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Wien - Erstmals lauschte Donnerstag auch ein Vertreter Frank Stronachs im Kanzleramt der Arbeitsgruppe zur ORF-Reform. Was die Formulierfreude mit SP-Klubchef Josef Cap durchgehen ließ, ob sich das "Team" wie die ÖBB auch gleich den ORF vornehmen wolle. Die Stronachs verstanden das gleich als Offert miss - und schlugen gleich einen Katalog öffentlicher Unternehmen vor, die ihr Parteigründer "zum Wohle der Österreicher sanieren" soll.
Das übernimmt dann gerade beim größten Medienunternehmen des Landes doch lieber Staatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ). Er will in Einzelgesprächen mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe ausarbeiten, wie ein neues, kleineres Aufsichtsgremium für den ORF besetzt werden könnte. Kleiner wollen es alle dort, laut Ostermayer außer der FPÖ.
Das Schlüsselproblem dabei ist stets dasselbe: Kein Bundesland verzichtet gern auf sein Mandat im ORF-Aufsichtsrat. Und den neun Ländervertretern stellen Bundesregierungen doch auch gern ihre neun Mandate gegenüber.
Die Experten Fritz Wendl, Kurt Bergmann und Peter Huemer, die alle schon im ORF werkten, sehen Einigkeit etwa für ein kleineres Gremium, transparente Auswahl qualifizierter Mitglieder, ihr Mandat abgekoppelt von Wahlergebnissen.
Der Grüne Mediensprecher Dieter Brosz fand die Sitzung der ORF-Reformarbeitsgruppe im Kanzleramt am Donnerstag "ernüchternd", wie er nachher aussandte: "Eine Reform für politisch unabhängige Gremien ist nicht in Sicht. Die Verkleinerung des Stiftungsrates bei gleichzeitigem Verzicht auf eine Bestellung durch Parteien und die Regierung wurde nur von den Grünen und den beigezogenen Experten vertreten."
SP-Klubchef Josef Cap habe "wieder einmal klar gemacht, dass alles beim Alten bleiben soll. Damit ist eine Reform in dieser Periode denkbar unwahrscheinlich. Eine Verkleinerung ist ohne eine Streichung der Nominierungsrechte der Bundesländer undenkbar. Dazu fehlt aber SPÖ und ÖVP der Mut", erklärt Brosz. Die Grünen sind für einen Stiftungsrat, der neue Mitglieder nach der ersten Bestellung selbst bestimmt. Ein "Gründungskonvent", "politisch so weit wie möglich unabhängig", solle ihn zunächst besetzen.
Für Verwirrung dürfte SPÖ-Mediensprecher Josef Cap gesorgt haben, den die Grünen so verstanden hatten, dass er wolle, "dass alles beim Alten bleibt". Das dementierte Cap allerdings auf Anfrage. Natürlich gebe es "Reform- und Optimierungsbedarf" aber eben nicht nur beim Stiftungsrat, sondern etwa auch bei der Publikumsratswahl. "Im Zentrum der Frage stehen die Bestellungsvorgänge", so Cap.
Die FPÖ wiederum setzten sich in einer Aussendung dafür ein, dass sich die "repräsentative Demokratie in den Aufsichtsgremien im öffentlichen Besitz stehender Unternehmen widerspiegelt", so Mediensprecher Harald Vilimsky. Eine Verkleinerung des Stiftungsrats sei nur dann denkbar, "wenn auf die neun durch die Bundesregierung bestellten Mitglieder verzichtet werde".
ORF-Kenner Kurt Bergmann zeigte sich optimistisch, dass sich die Reform des öffentlich-rechtliche Senders "mit Sicherheit noch in dieser Legislaturperiode ausgeht". Vor allem die Regierungsparteien hätten "ernsten Willen erkennen lassen, eine Gesetzesänderung so rasch wie möglich herbeizuführen", so Bergmann.
Weniger zuversichtlich zeigte er sich, was das Thema Haushaltsabgabe angeht. Diese werde sicher erst in der nächsten Legislaturperiode kommen. Die Entscheidung, die Details des Bestellmodus für den Stiftungsrat nun in Einzelgesprächen zwischen den Parteien zu klären, hält er für einen "guten Weg". Ziel ist es, die Unabhängigkeit des ORF zu stärken, so der ehemalige ORF-Generalsekretär und frühere ÖVP-Abgeordnete. (red, derStandard.at, 24.1.2013/APA)
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Auch Frau Kulenkampff als Alternative zu Zechner wäre die viel bessere Wahl gewesen, die hat nicht Musical gemacht, sondern in Deutschland einigermassen beim WDR gewerkt. Siehe WDR: ein Vollprogramm mit Filmen, die gscheit sind und mit Dokus die noch gscheiter sind. Und trotzdem Quote machen. NRW hat 15 mio Einwohner, Ösiland 8,3 mio.
Schade um diese Chance! Es ist hoch an der Zeit, dass endlich Fachleute den Programmbereich aufräumen. Mit Stahlbesen und all die kleine Fürstentümer rausgekehrt, HALs, braucht keiner mehr: Die verhindern nur! Programmdirektor, aber wen gscheiten, net ehemalige Unterhaltungschefs oder Musicalintendanten, überhaupt: alle die fremdes Geld ausgeben dürfen, müssen sich Prüfungen wegen ETHIK, Moral unterziehen.
Es ist laut SPÖ scheinbar besser, dass ein Poltiker einen Betrieb saniert, als ein international erfolgreicher Wirtschaftler. Es ist ja nicht so, dass Stronach, als die Magna fast baden gegangen ist, die Firma von ganz unten an die Spitze zurück gebracht hat. Für mich absolut unverständlich wie man derlei Angebote aus parteitaktischen Gründen ausschlägt.
Das Ergebnis trägt der Gebührenzahler zur Finanzierung von Traumgehältern.
Die Intransparenz, der öffentlich-rechtliche Sendeanstalt insbesondere der Bundesländer ist unerträglich!
Umstellung zu einer Haushaltsabgabe wurde sicherlich auch diskutiert.Die überdurchschnittlich hohe Belastungen der Bürger wird möglicherweise nach der Wahl Wirklichkeit.Na dann!
das zeigt wieder einmal dass öffentlich-rechtliches management ein paradoxon ist. statt reform reden die nur über nominierungsverfahren und wieviele mitglieder welcher sch...ausschuss haben soll. spinnen die ?
aber was besseres fällt diesen politido's wohl nicht ein. verkaufts den orf und jede partei soll sich einen eigenen sender machen - schaut eh keiner mehr zu
kann mir einer erklären, warum es nicht ganz einfach ist, 10 fähige allen gesetzlichen REgelungen des rechnungswesens und des wirtschaftsprüferwesens verpflichtete Fachleute zu finden, die gegen eine ordentliche Aufwnadsentschädigung das Unternehmen überwachen und vor allem den wahnsinn abdrehen, dass jede einsparung gleich als einschränkung der journalistsichen Freiheiten von so wendls etc beheult werden
Ob rot oder schwarz oder grün - blau/braunee Journalisten kan ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen - die habne eh so a ka Leiberl.
Das wichtige ist nicht das Gremium, sondern den ORF vor sich selbst retten, vor den Schwiegersöhnen, den Tölchtern, den Neffen, den Mediokren.
So wie jetzt scheint der MarketingMässig geführt zu werden - das ist aber für Öff.-rechtlich nicht opportun: Journalistisch muss der geführt werden, das ist die Entscheidung, bevor Frau Zechner alle und alles Kaputtmacht und platt walzt! Medioker auch. Sie leidet unter Lachzwang wie Michael Köhlmaier klar stellte und das ist viel gefährliccher als Dummheit. Hab sie mal gesehen wie sie mit RauchKallath auf per MARY DU war....das ist die Gefahr!
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