Diättrends mit langfristiger Wirkung

25. Jänner 2013, 11:55
  • Nicht wenig auf einem großen Teller, sondern viel auf einem kleinen Teller, sieht nach mehr aus.
    foto: georg hochmuth

    Nicht wenig auf einem großen Teller, sondern viel auf einem kleinen Teller, sieht nach mehr aus.

Kleine Teller, Ballaststoffe, Proteine und Bewegung - Eine Gewichtsabnahme ohne Jojo-Effekt ist nur bei grundlegender Umstellung der Ernährungsweise möglich

Nidderau - Übergewichtige sollten Diät nicht als kurzfristige radikale Crashkur verstehen, sondern die Ernährungsweise grundsätzlich umstellen, so der Diätexperte und Buchautor Sven-David Müller. Der neue Ernährungsbericht zeigt, dass immer noch mehr als 60 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen in Deutschland zu dick sind.

Und der Anteil übergewichtiger Menschen steigt mit zunehmendem Lebensalter noch kontinuierlich. In der Altersgruppe der 70- bis 74-Jährigen bringen 74 Prozent der Männer und 63 Prozent der Frauen zu viel Gewicht auf die Waage. Im Frühjahr halten sich mindestens 30 Prozent der Menschen an Diätregeln. Aber schon wenige Tage bis Wochen später sind alle guten Vorsätze wieder vergessen.

Aktuelle Diättrends die langfristige Wirkungen zeigen können:

 Große Gläser und kleine Teller

Studien zeigen, dass kleine Teller die Nahrungsaufnahme einschränken und nebenbei das Sättigungsgefühl erhöhen. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme fördert die Ausscheidung der beim Gewichtsabbau anfallenden Stoffwechselendprodukten.

 Satt abnehmen mit Ballaststoffen

Ballaststoffe kommen insbesondere in Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen, Früchten sowie Vollkornprodukten vor. Die pflanzlichen Fasern sind natürliche Schlankheitsmittel, denn sie quellen mit Flüssigkeit auf und das sättigt nachhaltig. Zudem fördern sie die Fettausscheidung und beugen Blutzuckerspitzen vor.

Bewegung gegen den Jojo-Effekt

Der Feind jeder Ernährungsumstellung ist der Jojo-Effekt, der sich durch eine Reduktion der Muskelmasse erklärt. Eine Ernährungsumstellung kann das Körpergewicht nur dann dauerhaft senken, wenn die Muskelaktivität durch Alltagsbewegung und Sport (Kraft- und Ausdauersport) erhöht wird. Die Kombination aus Bewegung und ausreichender Proteinzufuhr beugt dem Jojo-Effekt vor und macht die Gewichtsreduktion nachhaltiger.

Kalorienkiller erleichtern das Abnehmen

Eine Vielzahl natürlicher Lebensmittelinhaltsstoffe und Lebensmittel erhöhen den Energiebedarf. Capsaicin aus Chili oder Tabasco zählt beispeilsweise zu den Kalorienkillern, die auch als Fettkiller oder Fatburner bezeichnet werden. Sie unterstützen die Effektivität einer Ernährungsumstellung.

Proteinhaltige Mischkost

Weder Slow Carb noch Low Fat-Diäten sind in der Lage, das Übergewichtsproblem zu beherrschen. Vielmehr geht es um eine kalorienreduzierte Mischkost. Betroffene sollten zudem ausreichend Protein (Eiweiß) aufnehmen. Das erhöht den Sättigungsgrad, reduziert den Muskelabbau und vermeidet damit den Jojo-Effekt.

Nicht weniger als 1.200 Kalorien

Fasten oder Nulldiät machen nicht schlank, sondern krank und fördern die Entstehung von Übergewicht. Bei extremer Energiearmut und Proteinmangel kommt es zu extremem Muskelabbau und Reduktion des Kalorienbedarfs. Eine optimale Ernährungsweise zur Gewichtsreduktion liefert täglich 1.200 bis 1.600 Kalorien. Damit lässt sich der Nährstoff-Bedarf abdecken.

Aufschreiben und dadurch abnehmen

Viele adipöse Menschen schätzen ihre Nahrungsaufnahme falsch ein. Zwischenmahlzeiten und Snacks werden oft nicht wahrgenommen, die Dimension von Mahlzeiten wird unterschätzt. Eine Ernährungstagebuch kann hilfreich bei der dauerhaften Ernährungsumstellung sein.

Mehr Motivation ohne Waage

Tägliches Abwiegen demotiviert und wirkt kontraproduktiv. Häufiger als 1 bis 2 mal monatlich macht eine Überprüfung der Gewichtsentwicklung kaum Sinn. Grundsätzlich zweifeln Experten den Wert der Erhebung des Gesamtkörpergewichts und die Berechnung des Body-Mass-Index (BMI) an.

Vitamin- und Mineralstoffzufuhr

Im Rahmen einer Gewichtsreduktion steigt der Bedarf an Mikronährstoffen und zusätzlich gehen mit dem Urin noch vermehrt bestimmte Vitamine und Mineralstoffe verloren. Nur bei optimaler Nährstoffzufuhr kann eine Ernährungsumstellung optimal funktionieren. Es müssen keine Nahrungsergänzungsmittel konsumiert werden, sondern vielmehr ist für eine ausgewogene Ernährungsweise mit reichlich Gemüse, Früchten, Vollkornprodukten und wertvollen Protein- und Fettträgern zu sorgen. (red, derStandard.at, 25.1.2013)

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Eiweiß und viel Wasser

Für mich sind Eiweiß Shakes mit frischem Obst in der früh und min 5l Wasser oder ungesüssten Tee über den Tag verteilt mittlerweile schon fast Pflicht :) dazu noch 1-2 mal in der Woche ins Fitness Studio und ordentlich auspowern (1.5h crosstrainer zB) und das Gewicht abnehmen/halten klappt schon fast von alleine...trotz mal ner Pizza oder anderen "Bösen" Kohlehydraten :)

-18,5kg seit 1. Juli 2012

Undich Dummerchen klickte den Artikel an, weil ich dachte, es gibt da was neues!

Dabei wieder nur ein überflüssiges Buch, das wiederholt, was jeder - oder fast jeder - doch schon weiß

Ich halte es für Blödsinn 1200 kcal als Minimum anzugeben, da ist man doch schon lange im Hungerstoffwechsel.

was zum teufel soll das bitteschön sein?

Es gibt nur eine Regel: FDH

Nichts für ungut aber das sagen immer die Menschen, die absolut keine Ahnung von Ernährungslehre haben!

Das finde ich falsch. Ich habe das früher auch ab und zu versucht mit dem Ergebnis, dass ich dann immer krank wurde.
Heute achte ich darauf, genug Eiweiß zu essen und reduziere die Kohlenhydrate. Seither nie wieder krank und das Gewicht trotzdem im Griff.

Aufschreiben UND abwiegen

halte ich für wichtig.
Für mich persönlich war das Aufschreiben von jedem Essen sehr wichtig und hat mir geholfen, einzuschätzen was ich esse. Und zwar nicht nur die Menge sondern auch zusammenzählen jeden Tag von Kalorien, Kohlenhydraten und Eiweiß. Mit dem täglichen Ziel, mindestens 100 Gramm Eiweiß bei möglichst weniger als 100 Gramm Kohlenhydraten habe ich dann für mich das Ideal gefunden.

Und dazu: Das Ergebnis kann man jeden Tag auf der Waage sehen, deshalb ganz wichtig: Jeden Tag abwiegen. Es hat einen Grund, wenn ich nächsten Tag ein Kilo mehr habe und übernächsten wieder ein halbes weniger. Mit genauen Aufzeichnungen über die Nahrungsaufnahme lässt sich der dann gut herausfinden.

Ein gescheiter Mensch hat mal zum Thema gesagt ...

... ich brauche keine Waage, mir genügt ein Spiegel.

Gute Idee!! Spiegelbilder können ganz schön verzerrt erscheinen... ;-))))

So gescheit dürfte das nicht sein. Die meisten Leute kennen nämlich nicht mal den Unterschied zwischen Fett und Kohlenhydraten.
Ich verzichte lieber auf den Spiegel als auf meine Aufzeichnungen.

tägliches abwiegen und kalorienzählen kann man schon machen aber ist überhaupt nicht notwendig.
vor allem sagt es genau gar nichts aus wenn du an einem tag 0,5kg mehr hast, denn das ist unter garantie kein an den rippen klebendes fett sondern flüssigkeit oder weil man nicht am klo war.

die zeit zum kalorienzählen investiert man besser direkt ins kalorienverbrennen.

hauptsache aber, dass es so für dich klappt und das ist das wichtigste.

Mir hat das tägliche wiegen und aufschreiben sehr geholfen. Wenn man sich täglich zur selben Zeit abwiegt und halbwegs regelmäßig lebt, dann gibt es da auch keine Unterschiede beim Abwiegen von einem halben Kilo oder mehr. Wenn ich heute abend zu einer großen Feier mit Buffet eingeladen bin, die halbe Nacht ein Bier nach dem anderen trinke, dann habe ich am nächsten Tag auch zwei Kilo mehr. Aber dann weiß man eh warum.

Sehr lehrreich für mich war aber eben die Gewichtskontrolle in Verbindung mit dem genauen Aufschreiben. Beispielsweise dreimal täglich bei McDonalds essen, dann die Inhaltstoffe zusammenzählen (die es dort zu jedem Produkt gibt) und dann kann man am nächsten Tag wirklich die Waage ablesen und daraus lernen.

wie schon gesagt, wem diese methode hilft ist das prima und wenn jemand noch erfahrungswerte braucht wo wie wann welche kalorien versteckt sind, dann ist das auch hilfreich.

ich bin trotzdem eher gegen tagliches abwiegen, kalorienzählen,tägliches blutdruckmessen usw... ich mache mich damit mehr verrückt. ausserdem will ich nicht, dass ich den ganzen tag die gedanken um diese sachen kreisen und mir von einer tabelle diktieren lasse wann ich jetzt ein schlechtes gewissen haben muss oder nicht wenn ich eine salamipizza wegmampfe.

warum ich beim kalorienzählen auch skeptisch bin ist, weil ich auch das was ich sportlich an kalorien verbauche protokollieren müsste damits sinn macht, da dies bei mir im immer recht unterschiedlich intensiv ist.

Das meinte ich ja, zum Erfahrungswerte gewinnen ist das wichtig. Nach einer Weile braucht man es eh nicht mehr. Und wer sich mit den täglichen Werten verrückt machen lässt, der ist ohnehin vermutlich nicht in der Lage, die Ernährung in den Griff zu bekommen.

Ich habe anfangs auch die sportlich verbrauchten Kalorien protokolliert. War recht interessant. Bin aber dadurch draufgekommen, dass es viel einfacher ist, sich beim Essen das Richtige auszusuchen, als zu viele Kalorien herunterzutrainieren. Beispielsweise ein Mittagessen bei McDonalds. Ob das 2000 Kalorien hat oder nur 900, ist nur die Auswahl Getränk und Salat statt Pommes. Und das sieht man dann eben auch nächsten Tag auf der Waage.

So viele Regeln,

da sind die Hirnzellen der Überfressenen aber überfordert.

Das ist doch alles nicht wahr!

Die Wahrheit steht hier:
http://argedickeweiber.wordpress.com/2012/11/1... -vielfalt/

Zusammenfassung:
- Es gibt bis heute keine langfristig funktionierende Methode um abzunehmen.

- Gewicht und Essen hängen nicht miteinander zusammen.

- Gewicht und Bewegung hängen nicht miteinander zusammen.

- Gewicht und Gesundheit hängen nicht miteinander zusammen.

Wie immer liegt die Wahrheit in der Mitte

Schuld sind die

Drüüüüsen, nur die Drüüüüüsen. Und die Geeeene. Ja, die Geeeene sind auch schuld.

*Gewicht und Essen hängen nicht miteinander zusammen.

Stimmt, dewegen sind hungerleidende Menschen ja auch so fett

*Gewicht und Bewegung hängen nicht miteinander zusammen.

Stimmt, deswegen sind Sportler auch so fett (Sumoringer mal ausgenommen)

Ja, es gibt gute und schlechte Futterverwerter, aber der Großteil der Menschen ist da irgendwo dazwischen. Wer zuviel isst und keine Energie verbaucht, wird fett. So einfach ist das.

naja -

"arge dicke weiber " sagt wohl alles ! man kann sich auch übergewicht schön reden und weiter fressen bzw. seinen körper unnötig schädigen, irgendwann bekommt jeder die rechnung präsentiert ! aber bitte dann nicht jammern ...

Haha, genau!

Alle Dicken ernähren sich von Salat, treiben viel Sport und fangen auch nicht nach 10 schnellen Schritten an zu schnaufen.

Sorry, aber man muss sich ja nicht komplett selbst belügen und die Augen vor den Tatsachen verschließen.

Welche Überraschung! Man wird von falscher Ernährung fett, macht nach einer Diät mit genau der falschen Ernährung weiter und wird wieder fett! Surprise, surprise!

heiraten

dann kommts ganz von alleine.

Mir müsst mal wer sagen wie ma zunehmen kann .. hätt gern 10 Kilo mehr.

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