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Tausende Menschen demonstrierten am zweiten Jahrestag der Revolution am Tahrir-Platz in Kairo.

Ein Demonstrant in Kairo trägt einen Verletzten Jungen vom Schauplatz der Gewalt.

Ein leerer Tränengas-Kanister am Freitag.

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag am Tahrir-Platz.
Kairo - Der 25. Jänner 2011 ging als Beginn der Massenproteste, die zum Sturz von Präsident Hosni Mubarak führten, in die Geschichte ein. Exakt zwei Jahre später bietet sich auf den Straßen von Ägyptens Großstädten ein ähnliches Bild: Am zweiten Jahrestag der Revolution ist die Gewalt zwischen Regierungsgegnern und Polizei eskaliert. Bei Straßenschlachten in Kairo, Alexandria, Ismailia und Suez sollen mehr als 400 Menschen verletzt worden sein, berichtet das ägyptische Gesundheitsministerium. Präsident Mursi rief über den Kurznachrichtendienst Twitter zur Ruhe auf und verurteilte die "abscheuliche Gewalt".
Die schwersten Ausschreitungen gab es am Freitag in Suez. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden neun junge Männer erschossen, als Demonstranten das Gouverneursgebäude in der Kanal-Stadt stürmen wollten. Noch in der Nacht auf Samstag wurden Militäreinheiten mit gepanzerten Fahrzeugen nach Suez verlegt. Der Armee-Einsatz sei nötig geworden, da die Polizei die Kontrolle über die Stadt verloren habe, wurde der Chef der Sicherheitsbehörde von Suez, General Adel Refaat, auf der Website des staatlichen Fernsehens zitiert. Die Unterstützung sei erforderlich, bis "diese schwierige Zeit" vorüber sei.
In mehreren ägyptischen Städten schleuderten Demonstranten Brandsätze und Feuerwerkskörper auf die Polizei, die ihrerseits Tränengas einsetze. In Ismailiya am Suez-Kanal zündeten Randalierer das Parteibüro der Muslimbrüder an und verwüsteten das Gouverneursgebäude, wie der TV-Sender Al-Arabiya berichtete. Vor dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt setzte die Polizei Tränengas gegen Demonstranten ein, die versuchten, auf das Gelände zu gelangen. Im Laufe des Tages waren Tausende Menschen auf den Tahrir-Platz in Kairo geströmt, um gegen die Politik von Präsident Mohammed Mursi und den Einfluss der islamischen Muslimbruderschaft zu protestieren. Während der Revolution war der Platz zentraler Schauplatz des Aufstandes gegen Machthaber Husni Mubarak.
"Die Revolution geht weiter", sagte der linke Oppositionspolitiker Hamdin Sabahi Reuters TV auf seinem Weg zum Tahrir-Platz. "Wir weisen die Beherrschung des Staats durch eine Partei zurück. Wir sagen Nein zum Bruderschafts-Staat." Auch der liberale Politiker Amr Hamsaui lehnte dies auf Twitter ab. Er warf dem Präsidenten zudem vor, die Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit zu ignorieren.
Präsident Mursi und die Muslimbrüder haben die Kritik zurückgewiesen. Sie sehen sich durch ihren Wahlsieg bestätigt und werfen ihren Gegnern vor, die demokratischen Spielregeln nicht zu respektieren und wichtige Reformen zu erschweren. "Die Meinungsverschiedenheiten, die Ägypten gerade durchmacht, sind ein zentrales Kennzeichen des Übergangs von einer Diktatur zur Demokratie", schrieb der Anführer der Bruderschaft, Mohammed Badie, am Freitag in der staatlichen Zeitung "Al-Ahram". "Sie zeigen deutlich die Vielfalt der ägyptischen Kultur."
Die Muslimbrüder hatten unter Hinweis auf drohende Gewalt auf einen Aufruf zu einer Gegendemonstration verzichtet. Sie begingen den Jahrestag des Beginns der Revolution mit einer landesweiten Wohltätigkeitskampagne. Etwa eine Millionen Ägypter sollen dabei Medikamente und Grundnahrungsmittel erhalten. In diesem Jahr sind in Ägypten Parlamentswahlen geplant.
Mursi wird kommende Woche in Deutschland erwartet. Im Vorfeld des Besuchs sorgten kürzlich bekannt gewordene Kommentare des Präsidenten aus dem Jahr 2010 über Juden für Wirbel. Damals hatte er Zionisten unter anderem als "Blutsauger" sowie "Nachfahren von Affen und Schweinen" verunglimpft. Mursi war zu der Zeit eine führende Figur in der Muslimbruderschaft. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte eine Aufzeichnung des Fernsehinterviews, in dem Mursi die Aussagen machte, einsehen. Die ägyptische Regierung hat erklärt, die Zitate seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. (red/APA/Reuters, 25.1.2013)
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das passiert öfter mal.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kent... e-Massaker
Beim Kent-State-Massaker wurden am 4. Mai 1970 an der Kent State University in den USA vier Studenten erschossen und neun teils schwer verletzt, als die Nationalgarde des Staates Ohio während einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg das Feuer auf die Menge unbewaffneter Demonstranten eröffnete....Bis heute wurde niemand gerichtlich für das Massaker zur Verantwortung gezogen.
kann man sich im iran anschauen
linke, kommunisten, feministen, etc. haben damals zusammen mit den religiösen gegen den schah gekämpft. und nach der revolution waren sie die ersten die in den gefängnissen gelandet sind.
Ö ähnliches schema, selten gehört: da machen wir so nicht mit, das ist untragbar... weil bei der nächsten abstimmung brauchen's vielleicht wieder ein paar stimmen, von "den anderen"...
das ist nicht politik, das ist gegenseitiges sautrogfutter zuschieben
Was bei uns verwunderlich ist, dass wir die ganze Zeit versuchen jemanden zu verbessern obwohl wir uns selber nicht sehen. Vor 600 Jahren lagen wir noch alle in der **** und nun wollen wir einer großen Kultur beibringen was Demokratie ist? Seien wir ehrlich, dass es Afrika so schlecht geht ist unsere Schuld. Die Algerier hatten vor der Kolonialzeit weniger Analphabeten als Frankreich. Wir haben nur gesiegt in dem wir konstruierte Gewalt durchgebracht haben. Wir haben nicht gesiegt in dem wir denen in der Wissenschaft überholt haben. Und jetzt wollen die Zerstörer Afrikas Frieden einrichten. Bestimmt.
Wir haben in Europa wirklich genug erreicht. Geld alles mögliche an Materiellem. Dafür geht aber die Gesellschaft und unsere Werte zu grunde
Ganz so ist es nicht, der Kolonialismus ist lange her und Länder wie Südafrika, Namibia, Botswana kann man jetzt nicht unbedingt als gescheiterte Staaten bezeichnen. Und Länder wie Brasilien, Chile matchen sich heute auf dem internationalen Markt mit den asiatischen und westlichen Staaten. Auch diese Länder waren Kolonien, daher glaube ich, dass die Folgen des Kolonialismus überschätzt werden.
nun, 600 jahre sind eine lange zeit, die einen entwickeln sich weiter, die anderen bleiben zurück.
die kolonialzeit ist auch schon lang vorbei. afrika hätte lang genug zeit gehabt, was auf die beine zu stellen. und "wir" sind sicher nicht an den zuständen schuld.
"aber nicht der Islam"
Warum argumentieren sie mit Religion ? Hat ein "Christ" die Nähmaschine erfunden ? Oder war ein "Christ" als erster Mensch auf dem Mond ? Religion ist ein Teil der Kultur, aber nicht der wesentliche. Abgesehen davon: ein nicht unwesentlicher Teil unserer zivilisatorischen Errungenschaften stammen aus dem arabischen (oder soll ich sagen: muslimischen) Raum.
Es ist richtig, dass der Hass auf den Westen ein Resultat seines Wirkens ist. Das ist trivial. Umgekehrt ist es aber nicht anders. Ägypten war vielleicht mal eine große Kultur. Mit Betonung auf viellecht. Die Geschichte wird nicht von der Relität geschrieben, sondern von Menschen. Sicher ist, dass ein konservatives Machtgefüge keine Zukunft hat. Viele Ägypter wissen das. Demokratie will denen niemand beibringen. Woher haben sie das?
ich höre gar nichts vom begeisterten ORF-korrespondenten karim al -weissichwie, wie der sich vor lauter Euphorie förmlich überschlagen hat wobei die wenigen vernünftigen schon damals wußten wie das ausgehen wird, ein wirtschaftliches, gesellschaftliches und damit menschliches Desaster ohnegleichen
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