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Innsbruck - "In der Gemeinde geht derzeit gar nichs mehr", sagt Regina Köll. Die Hüttenwirtin ist eine von acht Oppositionspolitikern der Matreier Liste. Politisch durchsetzen kann sich die Liste kaum, hat doch der Matreier VP-Bürgermeister - er heißt zufällig ebenfalls Köll - alle Ausschüsse mit seinen eigenen Parteikollegen besetzt. Trotzdem versucht die Opposition unverdrossen, ihre Rechte wahrzunehmen und die regierende VP zu kontrollieren.
Bürgermeister Andreas Köll gilt als mächtiger Mann, er ist auch Landtagsabgeordneter und Obmann des AAB. Ihn zu kontrollieren sei schwierig, sagt die Dorfopposition. Rund 41 Millionen Euro Schulden hat die 4781-Seelen-Gemeinde angehäuft. Umgerechnet auf die rund 300 Millionen Schulden des Landes Tirol wären das rund 13 Prozent allein für Matrei.
Viele Projekte der vergangenen Jahre seien überdimensioniert geplant worden, wird kritisiert. Vor drei Jahren seien teure Kanalarbeiten in dem Ortsteil Zedlach auf über 1200 Metern begonnen worden. Auch das Fußballstadion um sieben Millionen Euro passe eher in eine Stadt denn in eine kleine Gemeinde. 2012 wurden die Matreier Finanzen von der Bezirkshauptmannschaft geprüft. Kritisiert wurden die Auslagerung von Schulden und die Kontoüberziehung der Gemeinde um fast das Zehnfache, passiert sei jedoch nichts. Die Budgets 2012 und 2013 seien nur durch Tricks ermöglicht worden, sagt Oppositionspolitikerin Köll. So wurden etwa Erschließungskosten für einen Erlebnispark eines Hotels für 2012 verbucht, den es noch gar nicht gibt, Waldverkäufe um 750.000 Euro für 2013 eingeplant und Umweltverträglichkeitsprüfungen für Kraftwerke an Tauernbach und Isel eingereicht. Die Entschädigungszahlungen des geplanten Iselkraftwerks seien aber mit 104.000 Euro pro Jahr bei den Matreier Schulden vernachlässigbar, kritisiert die Opposition. Gefordert wird die Übernahme der Finanzen vom Land. (ver, DER STANDARD, 25.1.2013)
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Die Gemeindeaufsicht hat in diesem Fall total versagt!
Die Schulden sind seit Jahren bekannt und der Herr Köll darf weitermachen wie bisher. Dazu kommt noch das der Bgm. Köll für die kommende Landtagswahl der Spitzenkandidat der ÖVP in Osttirol ist. Die Abstimmung darüber fiel in den innerparteilichen Gremien einstimmig aus!
Mit dieser Art von machtbesessenen Politikern, welche sich auch noch in diversen Ämtern gleichzeitig wiederfinden, wird die ÖVP untergehen. Und das wird hoffentlich bald passieren...
...wenn Gemeindepolitik - neben der inzwischen überbewerteten Landespolitik oder teils weltfremden Bundespolitik - zu solchem Abheben verleitet und der normale Bürger das wieder auf den Deckel kriegt...
Können wir nur hoffen, dass der FC/SV (wie auch immer) Matrei durch den "Stadionbau" dann bald bei der Championsleague mitspielt und somit einen Zuschuss zum Schuldenabbau leisten kann!
Die Bevölkerung dieser Gemeinde ist mit so einen
Bürgermeister zu bemitleiden. Drückt sich dieser Ortschef
das Geld selbst, oder wie glaubt er diese hohe Summe jemals zurückzahlen zu können.Was kommt da für eine Kommunalabgabenbelastung auf den einzelnen Bürger zu? 2012 wurden diese Zustände noch von der BH in Lienz geprüft und vielleicht auch noch für in Ordnung befunden.Da überkommen den Steuerzahler aber große
Glücksgefühle,wenn er sieht,wie sparsam mit den hart erarbeiteten Mitteln um sich geworfen wird.
..die Gemeinden verlassen sich, dass sie das Land rettet, die Länder, verlassen sich, dass sie der Bund rettet - also machen doch alle weiter beim Schulden machen, denn bisher ist noch keine Gemeinde und noch kein Land Pleite gegangen, denn die Steuerzahler brennen immer!
Wozu wir allerdings so viele Gemeinden und die 9 Bundesländer brauchen?
vom osttiroler matrei nach kärnten ists eben nicht allzuweit...
hats doch auch im nachbarland so prima geklappt, die zusammenarbeit von schwarzen und braunen in finanziellen dingen...
und kontrollen.... wozu denn, ist ja alles in ordnung - abgelehnt!!
Wieso tut keiner was dagegen?
Aber nein, die Grünen interessieren sich lieber für 20 Asylwerber ohne legalen Aufenthaltsstatus in der Votivkirche als für ein 5000-Einwohner-Dorf in Tirol.
Dann dürfen wir uns aber alle nicht wundern, wieso am Wahltag nicht die Grünen 20% haben, sondern eben wer anderer.
Gewiss ist die Farbe nicht egal - zumindest, wenn sie sich "deckt" (und das im doppelten Wortsinn).
Nur in einem, von der eigenen Partei kontrollierten und durch interne Machtverschränkungen gelähmten Land, kann ein Bürgermeister so an demokratischer (Opposition) und formaler (BZ-Hauptmannschaft & Landesrechnungshof) Kontrolle vorbei, sein Dorf in den Ruin reiten.
Im Interesse eines höflichen Austausches, erlauben Sie ein "echte" (nicht rhetorische) Frage: Warum ist dann die Farbe sekundär? - Impliziert dies, dass die respektiven Allmachtsparteien im selben Maße zum Machtmissbrauch neigen. Wollten sie darauf hinaus?
Meine Haltung: Ich kenne mehr ÖVP-"Lobbyisten", "Supernackerte" und "Weißwestige" als SPÖ-MandatarInnen. (Allerdings ist steirische Landespolitik auch nicht mein Steckenpferd ; )
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