Papst hält Vermittlung ernster Botschaften bei Twitter für schwierig

25. Jänner 2013, 09:07

Benedikt XVI.: "Wahrheiten und Werte" setzen sich schwer durch

Papst Benedikt XVI., seit Dezember Neuling beim Internetkurznachrichtendienst Twitter, beschäftigt sich offenbar intensiv mit dem Medium. Berühmtheiten setzten sich dort mit viel Lärm leicht gegen Nutzer durch, die ernsthafte Botschaften hätten, befand der 85-Jährige am Donnerstag. Eine Bekanntheit in sozialen Netzwerken habe "oft eher mit Berühmtheit oder Überzeugungsstrategien als mit logischen Argumenten" zu tun. Wer "Wahrheiten und Werte" verkünde, stehe vor "großen Herausforderungen", kritisierte der Papst. 

Acht Sprachen

Benedikt XVI. twittert seit Anfang Dezember in acht Sprachen - auf Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch und Spanisch. Am Wochenende verschickte er zudem seine erste Botschaft auf Latein. Die Nachrichten des Papsts abonnierten bisher mehr als 2,5 Millionen Menschen weltweit. Die meisten sogenannten Follower bei Twitter hatte zuletzt mit mehr als 33,34 Millionen Nutzern der 18-jährige kanadische Sänger Justin Bieber. (APA, 25.1.2013)

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Große Herausforderungen

"Wer "Wahrheiten und Werte" verkünde, stehe vor "großen Herausforderungen", kritisierte der Papst."

Ich warte noch immer auf die "Wahrheiten und Werte". In den 28 Tweets des Papstes habe ich noch nichts gefunden, was nicht entweder "no na" gewesen wäre noch schon seit über 1500 Jahren in der Bibel steht.

Noch KEIN EINZIGES Mal hat der Papst einen Antwort-Tweet geschrieben oder sich an einer Diskussion in den Antwort-Tweets beteiligt.

Der Papst folgt auch nur sich selbst (=den verschiedenen Sprachversionen) und er bezieht sich bis jetzt auch nicht auf tagesaktuelle Themen. Bis jetzt war das nur allgemeines Bla Bla.

was weiß denn der von der wahrheit ?

Den Variantartikel mit blauen Hintergrund gibt's hier:

http://derstandard.at/135830465... -schwierig

"Wer "Wahrheiten und Werte" verkünde, stehe vor "großen Herausforderungen", kritisierte der Papst." Da Ratzinger's Verkündungen weder wahr sind noch erstrebenswerte moralischen Werte enthalten, sollte das Twittern keine Problem für ihn darstellen.

Es wäre ja wirklich begrüßenswert,

wenn der Papst die Wahrheit zu gewissen Dingen veröffentlichen würde.

Es muss nicht auf Twitter sein, eine Zeitung reicht auch schon.

'Benedikt XVI.: "Wahrheiten und Werte" setzen sich schwer durch'

Er wird es wissen. Seine Institution arbeitet seit Jahrhunderten gegen "Wahrheiten und Werte" – leider erfolgreich.

Wahrheit und Werte!

Welche?
Wahrheiten über den sexuellen Mißbrauch von Kindern oder Werte wie man Vergewaltigungsopfern nich hilft.

Der Papst kann…

…seine werten Wahrheiten gerne ganz fuer sich behalten!

Sind sie

nicht so ungerecht!

Er wollte doch nur die Wahrheit über den sexuellen Mißbrauch der kath. Kirche schreiben.

Glaube das Problem mit dem Religionen kämpfen im Internet ist, dass sie die Interaktivität nicht gewohnt sind.

Im Gottesdiensten können sie Frontalvorträge machen - null Diskussion, keiner redet rein.

Im Internet gibt es - vielleicht manchmal eine zu vertrollte, aber immerhin - eine Diskussionskultur.

Wie schnell würden Religionen wie das Christentum zusammenbrechen wenn offene Diskussionen in Predigten gestattet wären? Wenn kritische Fragen aus dem Publikum vor dem Publikum live vom Pastor/Pfarrer diskutiert werden müssten?

uuh

das wär mal ein grund in die kirche zu gehn, danke für den tipp!

Wahrheiten und Werte setzen sich schwer durch

Dann sollten sich die Nachrichten vom Papst aber mit Windeseile verbreiten !

tja, es darf nicht überraschen, wenn man isoliert im vatikan lebt, dass man dann im internet auf einmal auf wahrheiten und wert stößt, die halt schon 500 jahre weiter sind.

Kritik und Spott

Vielleicht kommt @pontifex auch nicht mit der erbarmungslosen, und oft unanständigen, Streit- und Diskussionskultur zurecht. Wenn man von der Kanzel predigt, kritisiert und spottet einen niemand. Im Web ist es anders.
Wenn man sich so anschaut was so alles zum Papst gezwischert wird: von Vergleichen zu Palpatine bis zu Missbrauchskandalen der kath. Kirche...
Vielleicht kommt er mit dem Wachrüttler nicht zurecht, dass er für die Mehrheit der Menschen keine Autorität ist und von ihnen keinen Respekt bekommt.

Wahrheiten und Werte vom Papst.

Sehr witzig. Ha - ha.

Wahrheiten und Werte" setzen sich schwer durch

Aso!?!?! Meint er nun das nur die Kirche die absoluten Wahrheiten besitzt.

Nein!! Ich bin das einzige Wahre!

Huldigt mir ihr ungläubigen:D

Ich halte Vermittlung ernster Botschaften bei Sonntagspredigten für schwierig

Weil es dort frontal ist, ohne offene Diskussion, Fragen (auch kritische, oder einfach Dinge die einem nicht klar sind, Fragen die auftauchen können) nicht gestattet sind.

Es ist einfach ein authoritärer Frontalvortrag der Art "Friß und stirb".

Wenn sie das stört, dann gehen sie in die falschen Messen. Tipp: Besuchen sie mal ein Cursillo-Messe.

ich fand schon in der schule guten frontalunterricht toll. das problem ist halt: es muss 'guter' frontalunterricht sein. und den gab/gibt es selten. an sich betrachtet ist 5 min jemanden zuhören schon ok.

Ich finde Frontalunterricht immer unzureichend, weil aufmerksame Schüler/Zuhörer IMMER Fragen haben werden. Die werden dann nie beantwortet.

Alternativ finde ich das Modell wie bei einer wissenschaftlichen Konferenzpräsentation gut: zuerst ein Frontalvortrag, mit anschließender 30-Minuten Diskussion.

frontalunterricht kann natürlich nicht heißen, dass einem auf immer und ewig der mund verboten wird - das heißt es aber auch eher selten.

predigten sind aber wohl eher ein anderes genre, nämlich eine inspirierende, motivierende rede. auch hier ist 5min input völlig vertretbar. und im klassischen setting einer gemeinde gibts natürlich auch platz für fragen und diskussion, aber in anderen foren.

also: predigten, reden, motivationsansprachen etc. finde ich nicht per se übel.

5 Minuten sind etwas optimistisch... in evangelikalen Gemeinden geht das oft über 30 Minuten, und wirkt eigentlich ziemlich wie eine Propagandaveranstaltung.

Fragen sind unerwünscht, obwohl gerade Fragen öffentlich wichtig wären.

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