware bieten - ganz ohne hoher Lizenzkosten und anderer Hürden. Über die Crowdsourcing-Plattform Kickstarter von interessierten Unterstützern finanziert, entwickelte sich das Projekt in Windeseile zum Liebling in der Community. Es dauerte nicht lange, bis sich Nachahmer fanden. Der GameStick tauchte auf und auf der CES in Las Vegas überraschte Grafikchiphersteller Nvidia die Branche mit einem ambitionierten Gaming-Handheld namens Project Shield. Android als führende Plattform bei Smartphones und Tablets etabliert, scheint wie geschaffen für die vermeintliche Gamingrevolution zu sein. Im März soll nun die Ouya als erster dieser Hoffnungsträger auf den Markt kommen. Doch anstelle von Euphorie macht sich unter Marktbeobachtern zunehmend die Befürchtung breit, dass die wie Pilze aus dem Boden sprießenden Android-Konsolen zum Scheitern verurteilt sind.

Sorgenkind Games

Die größten Sorgen bereitet Experten das Spiele-Portfolio. Unter den bisher angekündigten Werken für Ouya befinden sich weder große Exklusivtitel noch besonders namhafte Games, die als Zugpferde für die Plattform fungieren könnten. Viele der bestätigten Spiele sind Portierungen bereits auf anderen Plattformen erschienener Titel. Und dabei sind bekanntlich die Inhalte entscheidend für den Erfolg einer neuen Konsole. Umso prekärer ist die Situation, weil bereits für das erste Halbjahr 2013 die Vorstellung der neuen Konsolengeneration von Sony und Microsoft erwartet wird. "Diese Hersteller haben ein Fenster von vielleicht drei bis vier Monaten, um die Leute zu begeistern. Und wenn Sony und Microsoft danach ihre 800 Pfund schweren Gorillas aus dem Sack lassen, werden diese Hersteller mit einem Schlag in Vergessenheit geraten sein.", meint der ehemalige Games-PR-Spezialist Marcus Beer und Moderator der Sendung "Annoyed Gamer". "Das Problem ist, dass sie nicht die Vollpreis-Blockbuster-Werke bieten. Sie haben kein 'Fallout', 'Skyrim' oder 'Call of Duty'", so Beer in einer Podiumsdiskussion von Gametrailers.

Nur für Entwickler interessant?

Gleichzeitig ist es fraglich, weshalb man für Android-Games überhaupt eine Ouya braucht. Dies bietet bereits eine Vielzahl von Smartphones und Tablets mit Googles Betriebssystem an. Das Interesse gehe Beer nach derzeit in erster Linie von Entwicklern und nicht von Konsumenten aus. "Ich denke, die Leute sind vor allem interessiert, weil es eine günstige Plattform ist, um Spiele zu entwickeln." Anders als Nintendo, Sony oder Microsoft verrechnet Ouya Entwicklern keine Linzenzgebühren und es ist keine teure Entwicklungshardware nötig.

Jeff Cannata von Weekend Confirmed widerspricht Beer diesbezüglich. Ihm zufolge spreche das Kredo einer "offenen Plattform" auch die Spieler an. "Die Spieler sind gespannt darauf, was das nächste große Ding ist und hier können Android-Konsolen die Aufmerksamkeit auf sich lenken.", sagt Cannata. Allerdings glaubt auch er, dass die Begeisterung für derartige Alternativen nur so lange anhalten wird, "bis Sony und Microsoft mit den neuen Konsolen zeigen, was sich mit viel Geld umsetzen lässt".

Eine Frage des Geldes

"Ouya und ähnliche Projekte erhalten viel Zuspruch und es lassen sich damit gute Schlagzeilen generieren.", meint auch Industrieveteran Seamus Blackley, der bereits an der Entwicklung der ersten Xbox beteiligt war. "Will man Spielhersteller auf seine Seite bekommen, muss man als Plattformhersteller jedoch auch versichern können, dass der Markt für die Spiele groß genug sein wird. Den Vorteil, den die Big Player trotz Lizenzkosten und strenger Kontrollen haben ist, dass Spielhersteller davon ausgehen können, dass sich ihre Spiele auf den etablierten Systemen verkaufen werden. Und diese Sicherheit der großen Anbieter ist das, was die Inhalte garantiert. Deshalb sind für Ouya und derartige Angebote keine Blockbuster in Entwicklung."

Konsolenalternative Steam

Die einzig ernsthafte Konkurrenz zu PlayStation und Co. stellt in Blackleys Augen Steam dar. Die Spieleplattform für PC soll künftig auch auf eigens optimierten Spiele-PCs ausgeliefert werden. "Steam ist ein etabliertes System, ein gewinnversprechendes Ökosystem und gibt Herstellern die Zuversicht, dass sie hier ihre Investitionen wieder einspielen können." Valve, Sony, Microsoft und Nintendo haben sich "diese Zuversicht und das Vertrauen der Konsumenten über Jahrzehnte erarbeitet". Daran würden sobald auch keine vielversprechenden Rivalen aus der Android-Community etwas ändern. Deshalb sollte man zumindest als Konsument die Erwartungen an Ouya, GameStick oder Shield nicht zu hoch schrauben. Aber selbst wenn die Android-Konsolen keine Millionen-Seller werden sollten, könnten sie als kostengünstige Alternativen frischen Wind in die Entwicklerszene bringen. Davon würde schließlich die gesamte Branche profitieren. (Zsolt Wilhlem, derStandard.at, 27.1.2013)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 89
1 2 3
Wer soll die Zielgruppe sein? Bevor ich mir das Kisterl kaufe, hole ich mir gleich ein Scheckkarten PC?

Wer soll die Spiele schreiben? Klar, kleine Indie Titel wird es schon geben, aber ich denke mir das sie einfach nicht genug Kraft für eine Plattform bieten können.

Es sind schon andere exotische Konsolen gefloppt und die haben auch immer was besonderes für sich geboten.
(Lynx zB, das Teil war super, dem Gameboy mehr als überlegen von der Technik her, auch wenn auch die Batterien schwach waren (GameGear lässt grüssen) - war drehbar für Links und Rechtshänder, etc).

Gebracht hat es nichts, das Marketing war faktisch nicht vorhanden und es konnte keine erfolgreiche Serie dort etabliert werden.

Die meisten werden weiter am Handy oder dem Tablet Android Games spielen, einfach weil sie es schon haben.

Kann man nur viel Glück wünschen.

Die Blockbuster werden schon noch kommen!

Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit. Vorallem auf Valve dürfte da Verlass sein. Die müssen jetzt für Ihre Steam-Box den Linux-Support der Blockbuster pushen. Wenn die Blockbuster einmal Steam-Box kompatibel sind, sind sie im Grunde auch Android kompatibel und laufen somit auch auf diesen Android-Mediacenter-Konsolen.

Ich denke 2013 ist noch zu früh, da wird der Markt noch klein sein, aber ca. 2015 halte ich es für sehr realistisch dass Spiele wie Fifa oder CoD Android kompatibel sind.

Ob sich dann allerdings diese Konsolen verkaufen oder es bis dahin eine kabellose HDMI Schnittstelle gibt und somit Smartphones bzw. Tablets als Android Konsole genutzt werden, ist ungewiss.

ich hätte mir…

nie gedacht, jemals mit einem Analysten einer Meinung zu sein…

natürlich haben die keine chance

man schaue sich doch nur mal die marketingbudgets der großen hersteller an. die bringen selbst nintendo unter druck. und microsoft wird in die nächste xbox wieder milliarden reinpulvern um seine marktanteile zu halten.

es wäre ja schön, wenn unabhängige, kleine projekte den markt erorbern würden, aber angesichts der entwicklungen der letzten jahrzehnte würde das an ein echtes wunder grenzen.

Wenn das System "die Entwickler" stark anspricht ist

das eine gute Voraussetzung um "die Spieler" anzusprechen, nicht wahr?
Es ist nämlich davon auszugehen dass "die Entwickler" diejenigen sind die dann jene Spiele herstellen die "die Spieler" in weiterer Folge, nun ja, SPIELEN.
Und das, meine Damen und Herren, ist der Sinn der ganzen Übung.

Eine Menge an Spielen wäre ja vorhanden, mancher Entwickler würde die Chance einer Portierung für den großen Schirm sicher gerne wahrnehmen bzw. von Anfang an ins zukünftige Android-Projekt einbinden.
Und wer das Potential der Indie Games nicht wahrnimmt hat in den letzten Jahren nicht wirklich aufgepasst.
Das Ganze dann unter der geplanten Preispolitik gesehen macht das Ding auch zur perfekten Zweitkonsole.

Diese Analyse war kostenlos.

Das Problem ist: man braucht ein richtig dickes Konzept, um einen Big Player an Bord zu kriegen, und die Spielerschaft auf sich aufmerksam zu machen. Ohne einen Exklusivtitel in der Region von Halo wird keine der neuen Konsolen wirklich fest Fuß fassen können. Der Markt ist nämlich durch die beidseitige Abhängigkeit zwischen Entwickler und Konsument sehr starr - ohne ordentliche Ankündigungen interessiert sich der Konsument nicht, ohne Konsumenten interessiert sich der Entwickler nicht.

Natürlich gibt es geniale Indie-Games, und wenn für die alles gut geht, sparen sie sich die Entwicklung speziell für eine der neuen Konsolen und es läuft überall gleich. Aber mehr als das Nischendasein wird es für Ouya und Co. ohne Big Player nie spielen.

Naja, aber einen big player an Bord zu kriegen würde wohl die Übernahme des jeweiligen Konsole bedeuten.

Ich denke das das "Nieschendasein" zunächst einmal eher positiv zu beurteilen ist (wenn das Konzept durchdacht ist) und Herr Beer da ein bisserl im Ansatz daneben liegt weil von "den Leuten" spricht und sofort den direkten Vergleich mit Xbox&PS zieht.

Der Markt ist durchaus differenziert und wenn z.B. Ouya auch als offenes Mediacenter funktioniert bin ich sehr neugierig.

Mal anschauen, dann schimpfen.

Einen Big Player an Bord haben würde eher bedeuten, einen ordentlichen, für die Kernspielerschaft möglicherweise interessanten Exklusivtitel auf die Konsole zu bekommen. Und genau das braucht man, wenn man neben den Platzhirschen bestehen will - merkt man bei Nintendo, die immer weiter nach hinten rutschen, weil viele Exklusivtitel neu aufgewärmte Mario- oder Legends of Zelda-Spiele sind. Das reißt halt nur noch die Fans der Serien, bei weitem aber nicht mehr so viele Neuspieler mit wie noch um die Jahrtausendwende.

Aber ja: wenn die Ouya, jetzt im Speziellen gesehen, offen bleibt, dann hat man zumindest ein günstiges Mediacenter, wenn die Spiele nicht so der Bringer sind. Deswegen werde ich sie mir wohl eventuell auch zulegen.

Ich habe kaum Ahnung von Spielekonsolen, könnte mir aber vorstellen, das die Variante Linux/Steam wesentlich sinnvoller ist!

nur das die steambox um 500 flocken, mit spielen um 50€, wohl jemand anderen anspricht, als die 100€ konsole mit den gratisspielen.

die ouya wird die leute ansprechen, die sich eigentlich keine konsole kaufen würden.

naja der vt bei einer box mit zb android wäre, dass die spiele bzw. ganz allgemenin die programme nicht nur auf die konsole bzw. das jeweilige gerät begrenzt sind... zusätzlich kann das teilchen als medienplayer genutzt werden - und zwar mit den tools die mir als nutzer zusagen - und nicht mit dem was mit ms oder sony vorsetzen will...
für den "high-performance" gamer ist aus meiner pers. sicht ohnehin nur der pc das einzig richtige - so wie alles andere auch geschmackssache... :)

Naja, jein. Grundsätzlich stimmt es schon, dass überall quasi dasselbe Betriebssystem dahinter steht. Praktisch gesehen wird es aber teilweise trotzdem bei arger Plattformabhängigkeit bleiben, wenn die Hardware in speziellen Bereichen anders performt.

Das hatten wir bei uns im Haushalt gemerkt, einer hatte ein HTC, einer ein Samsung Galaxy, beide sind auf derselben Android-OS-Version unterwegs. Trotzdem gibt es vereinzelt Apps, die auf einem der Geräte nicht laufen, am anderen aber sehr wohl. Mag zwar jetzt nur der Ausnahmefall sein, soll aber zeigen, dass es sehr wohl Kompatibilitätsprobleme geben kann.

Also entweder muss sich dann das Gameplay aber massiv anpassen je nach Eingabemethode oder es wird am Smartphone sauschwer oder auf der Ouya zu leicht.

Die verschiedenen Eingabemethoden haben da doch einen recht massiven Einfluss.

Das sah man ja schon bei dem einmaligen Versuch in Shootern PC-Spieler mit Maus gegen Konsolenspieler mit Gamepad antreten zu lassen (mit GamePad chancenlos).

mit bt controller hab ichs derzeit noch nicht versucht - hab ein paar shooter am prime mit maus und tastatur probiert.... klar, da sind die mit touch bedienung chancenlos....

aber pers. fehlt generell die "ernsthaftigkeit" wenn ich im wohnzimmer auf der couch sitze und etwas zocken will.... -> ist bei mir eher richtung just4fun

bzgl. konsole vs pc: oh ja, kann mich noch gut an ein paar clanwars gegen einen ps3 clan in cod4 erinnern.... (bevor deren zugang geschlossen wurde) diese armen kerle waren einfach nur chancenlos....

Doch anstelle von Euphorie macht sich unter Marktbeobachtern zunehmend die Befürchtung breit, dass die wie Pilze aus dem Boden sprießenden Android-Konsolen zum Scheitern verurteilt sind.

Sind DAS die gleichen "Marktbeobachter", die schon seit 20 Jahren versuchen uns zu erkären, dass die Konsolen den PC vom Markt verdrängen werden??

Diese Android Konsolen sind ein Nischenprodukt und nicht für den Massenmarkt. Es muß nicht jedes Produkt automatisch zur Anspruchslosigkeit führen!

International sind die Konsolen tatsächlich dabei, den PC zu verdrängen.

Grund ist einerseits, dass der PC in den meisten Ländern als Arbeitsgerät gilt; die Ansicht, dass man Kindern statt einem reinen Spielzeug (Konsole) ein auch zum Arbeiten brauchbares Spielzeug (PC) schenken sollte, ist sehr mitteleuropäisch oder deutsch. (Bzw sonst AFAIK eher in ärmeren Ländern verbreitet; in Russland zB gibt's kaum Konsolen, dafür viele alte PCs).

Andererseits haben Konsolen sich eben in denjenigen Ländern durchgesetzt, die den Videospielemarkt nachhaltig formen: USA, Japan, UK.

Gibt es für Journalisten extra Geld von Unternehmen, wenn sie potentielle Konkurrenten totschreiben?

Bei solchen Zitaten irgendwelcher sogenannter Fachleute frage ich mich fast immer: schreiben sie absichtlich was anderes als andere, um aufzufallen und die Views zu steigern, oder ist das alles nur Teil der Marketingstrategien, um unmündige Konsum-Nutzmenschen zu beeinflussen?
Oder beides?

Ich persönlich würde die ewig gleichen, politisch korrekten Blockbuster (mit zugegeben hoher technischer Perfektion) kaum vermissen, wenn es wieder mehr innovative, kreative, unterhaltsame, witzige, schräge Games gäbe, die sich nicht darum scheren, nirgendwo anzuecken und es einer möglichst breiten Masse recht zu machen.

beim standard ist grad alles zum scheitern verurteilt: facebook, apple, android ...

wieso eigentlich?

Jännerdepression

Addendum:
Ich bin Casual Gamer. Für das ist die XBox und die PS3 einfach zu "groß", so eine simple Konsole wie die OUYA ist da genau richtig.

Und wo sollen die Spiele herkommen?

Naja, da gibts genug Spiele im Store für sie. Und viel günstiger kommt Ihnen so ein Android Gerät auch nicht. Eine PS3 kostet derzeit 199 Euro. Was wird OUYA bei uns (wenn es überhaupt kommt) kosten. Vermutlich 150 Euro. Für das gebotene ist das viel zu teuer, es wird kein Schwein kaufen.

Mit Shipping und einem zusätzlichen Controller sinds 110 €.

Wie gesagt. Wenn alle Stricke reißen, wirds ein kleines, feines Media Center, dass dazu auch noch alle Formate hervorragend abspielt.

..so wie jeder TV von Haus aus...

Ich will meine Ouya einfach nur um vernünftig Webradio auf die Anlage zu bekommen. Und als Mediacenter für Filme. Das Ding hat dann nämlich keinen Lüfter der einem den Filmgenuss trübt (siehe PS3).

Diese "Spiele" interessieren mich nicht, dafür gibt es PS3 und Konsorten.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 89
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.