Europas Raumfahrt steht heuer einiges bevor

  • Bei ExoMars, der geplanten Rover-Mission der ESA, soll es erst ab 2016 zum Roten Planeten gehen. Direktor Jean-Jacques Dordain gibt sich optimistisch, dass das Raumsondenprojekt mit Unterstützung der  russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos etwas wird.
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    illustration: esa - aoes medialab

    Bei ExoMars, der geplanten Rover-Mission der ESA, soll es erst ab 2016 zum Roten Planeten gehen. Direktor Jean-Jacques Dordain gibt sich optimistisch, dass das Raumsondenprojekt mit Unterstützung der  russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos etwas wird.

Zahlreiche Forschungssatelliten und Versorgungs- und Astronautenflüge zur ISS und stehen 2013 trotz Geldknappheit auf dem Plan

Paris - Europas Raumfahrtorganisation Esa will heuer trotz Geldsorgen zahlreiche neue Weltraum-Missionen starten. Den Auftakt werden im April ein Versorgungsflug zur Internationalen Raumstation (ISS) sowie der Start des Satelliten Proba V zur Überwachung des Pflanzenbestands auf der Erde machen. Ende Mai soll dann der italienische Esa-Astronaut Luca Parmitano für sechs Monate zur ISS fliegen, sagte Esa-Direktor Jean-Jacques Dordain am Donnerstag in Paris. Für den Sommer sei unter anderem der Start der Mission Swarm zur Kartierung des Magnetfelds der Erde geplant.

Gaia soll Sterne katalogisieren

Als weiteren Höhepunkte erwarten Forscher in aller Welt den Auftakt für ein Projekt zur Katalogisierung von Sternen, für das im Herbst der Satellit Gaia ins All geschickt werden soll. Er wird unter anderem Eigenbewegungen, Helligkeit und Temperaturen von Himmelskörpern in unserer Galaxis messen. Zudem soll der Satellit Sentinel 1A in eine Erd-Umlaufbahn gebracht werden. Sein Radargerät soll Daten über das Abschmelzen der Polkappen und den Anstieg des Meeresspiegels liefern.

Als nicht-wissenschaftliche Missionen sind der Start zweier Satellitenpaare für das europäische Navigationssystem Galileo sowie der des Nachrichtensatelliten Alphasat I XL geplant.

Optimismus für ExoMars

Den mit der Eurokrise enorm gestiegenen Spardruck bezeichnete Dordain bei der Vorstellung des Jahresprogramms als sensibles Thema, aber als noch ungefährlich für die Missionen. Beim ISS-Programm sei beispielsweise genug Geld da, um die bis 2014 geplanten Projekte durchzuführen. Auch in Bezug auf das milliardenschwere Marsprojekt ExoMars gab sich der Franzose optimistisch. (APA/red, derStandard.at, 24.01.2013)

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