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Salzburg - Nicht nur ein unabhängiger Experte, sondern gleich ein Team wird in Salzburg eingesetzt, um die laufende Aufklärungsarbeit in der Finanzaffäre fortzuführen. Wie der Standard berichtete, hatte die SPÖ zur Koordination der Experten den Linzer Uni-Dekan Meinhard Lukas vorgesehen. Der Jurist berät auch die Stadt Linz in einem Streit um ein Swap-Geschäft.
Die ÖVP wiederum präsentierte ihren eigenen Kandidaten, den Wirtschaftsprüfer Walter Knirsch. Eine Konkurrenzsituation, die der Dekan der Juridischen Fakultät der Universität Linz locker nimmt: "Mir ist egal, wer nun Chef- oder Subkoordinator wird."
Wesentlich sei nur, dass beide alle Unterlagen zur Einsicht bekommen. Lukas will kommende Woche mit dem ehemaligen Geschäftsführer des Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsunternehmen KPMG Knirsch die Arbeit aufteilen.
Neben dem kontrollierten Ausstieg aus den Risikogeschäften soll bald das Spekulationsverbot in der Landesverfassung festgeschrieben werden. Geplant ist auch eine Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik - also auf eine doppelte Buchhaltung - und die Neustrukturierung der Finanzabteilung.
Nach dem Finanzskandal müssen auch die Parteien ans interne Aufräumen gehen. So hat beispielsweise die ÖVP inzwischen den suspendierten Leiter der Finanzabteilung, Eduard Paulus, ausgeschlossen. Gegen den Finanzhofrat ermittelt auch die Staatsanwaltschaft.
Paulus revanchiert sich auf seine Art: In einem Interview mit dem Stadtblatt sagt er, dass die ehemalige Mitarbeiterin in der Finanzabteilung, Monika R., unter dem "besonderen Schutz" von Personallandesrat Sepp Eisl (ÖVP) gestanden sei, weil sie dessen " private Vermögensberatung" gemacht habe. Landesrat Eisl dementiert. Die Behauptung sei eine "einseitige Anschüttung" und "erfunden". (neu, ruep, DER STANDARD, 25.1.2013)
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