Österreicher pfeifen auf gutes Essen

24. Jänner 2013, 13:05
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Nur jeder Zweite kann nicht ohne. Europaweit liegt man an drittletzter Stelle. Der Ursprung der Waren ist hierzulande aber wichtig

Brüssel - Die Nahrungsmittel-Qualität ist den Österreichern im EU-Vergleich nicht besonders wichtig. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage liegen die Österreicher mit 53 Prozent nur an drittletzter Stelle. Hierzulande schaut also nur jeder Zweite auf Qualität. Weniger wichtig als uns ist die Qualität der Lebensmittel auch noch den Holländern mit 52 Prozent. Spitzenreiter ist Malta mit 86 Prozent, Schlusslicht Portugal (49 Prozent).

Ursprung ist uns wichtig

Der EU-Durchschnitt liegt bei 65 Prozent. Wenig besorgt sind die Österreicher auch bei der Frage, ob ausreichend Nahrungsmittel produziert werden, um den Bedarf der Bevölkerung im eigenen Land zu decken. Nur 22 Prozent der Österreicher hegen hier Bedenken. In Griechenland sind es mit 94 Prozent die meisten, in den Niederlanden und Dänemark mit je elf Prozent die wenigsten. Hinter Österreich liegt mit 14 Prozent nur noch Schweden. Der EU-Durchschnitt beträgt 43 Prozent.

In einer eigenen Untersuchung von vier EU-Ländern - Österreich, Schweden, Frankreich und Polen - durch die Europäische Konsumentenorganisation (BEUC) wurde die Bedeutung der Lebensmittelkennzeichnung beim Kauf von Nahrungsmitteln erhoben. Dabei liegt Österreich mit 77 Prozent bei der Frage der Wichtigkeit des Ursprungs vor Frankreich (71 Prozent), Polen (66 Prozent) und Schweden (61 Prozent). Bei dem Wunsch der Käufer, dass ein bestimmtes Land auf der Etikette steht, aus dem das Nahrungsmittel stammt, rangiert Schweden (78 Prozent) vor Polen (64 Prozent), Österreich (59 Prozent) und Frankreich (50 Prozent).

Kennzeichnung gefordert

68 Prozent der Österreicher wollen nicht nur auf der Kennzeichnung das Land angezeigt wissen, in dem das Lebensmittel angebaut oder geerntet wurde, sondern auch jenes Land, wo es produziert wurde. Damit sollen Praktiken vermieden werden, wonach Wurst beispielsweise als "britisch" ausgewiesen wird, das Schwein aber aus Dänemark kommt. Hier liegen die Schweden mit 61 Prozent hinter Österreich, dann Polen (57 Prozent) und Frankreich (53 Prozent). (APA, 24.1.2013)

  • Wenig besorgt sind die
Österreicher auch bei der Frage, ob ausreichend Nahrungsmittel
produziert werden, um den Bedarf der Bevölkerung im eigenen Land zu decken.
    foto: apa/foerster

    Wenig besorgt sind die Österreicher auch bei der Frage, ob ausreichend Nahrungsmittel produziert werden, um den Bedarf der Bevölkerung im eigenen Land zu decken.

  • Zum Nachsehen gibt es hier noch den vorherigen Barometer. Der aktuelle steht online noch nicht zur Verfügung.

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