Als Böhmen noch bei Öst'reich war: Blick vom Stephansturm anno 1860

Ansichtssache | Isabella Lechner
28. Jänner 2013, 10:10

Zwölf Panoramafotos wurden 1860 von der Spitze des Stephansturms aus angefertigt, die ein beeindruckendes Zeugnis von Wien in der Zeit vor dem Bau der Ringstraße geben. Ein neues Buch stellt sie vor

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foto: verlag winkler-hermaden/österr. staatsdruckerei

An einem Augusttag im Jahr 1860 schleppte ein Fotograf der k. k. Hof- und Staatsdruckerei mit seinen Assistenten eine riesige Fotoausrüstung auf das Turmdach des Stephansdoms und fertigte von einem Gerüst auf der Turmspitze aus zwölf großformatige Aufnahmen der Stadt an. Zusammen ergaben sie ein beinahe geschlossenes Rundum-Panorama des "alten Wien" - was heute von unschätzbarem dokumentarischem und stadthistorischem Wert ist.

1929 wurden die Fotografien zusammen mit Orientierungsskizzen erstmals in limitierter Auflage in einer Halbleinenmappe veröffentlicht. Walter Öhlinger, Kurator für Stadtgeschichte im Wien Museum, hat die Aufnahmen von damals reproduziert und mit einem Stadtplan von 1858 und Beschreibungen des jeweiligen Blicks auf die Stadt in dem Buch "Rundblick vom Stephansturm" neu herausgebracht. derStandard.at präsentiert hier sieben dieser Aufnahmen.

Im Bild: Blick Richtung Alsergrund und Leopoldstadt, die heutigen Bezirke 9 und 2. Links in der Bildmitte die Kirche Maria am Gestade, im Vordergrund der Hohe Markt zwischen den Häuserschluchten. Bildmitte: der Donaukanal mit Augartenbrücke und Kaiserbad. Im Hintergrund der Augarten und die Donau, Leopoldsberg und Kahlenberg.

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Sie haben da eine "Kleinigkeit" vergessen, welche die Entwicklung Wiens schon vorher bremste: Der Erste Weltkrieg. Und auch davor und in der Zwischenkriegszeit hatte Wien bzw. Österreich schon seine "eigenen" rechten Verbrecher zu bieten (zB Lueger, Dollfuß, Schuschnigg), was ihre angedeutete Opferrolle Wiens in einem bisschen anderen Licht erscheinen lässt...

Ebenfalls hat sich der Fall des eisernen Vorhangs positiv auf die Entwicklung Wiens, wie wir es heute kennen, ausgewirkt.

Wien wurde 1918 zurückgeworfen

von da an war es überflüssig die Leute haben es nicht nur wegen der NS Zeit verlassen zuvor waren bekanntlich die dreißiger Jahre.

http://www.vintag.es

Dort gibt es auch viele Fotos von früher.
Man beachte die Autodichte von heute und früher!
Es grenzt an Masochismus was sich jetzt Menschen antuen. Früher war alles besser, sogar der Verkehr...mit dem Auto…

Sieht zwar voll aus,

das Bild heißt aber "Easter Parade". Scheint wohl nicht der Normalzustand gewesen zu sein.

Jetzt wäre ein Vergleich mit aktuellen Bildern natürlich sehr interessant

Ich kann nur sagen...

Danke für diese tollen fotos.

wenn ich mir diese altehrwürdigen bilder anseh'

fällt mir georg kreislers schönstes wienerlied wieder ein.

("wie schön wäre wien ohne wiener"; diese bilder sind der beste beweis)

mir ist auch aufgefallen, dass nirgends menschen zu sehen sind. aber die sind wohl der langen belichtungszeit zum opfer gefallen...

Nirgend Menschen zu sehen sind

Menschen hatten keine Autos, also nirmand war unterwegs auf den Strassen. Alle Menschen waren bei der Arbeit zu Hause.

DonauKANAL?

Das war doch noch vor der Donauregulierung, ergo sieht man die Donau und nicht den Donaukanal, ein bisserl Kanal ist zwar zu erahnen, der Vorläufer des heutigen Kanals, aber damals lag Wien eben noch mehr an der Donau als heute.

Oder glaubt jemand allen Ernstes, daß sich vor Jahrtausenden Menschen an einem Ort ansiedelten, von dem aus es kilometerweit zur Hauptverkehrsstraße, nämlich der Donau war? Um dort immer hinzuhatschen oder wie?

Also wenn schon ortsunkundig, dann wenigstens recherchieren. Danke.

Der Donaukanal ist seit...

...über 400 Jahren ein Kanal (da nur durch wasserbauliche Maßnahmen überhaupt mit Wasser dotiert) und wird seit 300 Jahren so bezeichnet.

Bei Google Books findet sich u.a. folgendes Schmankerl:

"Ferner an die zu Besorgung der Wasser-Bau-Cassa verordnete Herren Räthe zu verfügen: daß selbe zu einiger Erleichterung des Kayserlichen Ærarii aus gedachter Wasser-Bau-Cassa nach Thunlichkeit derselben zu diesem vorhabenden Gebäu einen Beytrag von drey bis vier tausend Gulden reichen, ein solches jedoch ohne Hemmung der fürwährenden Wasser-Gebäuden geschehen, noch dem zu alleiniger Erhaltung des Wienerischen Donau-Canals, gefaßten Instituto präiudicirlich seye, weder in einige andere Consequenz gezogen werden solle.
Wien, den 18. Julii 1729"

der amtsschimmel wiehert nicht seit gestern...

ich gebe hiermit offiziell jegliche hoffnung auf, dass in diesem land jemals irgendwas sich ändern können lassen wird hat kann ist.

vor

finfzig Jahr, vor finfzig Jahr...

warum fehlen die bilder richtung westen?

Weil sich Bücher besser verkaufen, wenn nicht der ganze Inhalt woanders abgedruckt wird. ;-)

Beethoven waere 90 gewesen

1860 waere Schubert 63 jahre alt gewesen; ist aber leider schon 32 jahre tot.
Beethoven waere 90 gewesen, aber schon 33 jahre tot.

Meine frau erklaert

Meine frau erklaert mir die roten strichln: jetzt haben sich die leute gerade die arbeit angetan, sich 150 jahre zurueckzuversetzen und du mutest ihnen noch 30 dazu an.^^

Und ...

... Angelo Soliman war auch schon 64 Jahre tot. Seine ausgestopfte Mumie seit 12 Jahren entgültig zerstört.
http://de.wikipedia.org/wiki/Angelo_Soliman

Ah, darum konnte ich die beiden nirgends auf den Fotos finden, hab mich schon gewundert.

Da hab ich ihnen ja einen ball vorgelegt.^^

Wahnsinn

würd i einmalig eine ZM benutzen dürfen, würd ich mich aber dennoch in die Voom Voom Zeit zurückschleudern

damit di der edgar net reinläßt?

und dann

mit'm unghazten 43er hamforn, echt leiwand

darum kommt mir das recht klein vor

Wien hatte damals nur um die 700,000 Einwohner.

Aber nur 50 Jahre später waren es 2 Millionen.

psssst: dar man jetzt wieder "invaliden"strasse sagen?...

solange die franzosen ihren dom nicht in "dôme des handicapé(e)s" umbenennen ...

"handicapés"? frevler wider den PC terror!...

..."mobilité réduite", wenn ich bitten duerft, JA?

Den Suderanten hinters Ohr geschrieben,

denen früher alles besser erschien und die Städteplanung besser vorkam: http://de.wikipedia.org/wiki/Unge... autes_Wien

alte Stadtansichten

Beim Anblick von Bild 2-5 wird einem wieder ins Bewusstsein gerufen, warum die transdanubischen Bezirke so wenig Atmosphäre haben (sieht man mal von der Kategorie "trostlos" ab): vor 150 Jahren war dort nichts! ;-)

Jedenfalls ein großartiges Zeitdokument! Ich als Fan von alten Stadtansichten kann mich daran garnicht satt sehen! Apropos alte Stadtansichten: Sehr empfehlenswert auch das Buch "Städte der Welt", wozu es auch mal einen Standard-Artikel gab:

http://derstandard.at/130274564... Papierform

ist ja klar.
transdanubia incognita wurde mitte des vorigen jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt und erst einige jahre später wurden die ersten eingeborenen entdeckt und domestiziert mit bisher bescheidenen erfolgen
;-)

Die "transdanubischen Bezirke" bestehen aus Neubauten und alten Dorfkernen, die manchmal noch gut zu erkennen sind.

Ihre Pauschalaussage "warum die transdanubischen Bezirke so wenig Atmosphäre haben" mag Ihre persönliche Meinung sein, aber sie stimmt objektiv betrachtet nicht. Und "trostlos" - naja, da fallen mir Gegenden in Wien ein, die sind um nichts besser. Also auch kein Privileg Transdanubiens.

Wenn man...

...von den unnötigen "künstlerischen" Watermarks absieht, gibt's hier schöne Ansichten von Graz aus dem Jahr 1867:

http://kultur.wkstmk.at/comart/Pl... z-1867.htm

danke dafür!

Du weisst schon, wofür die Gegenden standen? ... schon mal was von Überschwemmungen durch die Donau gehört?

was ändert das an meiner Grundaussage?

Du bist bestimmt gerne Oberlehrer.

äh, nein?

Nicht jeder sieht die Dinge so wie Du. Atmosphäre ist zB meines Erachtens nicht vom Bebauungs und Besiedlungsgrad abhängig.

"Nicht jeder sieht die Dinge so wie Du."

Danke, darauf wäre ich jetzt nicht gekommen... :-)

ernsthaft, woraus schließt du, dass mein Kommentar mehr als nur meine persönliche Meinung wiedergibt?

Beim Anblick von Bild 2-5 wird einem wieder ins Bewusstsein gerufen, warum die transdanubischen Bezirke so wenig Atmosphäre haben (sieht man mal von der Kategorie "trostlos" ab): vor 150 Jahren war dort nichts! ;-) - > traditionelle Wiederholung von Ansichten vieler Bewohner südlich der Donau. Mag ja sein, dass TRansdanubien eine Urwaldpampa war (Schwemmland und Auland), hat aber mit Trostlosigkeit nichts gemein.

Natürlich fehlt uns Trandanubieren die tolle Atmosphäre von Liesing, Penzing,

Inzersdorf oder Erlaa.

Die bekommt man nur in Cisdanubien.

Gott sei Dank.

Das haben Sie richtig erkannt, an Penzing kommt ihr Transdanubieren nicht heran.

Da fehlen in Wäldern versteckte Kleingartensiedlungen und Ausflugslokale, Jugendstilbauten, Wasserschlösser, Türkengräber, Villenviertel, ein ordentliches Museum und ein ordentlicher Fußballverein.

Und überhaupt, alles flach bei euch! Auf der Hohe-Wand-Wiese hat hingegen ein Rennen des Skiweltcups stattgefunden.

sie haben ja recht

lang lebe mein geliebtes hütteldorf

- aber der ordentliche fußballverein in westcentralwien - nein in ganz wien war, ist und bleibt blau gelb seit 1894

die NAse hoch, die Augen fest verschlossen...

Nix gegen Penzing. So hässlich wie in Aspern isses dort schon lange.

wieso fühlt man sich gleich persönlich angegriffen, wenn ich mich über einen Ort (!) negativ äußere? Die meisten Bezirke in Wien, wo ich wohnte, hätte ich auch nicht lobend erwähnt...

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