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Jerusalem - Bei den Parlamentswahlen in Israel hat das rechte Lager nun doch eine knappe Mehrheit von 61 der 120 Mandaten errungen. Dies bestätigte am Donnerstagabend das offizielle Endergebnis der Wahlkommission. Demnach kommt die ultrarechte Siedlerpartei Das jüdische Haus (Habayit Hayehudi) von Naftali Bennett auf zwölf statt elf Abgeordnete. Die drei arabischen Parteien, die als gemeinsame Liste angetreten waren, verloren gegenüber den vorläufigen Ergebnissen ein Mandat und erreichen nun elf statt zwölf Sitze.
An erster Stelle liegt mit 31 Mandaten weiterhin das rechte Wahlbündnis Likud-Beitenu von Regierungschef Benjamin Netanyahu, der daher mit der Regierungsbildung beauftragt werden dürfte. Auch die Stimmanteile der übrigen Parteien blieben unverändert: Liberalen Zukunftspartei (Yesh Atid) 19 Mandate, Arbeitspartei 15 Mandaten, Schas-Partei der ultraorthodoxen sephardischen Juden 11 Mandate, ultraorthodoxe Partei Vereinigtes Torahjudentum der aschkenasischen Juden 7 Mandate, Hatnua-Partei und linksliberale Meretz-Partei je 6 Mandate, Kadima-Partei 2 Mandate.
Das am Donnerstag veröffentlichte Ergebnis bezieht auch Stimmen von Soldaten ein, die bisher nicht ausgezählt waren. Das endgültige amtliche Ergebnis wird voraussichtlich am kommenden Mittwoch feststehen. Erst dann wird Staatspräsident Shimon Peres nach eigenen Angaben die Regierungsbildung in Auftrag geben. (APA, 24.1.2013)
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Was auch nicht verwundert, da die Wahlbeteiligung der Araber, genauso wie die allgemeine Wahlbeteiligung, nur ganz geringfügig angestiegen ist.
Ihre "Mandatsverschiebung" kommt daher, dass Sie nicht beachtet haben, dass die Mandatsverteilung gleich nach dem Ende der Wahlen lediglich ein vorläufiges Ergebnis dargestellt hat.
„Die drei arabischen Parteien, die als gemeinsame Liste angetreten waren, verloren gegenüber den vorläufigen Ergebnissen ein Mandat und erreichen nun elf statt zwölf Sitze.“
Nein, es gibt drei Parteien, die sind separat angetreten.
Eine davon ist die „United Arab List“, vielleicht daher die Verwirrung.
Die veröffentlichen Ergebnisse waren vorläufige Ergebnisse, da die Stimmen der Soldaten, jene, die in Krankenhäuser sowie die Stimmen der Häftlinge immer nach der Wahl noch ausgezählt werden. Quasi so ähnlich wie Wahlkartenstimmen bei ö. Wahlen.
Einen "komischen Beigeschmack" hat das ganze für Sie wohl nur, weil Sie von vornherein ein Anhänger der "Israel ist überhaupt keine Demokratie"-Theorie sind. Anders kann ich mir Ihren Kommentar nicht erklären...
Likud und Israel Beiteinu von zusammen 42 Mandaten in der letzen Knesset auf 31 in der neuen
Meretz Mandate verdoppelt von 3 auf 6
Avoda 2 Mandate zugelegt
Schass auf 11 Mandaten sitzen geblieben
Habeit Hayehudi zwar 12 Mandate, aber weit unter ihren Erwartungen geblieben
Sicherlich habe auch ich mir einen größeren Linksrutsch gewünscht, doch wie sich herausstellt, ließ die Wahlbeteiligung wieder zu wünschen übrig, und auch wenn die Araber zwar um 2% mehr zur Urne gingen, haben sie letztlich Mitverantwortung, dass es zu keinem Erdrutsch im rechten Lager gekommen ist.
das Problem ist doch, dass in Bezug auf die Friedenspolitik auch die linken Parteien ultranationalistisch sind - die "linke" Arbeiterpartei hat ja auch bei Netanyahu mitgemacht und selbst unter Rabin wurden die Siedlungen forciert ausgebaut... Die Rechten sagen, wie es ist, die Linken tun es nur, da find ich die Rechten letztendlich ehrlicher...
Eines ist sicher, denselben Vorwurf, den man dem Pro-Isis macht, wonach sie durch ihren inflationären Gebrauch des Antisemitismusvorwurfes diesen Begriff seiner Bedeutung entleerten, kann man umgekehrt den Anti-Isis machen im Bezug auf den Vorwurf des Nationalismus in Bezug auf die isr. Gesellschaft bzw. Partein.
Dass die Arbeiterpartei mit Netanyahu in einer Koalition saß haben hat sie Barak zu verdanken. Dass sie aber aus der Koalition ausgetreten ist, was zur Abspaltung von der Partei durch Barak geführt hat, der auf seinen Ministersessel nicht verzichten wollte, wissen Sie hoffentlich.
Unter Rabin wurden Siedlungen forciert? Das ist mir neu. Haben Sie da irgendwelche Quellen?
Quelle: Webseite der zentr. Wahlbehörde
Wenn Sie glauben, dass in den arab. Siedlungen ausschließlich arab. Listen gewählt werden, irren Sie sich, hier ein paar herausragende Beispiele (% der abgegebenen Stimmen):
al´Atrash (Beduinenstamm): 46,9% Schass
Daliat El-Carmel (Drusen): 47,38% Kadima, 12,86% Likud
Dir El-Assad: 17,19% Kadima (bei einer für eine arab. Siedlung untypischen Wahlbeteiligung von 71,89%)
Yarka: 24,97% Schass, 21,71% Likud
Ka´abiyye-Tabesh-Hajajre: 13,79% Schass, 13,1% Kadima, 8,92% Likud
Fureidis: 15,41% Likud
Die Liste ist nicht vollständig und es gäbe noch ein paar andere Kuriose zu berichten (z.B. Wahlverhalten der Drusendörfer am Golan).
Es scheint, dass es selbst in der arab. Bev. "Ultranationalisten" gibt ;-)
nicht in Jarka. http://en.wikipedia.org/wiki/Yarka Die Wahlbeteiligung dort betrug 67,10%, was allerdings auch hoch ist.
Habe von dem Vorfall nicht gehört, werde aber in den kommenden Tagen diesen Vorfall über meine Quellen recherchieren.
Meinem Hinweis, dass auch die arab. Bev. in Israel Mitverantwortung dafür hat, dass der rechte Block nicht maßgeblich geschwächt aus den letzten Wahlen hervorgegangen ist, tut diese eine Wahlurne keinen Abbruch.
Ausreden, dass man keine Partei hätte, die man wählen könne, dass es so und so keinen Unterschied macht, ob man hingeht od. nicht, die arab. Parteien ja so und so nie jemals eine Chance hätten zu Regierungsämtern zu gelangen, etc., all das lasse ich nicht gelten.
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