38 Millionen für Deutsche Bank

24. Jänner 2013, 18:14

Salzburgs Spekulationspartner verdienten 98 Millionen

Wien - In der Frage von Schadenersatzansprüchen des Landes Salzburg gegen die Banken spielen die Erträge der Geldinstitute eine zentrale Rolle. Diese gibt es im Überfluss: Allein die Deutsche Bank verdiente mit Salzburger Derivaten 38,6 Millionen Euro, geht aus einer Berechnung des Sachverständigen Sascha Stadnikow hervor. Er hat die Erträge ermittelt, indem die Kontrakte mit Marktwerten zum Zeit des Vertragsabschlusses verglichen wurden.

Insgesamt haben 26 Banken das Land Salzburg allein bei den erst gegen Jahresende bekannt gewordenen Derivaten mit rund 98 Millionen Euro angezapft. Dass die Deutsche Bank den mit Abstand größten Gewinn erzielt hat, ist aus zwei Gründen interessant: Erstens verwaltete und bewertete sie das Portfolio, ein Mitarbeiter war auch regelmäßig im Finanzbeirat des Landes vertreten, bevor er wegen befürchteter Interessenkonflikte ausschied. Zweitens ist eine anderer Banker des Instituts in den Landesdienst gewechselt, um die Spekulationen aufzudecken.

Schiefe Optik

Auch bei der Hypo Salzburg, die 5,7 Millionen Euro mit dem Land verdient hat, sieht der Gutachter eine schiefe Optik. Meinhard Lukas soll in der Causa als Koordinator fungieren und berät die Hypo-Mutter Raiffeisen Landesbank Oberösterreich - das Mandat will der Linzer Professor bei Beauftragung zurücklegen. Letztlich hat auch die Bank Austria Geschäfte mit dem Land gemacht, ihr bis 2008 für Derivate zuständiges Vorstandsmitglied Willi Hemetsberger hat den Vermögensstatus im Auftrag von Ex-Finanzlandesrat David Brenner erstellt. Stadnikow sagt, keinen Auftrag aus Salzburg zu übernehmen, da unter diesen Gesichtspunkten eine die Rolle der Banken umfassende Aufklärung nicht stattfinden werde.

Klagschancen auf Basis der Bankenerträge sieht auch Professor Georg Graf. Voraussetzung dafür sei freilich, dass die Institute die negativen Marktwerte dem Land verschwiegen hätten, schreibt der von Salzburg engagierte Gutachter. (as, DER STANDARD, 25.1.2013)

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Einer Muss verlieren, damit der andere Gewinnen kann.

Zeigt mal wieder, dass niemand aus den Jahren '07 und '08 (um es einzuschränken) gelernt hat.
Liebe Leutlein, bitte nicht zur Wahl gehen, nicht die Wahlprogramme lesen, blind vertrauen, lasst euch die Politiker aufsetzen, geht blind in die Arbeitet, leistet eure Steuerschuld, hinterfragt nicht das System, ... solange ihr euch eueren "Wochenendsrausch" noch leisten könnt, wird sich nichts ändern.
Die Ernüchterung lässt auf sich warten...

Die Gewinne zu den Banken & Reichen, Verluste an die Österreicher...

Warum sitzen unsere werten Damen und Herren von der Salzburger Landesregierung nicht schon in U-Haft und werden unter Wahrheitspflicht befragt? Ach ja, ich hab ja vergessen: wir sind in Österreich.

wettposten die zweite

ganz ruhig meine Herren; nicht jetzt schon die Munition verschiessen.

freu mich schon auf die nächste Treasury Sales Veranstaltung von Hemetsberger im Landtag.

Die am 16.01. war wirklich spitze. Vor allem die gespielte Entrüstung von Hemetsberger auf die Fragen von Rogatsch zu den Erträgen der Unicredit

Drei Fragen
- gab es zw. Herrn Brenner und Herrn Hemetsberger im Juni 2012 ein Treffen im M32
- worüber haben sie gesprochen
- wann wusste Herr Prof. Lukas über die Vorgänge beim Land Salzburg als Konsulent der RLB OÖ bescheid

EUR 800.000,00 zum ersten, zum zweiten und zum dritten

zu Frage 3

naja ich würde sagen etliche Jahre, schließlich wird das Thema bei der RLB OÖ sicher nicht erst seit kurzem auf der Agenda gestanden sein; oder vielleicht doch erst seit kurzem. Immerhin muss der Schaller ja nun auch aufräumen, was der Scharinger alles so verbockt hat; sonst könnte man es ja später ihm zuschreiben

Naja, Hemetsberger

trat ja nicht für die Unicredit im Landtag aus, sondern für seine eigene Firma.

wenn der ackermann 25% gewinn machen will,

müssen sich die banker eben opfer suchen.

unbedarfte landesbedienstete mit ungeheuer viel geld im hintergrund sind natürlich sehr profitable "kunden".

Und weiter?

Sollen die Banken gratis arbeiten oder geht es wieder nur um das übliche sinnbefreite Banken Bashing für das dumme Publikum?

nein,

Banken sollen nicht umsonst arbeiten. Sie sollen mit Steuergeld spekulieren dürfen, ahnungslosen Beamten Produkte verkaufen dürfen, die sie kaum selber verstehen und wenn es schiefgeht den Steuerzahler die Kosten umhängen dürfen. Ganz super.

Ich glaub ja eher,

der Stadnikow ist angefressen, weil Hemetsberger zum Zug kam und nicht er. Dass er selber bei der RLB war, ist für ihn ja wohl kein "Interessenskonflikt".

wettposten

von Herrn Halama und Herrn Hemetsberger

Durchaus

möglich.

Interessant wäre auch,

wie genau Stadnikow das errechnet.
Weiss er, welche Geschäfte z.B. die Deutsche Bank mit denen machte? Sind die öffentlich zugänglich?
Man kann ja nur was errechnen, wenn man die Basis kennt. Die Basis kennt aber niemand, oder hab ich da was verpasst?

Ja auch das

wäre interessant zu wissen.
Wobei ich davon ausgehe, daß in den vergangenen Wochen viel zur Seite geräumt wurde.
So als möglich Munition für spätere Streits.

Hätten sie das jüngste Profil aufmerksam gelesen, wüssten Sie alles

Peinlich ist ja nur, dass das "Aufklärungsteam" Unterlagen, die im Amt der Salzburger Landesregierung im August des vergangenen Jahres erstellten wurden, und die alle erforderlichen Daten wohl beinhalten (lt. Profil) bis heute nicht aufgearbeitet wurden.

Na ich hoffe, dass das jetzt niemanden

überrascht, dass eine Bank Geld verdient. Oder sind das neuerdings NGOs?
Was ich mich aber eher frage: Woher nimmt Stadnikow diese Zahlen? Im Kaffee errührt?
Er will kein Mandat annehmen. Stand hier nicht, er wäre sehr wohl im Herbst in Salzburg gewesen?
Sieht er bei seinen Kunden keinen Interessenskonflikt? Kommt wie seine "Schwester" finanzbuddah selber aus dem Banking-Sektor.
Und warum giessen Stadnikow und finanzbuddah immer wieder Öl ins Feuer? Welche Interessen verfolgen die eigentlich in der Causa?

Welche Interessen verfolgen die eigentlich in der Causa?

Einer muss die Wahrheit ans Licht bringen und das System der Banken und der von ihr abhängigen Berater aufdecken.
Ist das Motivation genug?

Nice try, Bankenbüttel. Ihr kommt alle noch in die Gasse der Gerechtigkeit.

die Gasse der Gerechtigkeit

Das muß die Gasse sein, in der "wir Bankenbüttel" endlich nicht mehr mit unseren Steuerzahlungen für Leute wie Sie aufkommen müssen.

Looking forward to that ;-)

Banken erzielen Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit

Ganz was neues...

Geldschöpfung hat in privater Hand NICHTS verloren! Unser Geld bzw. Bankensystem muss grundlegend reformiert werden.

War Haslauer nicht im Aufsichtsrat der Landes-Hypo??

Da wird ihm Paulus noch kräftig in die Suppe spucken :O(

Und muss er sich als Aufsichtsrat um Geschäftsdetails kümmern?

Nicht unbedingt aktiv.

Aber in diesem Fall wird er ja wohl gewusst haben, dass das Land mit der Hypo grosse Geschäfte macht - und dann kann er sehr wohl in seiner Funktion als AR diese Geschäfte hinterfragen, schliesslich hat er auch Verpflichtungen gegenüber dem Land.

5,7 Mio-Details??

üblicherweise sind geschäfte ab einem gewissen betrag schon allein wegen der haftung berichtspflichtig an den aufsichtsrat

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