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Papst Benedikt XVI., seit Dezember Neuling beim Internetkurznachrichtendienst Twitter, beschäftigt sich offenbar intensiv mit dem Medium. Berühmtheiten setzten sich dort mit viel Lärm leicht gegen Nutzer durch, die ernsthafte Botschaften hätten, befand der 85-Jährige am Donnerstag. Eine Bekanntheit in sozialen Netzwerken habe "oft eher mit Berühmtheit oder Überzeugungsstrategien als mit logischen Argumenten" zu tun. Wer "Wahrheiten und Werte" verkünde, stehe vor "großen Herausforderungen", kritisierte der Papst.
Benedikt XVI. twittert seit Anfang Dezember in acht Sprachen - auf Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch und Spanisch. Am Wochenende verschickte er zudem seine erste Botschaft auf Latein. Die Nachrichten des Papsts abonnierten bisher mehr als 2,5 Millionen Menschen weltweit. Die meisten sogenannten Follower bei Twitter hatte zuletzt mit mehr als 33,34 Millionen Nutzern der 18-jährige kanadische Sänger Justin Bieber. (APA, 25.1.2013)
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"Wer "Wahrheiten und Werte" verkünde, stehe vor "großen Herausforderungen", kritisierte der Papst."
Ich warte noch immer auf die "Wahrheiten und Werte". In den 28 Tweets des Papstes habe ich noch nichts gefunden, was nicht entweder "no na" gewesen wäre noch schon seit über 1500 Jahren in der Bibel steht.
Noch KEIN EINZIGES Mal hat der Papst einen Antwort-Tweet geschrieben oder sich an einer Diskussion in den Antwort-Tweets beteiligt.
Der Papst folgt auch nur sich selbst (=den verschiedenen Sprachversionen) und er bezieht sich bis jetzt auch nicht auf tagesaktuelle Themen. Bis jetzt war das nur allgemeines Bla Bla.
Den Variantartikel mit blauen Hintergrund gibt's hier:
http://derstandard.at/135830465... -schwierig
"Wer "Wahrheiten und Werte" verkünde, stehe vor "großen Herausforderungen", kritisierte der Papst." Da Ratzinger's Verkündungen weder wahr sind noch erstrebenswerte moralischen Werte enthalten, sollte das Twittern keine Problem für ihn darstellen.
Glaube das Problem mit dem Religionen kämpfen im Internet ist, dass sie die Interaktivität nicht gewohnt sind.
Im Gottesdiensten können sie Frontalvorträge machen - null Diskussion, keiner redet rein.
Im Internet gibt es - vielleicht manchmal eine zu vertrollte, aber immerhin - eine Diskussionskultur.
Wie schnell würden Religionen wie das Christentum zusammenbrechen wenn offene Diskussionen in Predigten gestattet wären? Wenn kritische Fragen aus dem Publikum vor dem Publikum live vom Pastor/Pfarrer diskutiert werden müssten?
Vielleicht kommt @pontifex auch nicht mit der erbarmungslosen, und oft unanständigen, Streit- und Diskussionskultur zurecht. Wenn man von der Kanzel predigt, kritisiert und spottet einen niemand. Im Web ist es anders.
Wenn man sich so anschaut was so alles zum Papst gezwischert wird: von Vergleichen zu Palpatine bis zu Missbrauchskandalen der kath. Kirche...
Vielleicht kommt er mit dem Wachrüttler nicht zurecht, dass er für die Mehrheit der Menschen keine Autorität ist und von ihnen keinen Respekt bekommt.
Ich finde Frontalunterricht immer unzureichend, weil aufmerksame Schüler/Zuhörer IMMER Fragen haben werden. Die werden dann nie beantwortet.
Alternativ finde ich das Modell wie bei einer wissenschaftlichen Konferenzpräsentation gut: zuerst ein Frontalvortrag, mit anschließender 30-Minuten Diskussion.
frontalunterricht kann natürlich nicht heißen, dass einem auf immer und ewig der mund verboten wird - das heißt es aber auch eher selten.
predigten sind aber wohl eher ein anderes genre, nämlich eine inspirierende, motivierende rede. auch hier ist 5min input völlig vertretbar. und im klassischen setting einer gemeinde gibts natürlich auch platz für fragen und diskussion, aber in anderen foren.
also: predigten, reden, motivationsansprachen etc. finde ich nicht per se übel.
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