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"Daten sind das neue Öl", meint Eva Lichtenberger, die rechtspolitische Sprecherin der Grünen im EU-Parlament. Dementsprechend massiv sind die Bemühungen aller Beteiligten, die gegenwärtige Debatte über eine Reform des Datenschutzes in der EU in ihrem Sinn zu beeinflussen, wie Lichtenberger auf einer Pressekonferenz am Donnerstag meint: "Wir stehen vor einer Lobbying-Auseinandersetzung größten Ausmaßes".
Ziel der geplanten EU-Datenschutzverordnung ist vor allem eine Harmonisierung der derzeit 27 unterschiedlichen Rechtsnormen, eine Stärkung der Rechte der Betroffenen und eine Einschränkung der Zusammenführung personenbezogener Daten aus unterschiedlichen Quellen. Prägnante Kurzfassung Lichtenbergers: User müssten einerseits Klarheit darüber haben, "was es bedeutet, wenn sie auf einen Button klicken" und anderseits wissen: "Welche Rechte hat der, dem ich die Daten gebe?"
Grundsätzlich sind die Grünen mit dem derzeitigen Stand der Dinge "gar nicht so unzufrieden". Das EU-Parlament hat Änderungsvorschläge zum Kommissionsentwurf vorgelegt, die zuständige Justizkommissarin Viviane Reding - laut Lichtenegger "hart, aber fair" - sieht die Notwendigkeit der Reform des europäischen Datenschutzrechtes. Im Lauf der kommenden Monate wird es aber laut Lichtenberger an anderer Front ans Eingemachte gehen: Lobbyisten sonder Zahl stünden bereits Schlange bei den Mandataren. Bei Lichtenberger wurden bereits Vertreter der Internet-Riesen Ebay und Oracle vorstellig, die naturgemäß wenig Interesse an strikten Beschränkungen beim Handling ihrer Datenschätze haben.
Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs: Allein die Vertretung der US-Handelskammer hat bereits ein rund ein Zentimeter dickes Paket mit Abänderungswünschen für die neue Verordnung deponiert, die Lichtenberger vorzeigt. Nachsatz: "Und wir werden uns ganz genau anschauen, welche Kollegen die einbringen." Aber auch innerhalb der EU-Staaten gehen die Meinungen über die Grenzen der Freiheit im globalen Datennetz auseinander. Umstritten ist etwa, wie User der Weitergabe ihrer Daten zustimmen sollen und wie das "Recht auf Vergessen" in der Praxis garantiert wird, mit dem Verbraucher ihre Daten im Internet tilgen lassen können.
Verschlafen hat Europa für Lichtenberger einen wichtigen Zug auf diesem Gleis - dem "Cloud Computing", der Verlagerung von Inhalten von der privaten Festplatte auf Server im Netz: "Die weitaus meisten großen Serverfarmen stehen in den USA - und unterliegen damit dem vollen Zugriff der US-Security", meint die EU-Abgeordnete. Für Nicht-US-Staatsbürger sei es dadurch nahezu unmöglich, auch nur umfassende Auskünfte über ihre gespeicherten Daten zu erhalten, gar nicht zu reden von deren Löschung. "Hier war Europa säumig", meint Lichtenberger, statt in Asphalt- hätte man in Datenhighways und Cloudspeicher investieren müssen. Als Tirolerin weiß sie aber auch um die Realitäten: "Die Asphaltierer sind stark."(APA, 24.01. 2013)
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Es liegt auch an uns Benutzer und Bürger entsprechend Druck aufzubauen um eine Gesetzgebung in unserem Sinne und nicht der Konzerne und USA zu bekommen:
siehe auch The Grand EU Data Protection Reform
A latest battle report by some key actors from Brussels:
https://www.youtube.com/watch?v=XYsE6s2FFqI
https://events.ccc.de/congress/... 74.en.html
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